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Nach Mutterkonzern: Jetzt auch Streik bei Lufthansa-Tochter Eurowings

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Von: Alina Schröder

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Gescheiterte Tarifverhandlungen: Bei der Lufthansa-Tochter droht ein Streik.
Gescheiterte Tarifverhandlungen: Bei der Lufthansa-Tochter Eurowings droht ein Streik. © Arnulf Hettrich/Imago

Jetzt soll auch bei der Lufthansa-Tochter Eurowings gestreikt werden. Die Gewerkschaft Vereinigung Cockpit (VC) bedauere die Einschränkung für Fluggäste.

Frankfurt – Nach dem großen Lufthansa-Streik sollen nun auch Pilotinnen und Piloten der Fluggesellschaft Eurowings die Arbeit niederlegen. Die Gewerkschaft Vereinigung Cockpit (VC) hat die Lufthansa-Tochter für Donnerstag zum Streik aufgerufen.

Der Ausstand soll um Mitternacht beginnen und 23.59 Uhr enden. VC begründete den Aufruf zum Arbeitskampf am Dienstagabend mit „gescheiterten“ Verhandlungen über den Manteltarifvertrag bei Eurowings. Insgesamt zehn Verhandlungsrunden hätten „zu keiner nennenswerten Annäherung geführt“.

Streik bei Lufthansa-Tochter Eurowings: Gewerkschaft begründet Aufruf

Demnach besteht der Manteltarifvertrag seit 2015 „ohne Anpassungen“. Seitdem sei die Arbeitsbelastung „erheblich gestiegen“, argumentierte VC. Die Gewerkschaft fordert eine Entlastung der Beschäftigten - etwa durch die Reduzierung der maximalen Flugdienstzeiten und die Erhöhung der Ruhezeiten.

Dem Eurowings-Management warf die Gewerkschaft „mangelndes Entgegenkommen“ und fehlenden Lösungswillen vor, daher bleibe keine andere Wahl als der Streikaufruf. „Wir bedauern die Einschränkungen für die Fluggäste“, erklärte die Gewerkschaft.

Anfang September hatte bereits ein Pilotenstreik beim Mutterkonzern den Flugbetrieb der Lufthansa fast vollständig lahmgelegt. Dabei ging es um Lohnforderungen der VC. Flüge von Eurowings waren damals nicht betroffen. Die Lufthansa-Tochter verkündete jedoch vor Kurzem, Flüge im Winter unter anderem ab Frankfurt zu streichen. (asc/afp)

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