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Gesprengter Geldautomat: Polizei hat erste Hinweise zu den Tätern

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Von: Florian Dörr

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Zum zweiten Mal innerhalb eines Jahres wird eine VR-Bankfiliale in Gründau zum Ziel von Automatensprengern. Nun hat die Polizei erste Informationen zu den Tätern veröffentlicht.

Update vom Mittwoch, 28. September, 20.05 Uhr: Knapp 24 Stunden nach der Sprengung des Geldautomaten in Gründau-Rothenbergen (Main-Kinzig-Kreis) hat das Polizeipräsidium Südosthessen erste Informationen zu den Tätern bekannt gegeben. Laut Polizei sahen Zeugen zwei Männer, die Stirnlampen trugen und von denen einer mit einem grünen Oberteil bekleidet war, in einer schwarzen Limousine flüchten.

Der Geldautomat und der Baustellencontainer, in dem der Automat aufgrund von Umbauarbeiten stand, wurden bei der Explosion vollständig zerstört. Die Höhe des Schadens schätzen die Beamten auf 80.000 Euro. Die Kriminalpolizei Hanau bittet unter der Rufnummer 06181 100-123 um weitere Hinweise.

Heftiger Knall: Geldautomat explodiert - Es war nur Ersatz für einen bereits gesprengten

Erstmeldung vom Mittwoch, 28. September, 10.25 Uhr: Gründau - Eine starke Explosion hat in der Nacht zum Mittwoch (28. September) Gründau-Rothenbergen (Main-Kinzig-Kreis) erschüttert. Hier wurde ein Geldautomat gesprengt, der vorübergehend in einem Container seitlich der sanierungsbedürftigen VR-Bankfiliale untergebracht war. Der laute Knall war nach Angaben der Reporter von 5vision.media gegen 2 Uhr zu hören.

Die Polizei war mit einem Großaufgebot im Einsatz, um die Automatensprenger zu fassen. Auch die Feuerwehr musste anrücken, um eine Gefahr des zuvor gesprengten Geldautomaten auszuschließen - zu einem Feuer kam es nicht. Einsatzkräfte fanden dann den völlig zersprengten Container vor. Die Trümmerteile flogen mehrere Meter durch die Luft. Vermutlich wurde auch ein geparktes Fahrzeug durch die Explosion beschädigt.

Explosion in Gründau: Geldautomat gesprengt - Polizei im Großeinsatz

Die Höhe der Beute ist jedoch noch Gegenstand der polizeilichen Ermittlungen. Eine sofort eingeleitete Großfahndung blieb bislang erfolglos. Noch in der Nacht fanden umfangreiche Spurensicherungsmaßnahmen statt. Das Landeskriminalamt aus Wiesbaden war ebenfalls vor Ort.

Gegen 2 Uhr in der Nacht zum Mittwoch (28. September) kam es im Bereich der Filiale in Gründau-Rothenbergen zu einer heftigen Explosion.
Gegen 2 Uhr in der Nacht zum Mittwoch (28. September) kam es im Bereich der Filiale in Gründau-Rothenbergen zu einer heftigen Explosion. © 5vision.media

Besonders dreist: Der VR-Geldautomat war eigentlich nur ein Provisorium: Denn bereits vor einem Jahr hatten Automatensprenger die Filiale schon einmal in Angriff genommen. Bei der damaligen Explosion entstand ein Sachschaden in Höhe von 150.000 Euro. In einem außenstehenden Container wurde dann vorübergehend eine Ersatz-Filiale mit einem Geldautomaten und einem Kontoauszugsdrucker eingerichtet. Dieser ist nun ebenfalls Geschichte. (fd)

Immer wieder werden im Rhein-Main-Gebiet Geldautomaten gesprengt. Der nun doppelt betroffene VR-Standort war nicht der einzige in Gründau.

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