Coronavirus - Frankfurt am Main
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Treffen auf dem Friedberger Platz im Frankfurter Nordend sind am Freitagabend nicht ausdrücklich untersagt. Die Polizei beobachtet die Einhaltung von Corona-Regeln.

Frankfurter Nordend

Nach Corona-Verstößen: Treffen auf Friedberger Platz wieder erlaubt

  • Christoph Manus
    vonChristoph Manus
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Treffen auf dem Friedberger Platz im Nordend sind am Freitagabend nicht ausdrücklich untersagt. Die Polizei will aber beobachten, ob die Corona-Auflagen eingehalten werden.

  • Der Friedberger Platz im Frankfurter Nordend ist am Wochenende ein beliebter Treffpunkt
  • In den vergangenen Wochen kam es dort vermehrt zu Verstößen gegen die Corona-Regeln 
  • Am Freitagabend hat die Stadt Frankfurt Treffen vorerst wieder erlaubt

Frankfurt - Anders als vergangenen Freitag werden sich heute Abend wieder Leute auf dem Friedberger Platz im Nordend treffen und etwas trinken können. Die Stadt Frankfurt sieht von einer erneuten Sperrung des beliebten Treffpunkts zunächst ab. 

Vergangene Woche hatte sie den Zugang zur dortigen Grünfläche und den angrenzenden Mauern verboten*. Damit hatte sie darauf reagiert, dass sich an den Wochenenden zuvor laut Stadt viele Menschen nicht an die in Corona-Zeiten geltenden Regeln zum Infektionsschutz gehalten hatten.

Friedberger Platz in Frankfurt: Nach Sperrung sind Treffen wieder erlaubt

Die Stadtpolizei werde die Situation auf dem Friedberger Platz beobachten, sagte Karin Müller, die neue Leiterin des Frankfurter Ordnungsamts, nach der Sitzung des Rechtsausschusses im Römer auf Anfrage. Komme es dort am Abend erneut zu Verstößen gegen die Corona-Abstandsregeln und reagierten die Besucher uneinsichtig auf Aufforderung der Stadtpolizei, gebe es keine andere Möglichkeit, als die Treffen zu beenden.

Ordnungsdezernent Markus Frank (CDU) hatte zuvor im Ausschuss von der großen Herausforderung gesprochen, vor der die Corona-Krise die Polizei Frankfurt stelle. Diese sei schwerpunktmäßig auf den großen Plätzen der Stadt unterwegs, um den dort Anwesenden klar zu machen, was geht – und was in Corona-Zeiten nicht gehe. Und komme dabei an Kapazitätsgrenzen.

Frankfurt: Polizei beobachtet Situation auf dem Friedberger Platz

Frank, Personaldezernent Stefan Majer (Grüne) und der unter anderem für Bau, Liegenschaften und die IT zuständige Stadtrat Jan Schneider (CDU) lobten, mit welchem Engagement die Beschäftigten der Stadt in der Krise gearbeitet hätten. Schneider berichtete etwa von den großen Aufgaben, vor die die massive Ausweitung von Homeoffice in der Stadtverwaltung das Amt für Informations- und Telekommunikationstechnik gestellt habe. 

Um dieses zu ermöglichen habe die Stadt allein in diesem Bereich 1,6 Millionen Euro in zusätzliche Technik investiert – in Zugänge ins System, Endgeräte, 60 zusätzliche virtuelle Server, den Ausbau der Telefonanlage und der Möglichkeit zu Videochats. Diese habe man so erweitert, dass nun statt 60 bis zu 1000 Beschäftigte gleichzeitig dieses Kommunikationsystem nutzen könnten.

Auf dem Friedberger Platz in Frankfurt gab es viele Corona-Verstöße

Mehrere Tausend der fast 14.000 Beschäftigten der Stadtverwaltung hätten zu Beginn des Lockdowns im Homeoffice gearbeitet, berichtete der Leiter des Personal- und Organisationsamts, Rainer Korn. Seit dem 3. Mai sei die Zahl der Mitarbeiter, die von zu Hause statt im Büro arbeiten, dann wieder sukzessive gesunken. Die für das Arbeiten von zu Hause in der Corona-Krise getroffenen Regelungen und Erfahrungen trügen dazu bei, diese Möglichkeit flächendeckend zu schaffen.

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