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Eine Frau will in Hanau einen Mann zur Hochzeit zwingen. Ihr Motiv ist hinterhältig.

Vorfall in Hanau

Frau will Mann zur Hochzeit zwingen - mit hinterhältigem Motiv

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In Hanau will eine Frau einen Mann zwingen, sie zu heiraten. Ihr Motiv ist hinterhältig.

Hanau - Eine Pflegerin einer Tagespflegeeinrichtung soll ältere und demente Männer zur Hochzeit gedrängt haben. Bei einem 91-jährigen Mann aus Hanau konnte die Hochzeit gerade noch verhindert werden, da seine Nichte rechtzeitig über die Pläne informiert wurde. 

Das Testament war zu dem Zeitpunkt schon zugunsten der Pflegerin geändert. Doch obwohl bei der Kriminalpolizei Anzeige erstattet wurde, ist die Frau noch auf freiem Fuß. Das Ermittlungsverfahren eingestellt, weil kein Schaden entstanden ist. Die Betreuungsgruppe wurde nach dem Vorfall zugemacht. 

Hanau: Pflegerin soll Männer zur Hochzeit gezwungen haben

Über diesen Vorfall aus Hanau berichtet der "Hanauer Anzeiger". Die Informationen dazu kommen von Jasmine Rosin aus dem Stadtteil Großauheim. Ihr Onkel war einer der Männer, der die erwähnte Tagespflegeeinrichtung an einigen Tagen in der Woche besuchte. 

Eines Tages soll er in Hanau nach Hause gekommen sein und erzählte, dass er jetzt die Pflegerin Christa heiraten wollte. Einige Jahrzehnte jünger soll die Pflegerin sein. Rosin verhinderte die Hochzeit ihres Onkels. Als sie später erfährt, dass die Pflegerin Christa einen anderen, 91 Jahre alten Mann, heiraten wolle, schaltet sie schließlich die Behörden ein. „Da habe ich bei der Kriminalpolizei angerufen und Anzeige erstattet“, erzählt Rosin aus Hanau. Im Februar sei das gewesen. Die Staatsanwaltschaft habe daraufhin ein Ermittlungsverfahren eingeleitet.

Hanau: Ermittlungsverfahren eingestellt - "Ich will die Leute warnen"

Doch da die Nichte des 91-Jährigen die Hochzeit noch rechtzeitig stoppen konnte und der Mann noch lebt, gibt es für die beteiligten Personen keine Folgen. „Solange der Testierende noch lebt, tritt keine Veränderung im Bestand seines Vermögens ein“, zitiert die Zeitung aus Hanau ein Schreiben der Staatsanwaltschaft. 

„Ich will die Leute warnen“, sagt Rosin aus Hanau. Menschen, die demente Angehörige in eine Betreuung geben, sollten sich gegen solche Situationen absichern. Zur eigenen Entlastung habe sie den Onkel in die betreute Gruppe in einem Privathaus in Erlensee gebracht. Ihm habe es dort gut gefallen, weshalb er die Situation nicht als Problem wahrgenommen habe. Sie jedoch schon und das glücklicherweise noch rechtzeitig. 

svw

Bei einem anderen Fall wird die Polizei in Hanau zu Hilfe gerufen. Im Stadtteil Steinheim durchsucht sie ein Wohnhaus – und erzielt so einen Ermittlungserfolg. 

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