Er machte einen gravierenden Fehler

Lotto: Mann (71) aus Frankfurt hat sechs Richtige - und geht trotzdem leer aus

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Sechs Richtige im Lotto - dieses Kunststück ist Rainer Henning (71) aus Frankfurt gelungen. Doch Geld bekommt er keines - er machte einen entscheidenden Fehler.

  • Er hat sechs Richtige im Lotto - und trotzdem bekommt ein 71-Jähriger kein Geld.
  • Diese kuriose Geschichte ist Rainer Henning in Frankfurt am Main passiert.
  • Ein folgenschwerer Fehler ist schuld daran, dass er keinen Cent sieht.

71-Jähriger im Lotto-Pech: Er hat sechs Richtige – bekommt aber kein Geld

Frankfurt - Im Kiosk von Rainer Henning ist heute mehr los als sonst. Das Radio war schon da - und das Fernsehen, berichtet der 71-Jährige. „Die rennen mir die Bude ein.“ Sie alle wollen den Pechvogel sprechen, der sechs Richtige im Lott o hatte und keinen Cent davon zu sehen bekam. Schon seit mehreren Jahren versucht Henning mit sogenannten Systemscheinen sein Glück. Bei solchen Scheinen liegen die Gewinnchancen höher, weil mehr Zahlen getippt werden können, man teilt sich den Gewinn aber auch. Der Gewinn, an dem Henning beteiligt war, lag bei 3,2 Millionen, das hätte 24.000 Euro für ihn bedeutet.

Natürlich habe er sich wahnsinnig gefreut, konnte es erst nicht glauben und dann die ganze Nacht nicht schlafen, sagt der Bad Homburger. Seinem Sohn kaufte er am nächsten Tag die größten Rubbellose, die es gibt, die diamantenen für 20 Euro, insgesamt 29, für jedes Lebensjahr eins. „Das teuerste Geschenk, was der Junge je bekommen hatte“, erzählt Henning. 

Lotto-Pech in Frankfurt: Nur der Einsatz wurde dem Mann erstattet

Dann kam ein Schreiben von Lotto, laut Glücksspielstaatsvertrag gilt der Gewinn nicht, weil er als Mitarbeiter den Schein in seinem Laden einlöste. Die Begründung für den Ausschluss: damit man nicht spielsüchtig werde. Sein Einsatz von 36,25 Euro wurde ihm zurückerstattet. „Da war die Laune bei uns allen erstmal im Keller“, sagt Henning, während er die Kunden bedient.

Seine Frau, der der Laden gehört, sei stocksauer. „Sie meinte, das ich doch hätte wissen müssen, dass es nicht erlaubt ist. Aber ich wusste es nicht.“ Sonst hätte er es ja nicht gemacht. Denn durch die Kundenkarte lässt sich nachvollziehen, wer spielt. Und er ärgere sich natürlich genauso.

Aber das Geld sei ja nicht verloren. Nicht wie damals, als Trickdiebe ihn um 1.900 Euro erleichtert hätten. Aber dass er oft Pech habe, würde Henning nicht unbedingt bestätigen. Noch schlimmer wäre es doch gewesen, wenn er 90 Millionen gewonnen hätte, wie sie im Moment beim Euro Jackpot zu holen seien.

Lotto-Pech in Frankfurt: Jetzt droht dem Mann auch noch eine Kündigung

Einen großen Wunsch wollte er sich mit seinem Geld gar nicht erfüllen, einfach nur seine Rente aufbessern. Denn den Kiosk im Grüneburgweg will er in zwei Jahren verkaufen.

Volltreffer: 2,3 Millionen Euro-Gewinn im Lotto - doch die Sache hat einen Haken

Heute habe er zudem eine Abmahnung bekommen, sagt Henning und zeigt einen Brief von Lotto. Die haben festgestellt, dass er schon mehrmals „an dem Glücksspielangebot in der Verkaufsstelle“ teilgenommen habe und verbieten das nun. Falls nicht, könne es zu einer fristlosen Kündigung des Vertrags führen. Doch die Einnahmen brauchen die Hennings. Rund 50 Prozent ihres Umsatzes machen sie mit den Lottospielern.

Lotto-Pech in Frankfurt: Mann bekommt kein Geld - Gesprächsthema Nummer eins im Kiosk

Der Doch-Nicht-Gewinn ist natürlich Gesprächsthema Nummer eins im Kiosk. Viele Kunden kommentieren das Unglück, „also mir wär das nicht passiert“, witzelt ein Mann. Ein anderer: „Es sieht so aus, als hätten sie kein Glück gehabt.“

Und will er weiter spielen? Natürlich, sagt Henning, eben in anderen Geschäften. „Ich glaube ganz fest, dass ich nochmal gewinne.“ Allerdings nicht, in dem er mehr spiele. Er sehe häufig Kunden, die mehrere 1000 Euro ausgeben und trotzdem nicht zum Millionär werden.

Judith Köneke

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