»Gut gerüstet für Exzellenzinitiative«

Frankfurt (pm/ach). Die Goethe-Universität hat im vergangenen Jahr trotz der Wirtschaftskrise 137,1 Millionen Euro an Drittmitteln eingeworben und damit ihr Vorjahresergebnis von 120 Millionen Euro noch einmal um 14 Prozent gesteigert, wie es in einer Pressemitteilung vom Mittwoch heißt.

Frankfurt (pm/ach). Die Goethe-Universität hat im vergangenen Jahr trotz der Wirtschaftskrise 137,1 Millionen Euro an Drittmitteln eingeworben und damit ihr Vorjahresergebnis von 120 Millionen Euro noch einmal um 14 Prozent gesteigert, wie es in einer Pressemitteilung vom Mittwoch heißt. Damit erreiche die Stiftungs-Uni gemessen an ihrem Landeszuschuss von 317 Millionen Euro einen Drittmittelanteil von über 40 Prozent am Gesamtbudget. Auch die Spendeneinwerbung entwickelte sich nach Angaben der Hochschule erfreulich: Nach 8,3 Millionen Euro im Vorjahr seien fast 10,2 Millionen Euro an privaten Zuwendungen geflossen, auch das sei eine nennenswerte Steigerung.

Universitätspräsident Professor Werner Müller-Esterl sieht angesichts dieser Zahlen die Stiftungs-Uni auf einem sehr guten Weg: »Mit einem solchen Ergebnis hätte ich im Vorjahr nicht zu rechnen gewagt.« In einem insgesamt stagnierenden Umfeld habe sich die Goethe-Uni sehr gut entwickelt und ihr Durchsetzungsvermögen im Wettbewerb mit den besten deutschen Hochschulen unter Beweis gestellt.

Müller-Esterl betonte, dass die eingeworbenen Drittmittel auch Indikator für eine weiter steigende, wissenschaftliche Güte der größten hessischen Uni seien: Die zahlreichen neuen Beratungsangebote für Wissenschaftler, die Aktivitäten zur Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses, eine offensivere Berufungspolitik und vor allem die mit Millionensummen geförderten internen Wettbewerbe zeigten nun Wirkungen.

Der größte Anteil an Zuwendungen im Drittmittelbereich komme von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG), nämlich 54,7 Millionen Euro. Zum Vergleich: 2004 hatte der DFG-Anteil noch bei 22,9 Millionen Euro gelegen.

»Damit sind wir für die nun beginnende nächste Runde der Exzellenzinitiative gut gerüstet«, sagte der Präsident und stellte eine weitere Steigerung in Aussicht: »Unser Drittmittelpotenzial ist bei weitem noch nicht ausgereizt«, erklärte Müller-Esterl

Als Drittmittel bezeichnet man im Wissenschaftsbetrieb jene Anteile an der Finanzierung von konkreten Forschungsvorhaben, die nicht aus dem Etat der vom zuständigen Ministerium für die Hochschulen bereitgestellten Mittel stammen (diese Mittel sind dann die Erstmittel). Drittmittel stammen oft aus öffentlichen Forschungsförderungen bestimmter Projekte, wie etwa der DFG, dem Bundesministerium für Bildung und Forschung oder dem Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie, nicht selten aber auch aus der Privatwirtschaft.

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