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Bei intensiver Sonneneinstrahlung entsteht auch gesundheitsschädliches Ozon.

Belastung durch Ozon

Brennende Sonne lässt Ozonwerte in Hessen stark ansteigen

Mit der intensiven Sonnenstrahlung steigen auch die Ozonwerte. In Hessen wurden bereits Werte zwischen 180 und 240 Mikrogramm gemessen. Für den Körper ist das extrem belastend. 

Die Sonne brennt, die Temperaturen steigen auf mehr als 40 Grad - da hilft nur ein Platz im Schatten. Doch so einfach ist es nicht. Denn was viele vergessen: Mit dem intensiven Sonnenschein steigen auch die Ozonwerte. Das Reizgas ist gesundheitsschädigend - ab einer Konzentration von 240 Mikrogramm sollte man sich nicht mehr im Freien aufhalten. In Hessen wurden zuletzt Werte zwischen 180 und 240 Mikrogramm gemessen.  

Bundesweit gilt ein Grenzwert von 240 Mikrogramm Ozon, dann wird Alarm ausgerufen und die Bevölkerung entsprechend  gewarnt. Zwar werden diese Grenzwerte nicht so oft erreicht, aber die Dauerbelastung durch das schädliche Reizgas ist nach wie vor vergleichsweise hoch. Durch die ständige Belastung wird die Lunge geschädigt. 

Eine Ursache dafür ist auch der Betrug bei den Abgaswerten von Diesel-Pkw. Autokonzerne wie VW und Audi haben jahrelang durch unerlaubte Schadstoffemissionen die Luft massiv verschmutzt.  

Bei hohen Ozonwerten Anstrengung vermeiden 

Bei hohen Ozonwerten soll man körperliche Anstrengung vermeiden. So raten Mediziner davon ab, im Freien Sport zu treiben. Bei Symptomen wie Kopfschmerzen, tränenden Augen oder Erschöpfung sollte man sich dringend im Schatten ausruhen und für eine Abkühlung sorgen.   

1994 gab es ersten Ozonalarm in Hessen 

Vor 25 Jahren war der Ozongehalt in der Luft so dramatisch hoch, dass Ozonalarm ausgelöst werden musste. In vielen hessischen Städten lagen die Werte bei mehr als 300 Mikrogramm Ozon. Daher durften zum Beispiel  Autos ohne Katalysator gar nicht mehr fahren, für alle anderen Fahrzeuge galt ein Tempolimit von 90 Kilometern pro Stunde auf der Autobahn und 80 Kilometern pro Stunde auf Landstraßen. 

Am 26. Juli 1994 wurden bei elf der 33 Messstationen Werte von mehr als 240 Mikrogramm Ozon gemessen, den Negativrekord stellte die Station in Frankfurt-Bockenheim auf, dort wurden 307 Mikrogramm gemessen. 

Konsequenzen muss jeder selbst ziehen

Auch wenn heute die Grenzwerte erreicht oder sogar überschritten werden: Ein Fahrverbot droht in Hessen nicht mehr. Denn mittlerweile greift bei zu hohen Ozonwerten die 39. Bundesimmisionsverordnung. So werden aus Grenzwerten jetzt Richtwerte. Bei 180 Mikrogramm etwa will man die Bevölkerung informieren. Konkrete Maßnahmen, um die starke Belastung zu reduzieren, sind in der Verordnung nicht vorgesehen. Da sollet sich vielleicht jeder selbst über die aktuellen Ozonwerte informieren und seine ganz persönlichen Schlüsse daraus ziehen. 

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