Öffentliche Plätze - hier lebt die Stadt

Frankfurt (cf). Öffentliche Räume wie Plätze, Straßen und Grünanlagen prägen wesentlich das Gesicht einer Stadt. Sie erhöhen im besten Fall die Lebensqualität der Einwohner, sind beliebte Treff- und Aufenthaltspunkte für Bürger und Besucher.

Frankfurt (cf). Öffentliche Räume wie Plätze, Straßen und Grünanlagen prägen wesentlich das Gesicht einer Stadt. Sie erhöhen im besten Fall die Lebensqualität der Einwohner, sind beliebte Treff- und Aufenthaltspunkte für Bürger und Besucher. Planungsdezernent Edwin Schwarz eröffnete am Montag die bis Ende April zu sehende Ausstellung »Frankfurt schafft Raum«. Sie verdeutlicht die Veränderungen im Erscheinungsbild und in der Struktur des öffentlichen Raums der Mainmetropole in den letzten zehn Jahren.

Vor über einer Dekade brachte Schwarz, damals noch als Stadtverordneter, das Programm »Schöneres Frankfurt« mit 99 Projekten auf den Weg. Jetzt zog er Bilanz: Seit der Jahrtausendwende wurden von den 99 Projekten 38 abgeschlossen, an 28 weiteren wird gearbeitet und 23 Projekte haben die Stadtplaner »beratend begleitet«. Auf dem Arbeitsplan stehen die Gestaltung des Martin-Luther-Platzes, der Umbau des Buchrainplatzes und die Aufwertung des Taunustors durch die Reduzierung der Fahrspuren.

Noch stehen etliche Umbauten an

Demnächst in Angriff genommen werden von der Verwaltung die Große Friedberger Straße und die Hauptwache, gefolgt vom Bahnhofsplatz in Höchst, dem Frankensteiner Platz und der Friedberger Warte. Das Spektrum der Veränderungen reicht von der Neugestaltung der Straßen und Plätze durch Inventar wie Bänke, Beleuchtungs- und Freileitungsmasten über Fahrgastunterstände und Automaten, Stadtpläne, Papierkörbe, Sammelcontainer, Verteilerschränke und Schilder bis zur Bepflanzung mit Bäumen, Büschen oder Blumen. Die Gestaltung der Straßen- und Platzoberflächen gehört ebenso dazu wie die neuen Beleuchtungen entlang des Mainufers und der Brücken.

Trotz millionenschwerer Investitionen »liegt noch eine lange Liste mit Wünschen vor uns«, sagte Schwarz. »Aber das belegt auch den Erfolg des Programms.« Seit 1998/99 gebe es einen eigenen Haushaltsposten für die Verschönerung der Stadt. Das Stadtkapital betrug zehn Millionen Mark und wird jährlich um weiter fünf Millionen Mark aufgestockt. Seither stellten die Stadtverordneten regelmäßig mehr Geld zur Verfügung, als das Stadtplanungsamt ausgeben könne. Aus Kapazitätsgründen müsse immer eine Auswahl getroffen werden. »Dabei achten wir auf ein ausgewogenes Verhältnis zwischen der Innenstadt und den Stadtteilen«, betonte der Stadtrat.

Er und Dieter von Lüpke, der Leiter des Stadtplanungsamtes, sprachen sich bei der Ausstellungseröffnung für eine zurückhaltende Gestaltung von Plätzen aus. Die Vorlieben von Planern und Nutzern könnten sich unterscheiden wie bei Goetheplatz und Rossmarkt zu sehen sei. Der Umbau der Platzfolge Rathenauplatz-Goetheplatz-Rossmarkt wurde »als Pflasterfläche konzipiert« und mit »Streiflicht angestrahlt«. Das 2009 fertig gestellte Projekt werde seitens der Bürger stark kritisiert, räumte Schwarz ein. Viele vermissten das Rosengärtchen in der Mitte des Dreier-Platzes. Statt der pflegeintensiven Grünfläche bevorzugten die Planer die Versiegelung mit pflegeleichten Platten.

Positiv aufgenommen worden seien dagegen die mit dem neuen Beleuchtungskonzept von Brücken und Ufern am Main einher gegangenen Veränderungen. Durch sie habe sich »das Bild Frankfurts positiv verändert«, freute sich Schwarz. An der Ausstellung lässt sich der Wandel belegen. So wurden Parkplätze zu Sitzplätzen und aus abgeschirmten Grünanlagen blühende Sommergärten. Belege hierfür sind der Willy-Brandt-Platz, der François-Mitterrand-Platz an der Mainzer Landstraße sowie das Rosengärtchen im Prüfling.

Gelungen ist die Umgestaltung nach Ansicht der Bürger auch auf dem Großen Friedberger Platz, auf dem jeden Freitag ein Wochenmarkt stattfindet.

7 Die Ausstellung »Frankfurt schafft Raum« ist bis 30. April in der Kurt-Schumacher Straße 10 (Planungsdezernat) zu sehen. Geöffnet ist sie montags bis freitags von 8.30 bis 18 Uhr. Es ist ein Begleitbuch erschienen.

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