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Bahnverkehr in Frankfurt im Wandel: Bahnhof muss dran glauben

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Von: Florian Dörr

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In Frankfurt sind massive Umbauarbeiten im Bahnverkehr geplant. Ein ganzes Bahnhofsgebäude muss weichen.

Frankfurt - Der Bahnverkehr in Frankfurt wird im großen Stil umgestaltet. Ein Projekt in diesem Zusammenhang ist der Knoten Frankfurt-Stadion. Das Ziel: Engpässe sollen beseitigt werden. Künftig werden nach Angaben der Bahn der Fern- und Regionalverkehr sowie S-Bahnen getrennt voneinander fahren können. Bedeutet: Stockt es auf der einen Linie, kann der Verkehr auf der anderen weiter fließen.

Bereits seit einiger Zeit laufen die Vorbereitungen für das Mega-Projekt zwischen dem Hauptbahnhof Frankfurt und dem Stadion. Einige Punkte wurden bereits abgearbeitet. Nun geht es in Niederrad zur Sache. Denn am 15. September startet die Bahn mit dem Abbruch des ehemaligen Empfangsgebäudes des alten Bahnhofs Niederrad.

„Lärmbeeinträchtigungen werden sich dabei nicht ganz vermeiden lassen, sollen aber so gering wie möglich ausfallen“, kündigt die Deutsche Bahn (DB) an. Zum Schutz gegen Staub oder andere Verschmutzungen soll das Abbruchmaterial konstant bewässert werden. Die frei werdende Fläche wird anschließend für die Montage der neuen dritten Mainbrücke genutzt. Die Entkernung des Bauwerks läuft bereits seit einigen Tagen.

Bahn: Alter Bahnhof Niederrad in Frankfurt wird abgerissen

Doch auch für Bahnfahrgäste, die Frankfurt-Niederrad eigentlich nur passieren möchten, sind die nun anstehenden Arbeiten für den Knoten Frankfurt-Stadion womöglich folgenreich: „Für die eigentlichen Arbeiten an der bis 1979 genutzten Bahnhofsanlage müssen die benachbarten Bahngleise in der Zeit vom 15. bis 19. September gesperrt werden. Daher ist in dieser Zeit mit Änderungen und Ausfällen im S-Bahn-Verkehr zu rechnen“, heißt es bei der DB.

Bahnverkehr in Frankfurt: Arbeiten in Niederrad für Knoten Frankfurt-Stadion

Mit dem Abriss des alten Bahnhofs Niederrad ist es mit den Arbeiten für den Knoten Frankfurt-Stadion freilich nicht getan. Ab Anfang Oktober führt die Bahn Vegetationsarbeiten in Niederrad durch. Diese sind laut dem Unternehmen abgestimmt und genehmigt, sämtliche Rückschnitte sollen durch „umfangreiche Naturschutzmaßnahmen“ ausgeglichen werden.

Bahngleise
Künftig sollen Fern- und Regionalverkehr sowie S-Bahnen zwischen Hauptbahnhof und Stadion getrennt voneinander verkehren. (Symbolbild) © Lukas Schulze/dpa/Symbolbild

Was bedeuten die Vegetationsarbeiten konkret? Entfernt wird das Gehölz nördlich und südlich der Eisenbahnüberführung Adolf-Miersch-Straße, um Baustelleneinrichtungsflächen und später Versickerungsanlagen anlegen zu können. Auch die dortige Kleingartensiedlung wird in Teilen zurückgebaut.

Im späteren Verlauf machen die Fachkräfte das Baufeld im Bereich des Stadion-Parkplatzes „Gleisdreieck“ frei. Dort wird Platz geschaffen, um das zukünftige Kreuzungsbauwerk vormontieren zu können. Die Vegetationsarbeiten sind laut Plan spätestens Ende Februar 2023 zum Start der Brutzeit beendet. (fd)

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