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Der Busfahrer-Streik in Hessen geht auch in Offenbach und Hanau weiter.

Streik-Ticker 

Termin für Schlichtung steht - doch die Busfahrer streiken trotzdem weiter

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Der Busfahrer-Streik in Hessen geht auch in Offenbach und Hanau weiter. Und das, obwohl der Termin für eine Schlichtung zwischen Verdi und den Arbeitgebern steht.

  • Busfahrer streiken in Hessen
  • In HanauOffenbach und vielen anderen Städten stehen Busse still
  • Streik der Busfahrer geht am Montag am weiter
  • Kompromissbereitschaft: Ende des Streiks schien absehbar
  • Busstreik geht trotzdem in Woche zwei

Update vom Mittwoch, 27.11.2019, 16.50 Uhr: Trotz der Einigung auf eine Schlichtung streiken die Busfahrer privater Unternehmen in Offenbach und Hanau bis einschließlich Sonntag (01.12.2019) weiter. Dass die Gewerkschaft Verdi den Streik jetzt nicht sofort beendet, hat viele Fahrgäste am Mittwoch (27.11.2019) enttäuscht.

So äußerte sich zum Beispiel der Twitternutzer „Mintendo“: „Ich habe absolutes Verständnis für die Forderungen der Busfahrer. Aber abbekommen tun es Menschen, die oft ähnlich wenig Geld haben und nicht einfach aufs Auto etc umsteigen können.“

Offenbach: Festhalten am Streik der Busfahrer hat rechtliche Gründe

Das Festhalten am Streik habe in erster Linie rechtliche Gründe, erklärte Verdi-Sprecherin Ute Fritzel auf Nachfrage der Deutschen Presse-Agentur (dpa): Die Busfahrer hätten sich in der Urabstimmung vor zwei Wochen für einen unbefristeten Streik ausgesprochen. „Die können dann jetzt nicht einfach so aufhören.“

Mit dem Abstimmungsvotum sei beschlossen worden, dass der Streik erst ende, wenn entweder ein Ergebnis im Tarifstreit vorliege oder die Verhandlungen wiederaufgenommen würden. Das sei eben erst mit Beginn der Schlichtung am kommenden Montag der Fall.

Zwar hätte theoretisch die Möglichkeit bestanden, die Busfahrer nach der Einigung auf Schlichtung über ein früheres Streikende abstimmen lassen. Das hätte jedoch einen großen logistischen Aufwand bedeutet, so Fritzel. „Das wäre auch nicht schneller gegangen.“

Bufahrer-Streik in Offenbach: Termin für Schlichtung steht

Update vom Mittwoch, 27.11.2019, 16.23 Uhr: Im Tarifkonflikt um die Löhne der Busfahrer privater Unternehmen haben sich die Gewerkschaft Verdi und der Landesverband Hessischer Omnibusunternehmer (LHO) auf eine Schlichtung geeinigt. Am Montag (02.12.2019) soll die Schlichtung und damit auch die Friedenspflicht beginnen.

„An diesem Tag werden voraussichtlich auch in Offenbach die Busfahrerinnen und Busfahrer den Streik unterbrechen und ihre Arbeit wieder aufnehmen“, teilt die Stadt Offenbach mit. „Es ist damit zu rechnen, dass mit dem Betriebsbeginn am Montagmorgen wieder alle Offenbacher Stadtbusse planmäßig fahren.“ 

Bis dahin wird aber weiter gestreikt. Der Schülerverkehr in Offenbach kann der Stadt Offenbach zufolge aber weiterhin aufrecht erhalten werden.

Offenbach: Streik der Busfahrer dauert noch bis Sonntag

Update vom Dienstag, 26.11.2019, 16.49 Uhr: Der Busfahrerstreik in Hessen wird enden - allerdings erst am Sonntag. Wie die Arbeitgeberseite LHO mitteilt, habe man sich mit der Gewerkschaft Verdi auf eine Schlichtung verständigt. Beide Parteien hätten sich auf einen Termin und einen gemeinsamen Schlichter geeinigt. Die Schlichtung soll demnach am Montag, 02.12.2019, beginnen. 

Ab dann greift auch die vereinbarte „Friedenspflicht“ und die Busfahrer nehmen ihre Arbeit wieder auf. „Wir sind froh, dass wir mit der Einigung auf eine Schlichtung im festgefahrenen Tarifstreit einen Schritt weiterkommen", teilte Volker Tuchan, Geschäftsführer des LHO mit. Als Schlichter habe man sich auf Volker Sparmann geeinigt, dem Mobilitätsbeauftragten des Hessischen Verkehrsministeriums. 

Streik der Busfahrer in Hessen geht weiter: Folgende Linien sind betroffen

Update vom Dienstag, 26.11.2019, 6.29 Uhr: In ganz Hessen werden am heutigen Dienstag (26.11.2019) die Streiks der Busfahrer bei privaten Unternehmen fortgesetzt. Der unbefristete Arbeitskampf geht damit in die zweite Woche.

Mittlerweile sind mehr Linien betroffen als zu Beginn des Streiks am vergangenen Dienstag (19.11.2019). Im Landkreis Offenbach beispielsweise werden die Expressbuslinien X17, X19, X64 und X83, die Linien 567, 653, 662 und 663, die Linien OF-30, OF-50, OF-85, OF-86 sowie die Nachtbuslinien n65, n71 und n72 bestreikt.

Am Montag (25.11.2019) hatte die Tarifkommission der Gewerkschaft Verdi den Streik trotz eines neuen Vorstoßes der Arbeitgeber nicht unterbrochen. Zu den Details des Angebots schwiegen beide Seiten. Verdi teilte am Montagabend mit, dass für Dienstag eine Beratung für eine mögliche Schlichtung vereinbart sei.

Streik der Busfahrer in Hessen: Keine Einigung gelungen

Update vom Montag, 25.11.2019, 17.03 Uhr: Auch am morgigen Dienstag, 26.11.2019, wird bei den Busfahrern in Hessen weiter gestreikt. Das erklärte eine Sprecherin der Gewerkschaft Verdi laut dpa. Trotz stundenlangen Beratungen der zuständigen Tarifkommission kam es demnach zu keiner Einigung. Der unbefristete Arbeitskampf der Busfahrer privater Unternehmen geht damit in die zweite Woche. 

"Die Fortführung des Streiks ist erst einmal sehr enttäuschend", zitiert die Nachrichtenagentur den Geschäftsführer des Landesverbandes hessischer Omnibus-Unternehmer, Volker Tuchan. "Wir haben zu erkennen gegeben, dass wir bereit sind, uns weiter zu bewegen", sagte der LHO-Vertreter. "Die Gewerkschaft weigert sich aber weiterhin, sich mit der wirtschaftlichen Situation der Betriebe auseinander zu setzen." Belastet würden vor allem die Fahrgäste.

Seit Dienstag der vergangenen Woche streiken die Busfahrer privater Unternehmen für mehr Lohn, mehr bezahlte Pausen und mehr Urlaub. 

Busfahrer-Streik in Hessen: Auch in Offenbach und Hanau wird weiter gestreikt

Update vom Montag, 25.11.2019, 11.01 Uhr: Pendlerinnen und Pendler in Hessen können wohl auf ein Ende des Busfahrer-Streiks hoffen. Der Landesverband Hessischer Omnibusunternehmer (LHO) zeigte sich in dem zähen Tarifkonflikt kompromissbereit.

Man habe Verdi einen neuen Vorschlag unterbreitet, um die Streiks „schnellstmöglich zu beenden“, sagte der Geschäftsführer Volker Tuchan am Montag der Deutschen Presse-Agentur (dpa) in Frankfurt. Details nannte er nicht. Verdi hatte am Wochenende angekündigt, über den Vorschlag des LHO zu beraten.

Seit Dienstag (19.11.2019) streiken die Fahrer privater Busunternehmen für Lohnsteigerungen sowie mehr bezahlte Pausen und Urlaub. In zahlreichen Städten wie Frankfurt, Offenbach oder Hanau kam es zu Ausfällen und Verspätungen.  Die Gewerkschaft Verdi will am Montagnachmittag (25.11.2019) verkünden, ob sie weiter streikt.

Busfahrer-Streik in Offenbach: Bewegung im Tarifkonflikt

Update vom Montag, 25.11.2019, 6.37 Uhr:

Die Streiks der Busfahrer privater Busunternehmen werden am Montag fortgesetzt. Das ist der siebte Streiktag in Folge.

Die Arbeitnehmer wollen ihre Forderungen nach mehr Lohn weiter untermauern. Die Arbeitgeber hatten der Gewerkschaft Verdi am Sonntag schriftlich ein neues Angebot vorgelegt. Dieses Angebot soll am Montag in der Gewerkschaft diskutiert werden.

Update vom Sonntag, 24.11.2019, 13.25 Uhr: Neue Entwicklung im Streik der Busfahrer in Hessen: Es kommt Bewegung in den Tarifkonflikt zwischen der privaten Busbranche in Hessen und den streikenden Fahrern. Die Gewerkschaft Verdi teilte am Sonntag in Frankfurt mit, die Arbeitgeberseite habe schriftlich ein neues Angebot vorgelegt. Details über die Inhalte dieses Angebots wurden jedoch nicht genannt. 

Haben die Busfahrer-Streiks damit also ein Ende? Mitnichten! Die Streiks in Hessen sollen trotz des neuen Arbeitgeberangebots auch am Montag fortgesetzt werden, um die Forderungen der Busfahrer weiterhin zu untermauern. Das Angebot der Arbeitgeber wird die Arbeitnehmerseite laut Verdi-Verhandlungsführer Jochen Koppel am Montag intern bewertet und darüber beratschlagt, ob die neuen Angebote akzeptiert werden können. 

Auch am Freitag hatten laut Verdi über 3.000 Busfahrer gestreikt. Der Montag wird der siebte Streiktag sein - Ende noch nicht in Sicht. Die Busse in Offenbach, Hanau und Co. stehen still.

Offenbach und Hanau: Busfahrer streiken auch am Wochenende

Update vom Freitag, 22.11.2019, 15.18 Uhr: Der Busfahrer-Streik in Hessen wird auch am Wochenende fortgesetzt. In Hanau gilt wie schon in den vergangenen ein eingeschränkter Verkehr auf den HSB-Hauptlinien 1, 2, 4, 5, 6, und 10. Die Schulbusse fahren bis auf Weiteres nicht, auch nicht die Busse der übrigen Linien. 

Am Samstag wird laut Stadt Hanau von etwa 8 bis 16.30 Uhr auf den oben genannten Hauptlinien wieder ein Notverkehr eingerichtet. Am Sonntag entfallen alle HSB-Linien 1 bis 12. Es fährt kein HSB-Bus. Am Montag, 25. November, wird dagegen in Hanau versucht, auf den Hauptlinien von etwa 6 bis 19 Uhr einen Notverkehr aufrecht zu erhalten.

Derweil hat die "Fridays For Future"-Bewegung grundlegendere Probleme mit dem Busverkehr in Hanau, berichtet, op-online.de*. 

Busfahrer-Streik: Notverkehr in Hanau 

Die HSB bittet ihre Fahrgäste um Verständnis für die streikbedingten Ausfälle. Grund für den Streik sind die abgebrochenen Lohnverhandlungen zwischen dem Landesverband Hessischer Omnibusunternehmer (LHO) und der Gewerkschaft verdi. Weitere Infos zum Notfahrplan können bei der HSB unter 06181/300880 sowie im Internet unter hsb.de und rmv.de eingeholt werden.     cs

Update vom Freitag, 22.11.2019, 7.04 Uhr: Pendler in Hessen brauchen auch am Freitag Geduld. Der Streik der Busfahrer privater Unternehmen wird in vielen Städten wie Offenbach und Hanau fortgesetzt – am vierten Tag in Folge. 

Wie Sie Ihr Geld für bereits bezahlte Fahrkarten zurückbekommen und Alternativen finden können, lesen Sie in unserem Ratgeber zum Busfahrer-Streik in Hessen.

Streik der Busfahrer in Offenbach: Die meisten Busfahrer machen mit

Update vom Donnerstag, 21.11.2019, 17.18 Uhr: In Offenbach ist der Busfahrer-Streik in vollem Gange. Sebastian Schilling von op-online.de* hat sich vor Ort mit den Streikenden unterhalten. In Offenbach beteiligt sich der Großteil der Busfahrer an dem Streik. „Die meisten der rund 220 Beschäftigten machen beim Streik mit“, sagt Zacharias Leis, Betriebsratschef der Offenbacher Verkehrsbetriebe. Die Busfahrer fordern mehr Geld, aber wollen durch den Streik auch eine Verbesserung anderer Missstände erwirken. 

Streik in Offenbach: Gehalt ist aus Sicht der Busfahrer nicht das einzige Problem

Denn das Gehalt ist nicht ihre einzige Sorge. Ein Fahrer, der nicht namentlich genannt werden will, beklagt die seiner Ansicht nach zu knappe Taktung der Fahrpläne:  „Gerade im Berufsverkehr ist es unmöglich, die Zeiten einzuhalten.“ Auch die Pausenzeiten sind ein Thema unter den Fahrern. Sie werden nur zum Teil entlohnt und häufig sei es durch die enge Taktung und die hohe Verkehrsdichte gar nicht möglich, die Pausen überhaupt wahrzunehmen.

Streik der Busfahrer in Offenbach – Betriebsratschef: „Das muss jetzt mal sein“

Die Aufteilung der Schichten stellt für die Fahrer ebenfalls ein Problem dar.  „Manchmal arbeitet man morgens drei Stunden und Nachmittags noch mal sechs“, sagt Busfahrer Alija Avdig. „Dazwischen hat man dann drei Stunden Pause, mit denen man auch nicht wirklich etwas anfangen kann.“ Dass die Fahrgäste die Leidtragenden des Streiks sind, bedauern die Fahrer. Trotzdem: „Das muss jetzt mal sein“, sagt Betriebsratschef Leis.

Den ausführlichen Bericht lesen Sie auf op-online.de: Busfahrer-Streik in Offenbach - Der geringe Verdienst ist nicht alles, was die Busfahrer stört.*

Update vom Donnerstag, 21.11.2019, 11.55 Uhr: In Offenbach sind auch heute alle neun Stadtbuslinien (101 bis 108) vom Busfahrer-Streik in Hessen betroffen. Der Schülerverkehr kann wie auch am Dienstag aufrecht erhalten werden. 

Im Landkreis Offenbach sind dem RMV zufolge die Expressbuslinien X17, X19, X64 und X83, die Linien 567, 653, 662, 663, die Linien OF-30, OF-50, OF-85, OF-86 und die Nachtsbuslinien n65, n71 sowie n72 vom Streik betroffen. Voraussichtlich fahren sollen die Linien 58, OF-95, OF-96, OF-99, X97 und 551. 

Busfahrer-Streik wird ausgeweitet

Update vom Donnerstag, 21.11.2019, 6.42 Uhr: Der Streik der Busfahrer in Hessen wird am Donnerstag (21.11.2019) fortgesetzt. Und er wird ausgeweitet: Die Gewerkschaft Verdi hat nun auch die Busfahrer in Wiesbaden, Hofheim, Wallau und Kriftel aufgerufen, die Arbeit niederzulegen. 

Außerdem sollen sich die Straßenbahnfahrer in Darmstadt mit einem 24-stündigen Solidaritätsstreik anschließen.

Update vom Mittwoch, 20.11.2019, 14.35 Uhr: Wer sich über den Busfahrer-Streik in Hessen - der unter anderem auch viele Linien in Offenbach und Hanau betrifft - über die RMV-App informieren will, war zuletzt irritiert. Am Dienstag zeigte die App beispielsweise in Offenbach einzelne Busse als „pünktlich“ an - auch wenn sie nie kamen.

Busfahrer-Streik in Hessen: RMV-App sorgt in Offenbach für Verwirrung 

Eine ältere Frau, die sich stattdessen bei der Telefonhotline des RMV informiert hatte, half an der Haltestelle Marktplatz in Offenbach Wartenden mit ihren Informationen aus.* „Ich bin Griechin, ich muss bei so was mit einem Menschen reden“, erklärt sie lachend. 

Update vom Mittwoch, 20.11.2019, 7.43 Uhr: Auch am Mittwoch streiken die Busfahrer in Hessen. In Offenbach sind alle neun Stadtbuslinien (101 bis 108 und 120) der OVB vom Streik betroffen. Der Schülerverkehr kann der Stadt Offenbach trotz des Streiks aufrechterhalten werden. Die Schülerverkehr-Linien V1, V5, V6, V7, V10 und V20 verkehren wie am Dienstag nach Fahrplan.

In Hanau entfallen die Linien 1, 2A, 3, 7, 9, 11 und 12 sowie der Schülerverkehr komplett. Auf den Linien 2, 4, 5, 6 und 10 findet ein stark eingeschränkter Busverkehr statt. Es wird laut RMV versucht, einen Notverkehr aufrechtzuerhalten.

Busfahrer-Streik in Hessen: Facebook-Nutzer zeigen sich solidarisch

Update vom Dienstag, 19.11.2019, 16.56 Uhr: Auf der Facebook-Seite der Offenbach-Post haben sich zahlreiche Nutzer mit den Busfahrer-Streiks in Hessen solidarisch gezeigt. „Ein Streik muss weh tun, sonst nutzt er nichts. Volle Solidarität mit den Busfahrern“, schreibt ein Nutzer. Ein anderer findet: „Die Aufgabe der Streikenden ist es gerade nicht, den Transportbetrieb aufrechtzuerhalten. Das ist Aufgabe des Unternehmens.“

Einige wenige Nutzer sehen den Streik kritischer: „Natürlich möchten die Mitarbeiter mehr Geld verdienen. Nur wenn jeder jetzt streiken würde, der meint, er hat zu wenig Geld oder mehr haben möchte, dann könnten wir das Land gleich mal lahmlegen.“ Der Streik an sich wird von den meisten positiv gesehen, allerdings sei es ärgerlich, dass die Bürger auf sich gestellt seien und „der kleine Mann wieder sehen muss, wo er bleibt.“ 

Die Deutsche Bahn testet an einer S-Bahn-Station in Offenbach* indes neue Kundenangebote für ganz Deutschland.

Update vom Dienstag, 19.11.2019, 16.15 Uhr: Der Busfahrer-Streik geht auch am Mittwoch in Hanau (Hessen) weiter. Die Schulbusse wiederum fahren nicht, weil nicht genügend Fahrer zur Verfügung stehen, heißt es am Dienstagnachmittag von den städtischen Verkehrsbetrieben HSB. Man versuche aber, so wie am Dienstag, wieder einen Notfalldienst ab 5.30 Uhr auf den Hauptlinien 2, 4, 5, 6 und 10 anzubieten.

Update vom Dienstag, 19.11.2019, 14.59 Uhr: Durch den Busfahrer-Streik in Hessen fahren derzeit auch in der Brüder-Grimm-Stadt Hanau kaum Busse. „Lediglich auf den Linien 4, 5, 6 und 10 wurde ein Notfahrplan aufrechterhalten“, so HSB-Sprecherin Ute Wolf auf Nachfrage dieser Zeitung. Auf diesen Linien verkehrten Stadtbusse am Dienstag etwa im Stundentakt. Immerhin das: In Hanau wird im Bus selten kontrolliert – das soll sich aber bald ändern

Busfahrer-Streik: Polizei muss in Hanau (Hessen) eingreifen 

Dabei kam es in der Früh zu einem Zwischenfall. Nachdem der erste Bus das HSB-Depot an der Daimlerstraße in Hanau verlassen hatte, blockierten streikende Kollegen die Ausfahrt, um weitere Fahrten zu verhindern. Die Geschäftsleitung alarmierte daraufhin die Polizei, die die Blockade beendete und dafür sorgte, dass der Notfahrplan umgesetzt werden konnte.     (cs)

Update vom Dienstag, 19.11.2019, 9.48 Uhr: Der Grund für den unbefristeten Streik der privaten Busfahrer, von dem auch Stadt und Kreis Offenbach (Hessen) betroffen sind, sind die unterschiedlichen Gehaltsforderungen der Gewerkschaft Verdi und der Arbeitgeberseite. 

Busfahrer-Streik in Offenbach (Hessen) - Verdi fordert deutliche Lohnerhöhung

Verdi verlangt für die rund 4400 privaten Busfahrer kräftige Lohnsteigerungen sowie mehr bezahlte Pausen und Urlaub. So soll das Grundgehalt nach dem Willen der Gewerkschaft von jetzt 13,50 Euro auf 16,60 Euro die Stunde erhöht werden. Der Landesverband Hessischer Omnibusunternehmer (LHO) hat dagegen in den aktuellen Tarifverhandlungen eine schrittweise Erhöhung des Lohns in den kommenden vier Jahren um rund 15,5 Prozent angeboten. 

Wlan und mehr: Deutsche Bahn testet neues Konzept für S-Bahn-Station in Offenbach* 

LHO-Geschäftsführer Volker Tuchan bezeichnet den Streik als eine "völlig unnötige Eskalation." Die Fahrgäste würden "für die Ziele von Verdi in Geiselhaft genommen". 

Update vom Dienstag, 19.11.2019, 7.09 Uhr: Im Liniennetz der Offenbacher Stadtbusse kommt es seit Betriebsbeginn um 4 Uhr am Dienstagmorgen (19.11.2019) zu Komplettausfällen. Das teilt die Stadt Offenbach mit. Grund der unbefristete Streik der Busfahrer in Hessen.

Betroffen sind in Offenbach demnach alle neun Stadtbuslinien (101 bis 108 und 120) der OVB. Wie die Stadt informiert, könne der Schülerverkehr derzeit trotz des Streiks aufrechterhalten werden. Die Schülerverkehr-Linien V1, V5, V6, V7, V10 und V20 verkehren nach Fahrplan.

Im Landkreis Offenbach sind laut RMV die Expressbuslinien X17, X19, X64, die Linien 653, 662, 663, die Linie OF-50 und die Nachtbuslinien n65, n71 und n72 vom Streik betroffen. Voraussichtlich fahren sollen die Linien OF-95 und OF-96.

Busfahrer-Streik erhitzt Gemüter: Tipps und Anregungen

Alle aktuellen Informationen zum Busfahrer-Streik in Hessen gibt es in unserem News-Ticker.

Streik von Busfahrern in Offenbach: Ausfälle und Behinderungen

Erstmeldung vom Freitag, 15.11.2019, 13.08 Uhr: Offenbach – Wegen des drohenden Busfahrer-Streiks in Hessen rechnet die Stadt Offenbach (Hessen) in der kommenden Woche mit massiven Ausfällen im Liniennetz der Stadtbusse. Das teilte die Pressestelle der Stadtwerke Offenbach am Freitag (15.11.2019) mit. Betroffen sind demnach voraussichtlich alle neun Stadtbuslinien (101 bis 108 und 120) der Offenbacher Verkehrs-Betriebe (OVB). 

Im Falle eines Busfahrer-Streiks in Hessen wolle man "nach Möglichkeit" zumindest den Schülerverkehr in Offenbach aufrechterhalten, hieß es in der Mitteilung weiter. Die Linien V1, V5, V6, V7, V10 und V20 sollen demnach weiter von Bussen bedient werden. 

Busfahrer-Streik in Offenbach (Hessen): MMO und OVB sind betroffen

Der erneute Streikaufruf der Gewerkschaft Verdi richtet sich in Offenbach nach Angaben der Stadt unter anderem an die Beschäftigten der MMO Main Mobil Offenbach GmbH. Die MMO ist ein Tochterunternehmen der OVB. 

In welchem Umfang und wann genau die Busfahrer in Hessen streiken, ist derzeit noch unklar. Details sollen in Kürze folgen. Die Tarifverhandlungen zwischen der Gewerkschaft Verdi und den privaten Busunternehmen in Hessen sind in der fünften Verhandlungsrunde gescheitert.

Die Busfahrer hatten den Druck auf Arbeitgeber bereits vor der Verhandlung erhöht: Bei einer Urabstimmung votierten sie zu 99,5 Prozent für unbefristete Streiks.

Busfahrer-Streik in Offenbach (Hessen): Stadtwerke bitten vorab um Verständnis

Die Stadtwerke Offenbach bitten die Fahrgäste bereits vorab um Verständnis, sollte es wegen eines hessenweiten Streiks zu Problemen im Busverkehr Offenbachs kommen. Tagesaktuelle Informationen zu den Auswirkungen des Busfahrer-Streiks in Offenbach finden die Fahrgäste auf der Homepage der Stadt

Bereits am 27. September und am 1. November waren in Hessen bei einem Warnstreik der 4400 Busfahrer schwerpunktmäßig im Rhein-Main-Gebiet sowie auch in Gießen zahlreiche Busse in den Depots geblieben. Davon betroffen waren Zehntausende Pendler. Die Straßenbahnen, S-Bahnen und Züge waren und sind nicht betroffen.

kb/ag/kke/red

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Auf der A67 und A5 bei Darmstadt hat die Polizei 15 Reise-Busse kontrolliert – und etliche Mängel festgestellt. Vor allem das Verhalten eines Busfahrers erschreckt.

Wenn Sie vom Streik betroffen sind, empfehlen wir Ihnen folgenden Artikel: Vom Streik betroffen? So bekommen Sie ihr Geld zurück und finden Alternativen.

Unterdessen hat Verdi die Postboten in ganz Hessen zum Streik aufgerufen - und das mitten in der Weihnachtszeit.

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