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Frankfurterin bei internationaler Miss-Wahl: „Die Leute sind immer überrascht, dass ich studiert habe“

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Von: Niklas Hecht

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Tuba Sahinova aus Frankfurt belegte bei der diesjährigen Miss-Universe-Wahl den zweiten Platz.
Tuba Sahinova aus Frankfurt belegte bei der diesjährigen Miss-Universe-Wahl den zweiten Platz. © epikphotovideo

Sie hat in Wiesbaden Abitur gemacht und in Marburg Jura studiert. Tuba Sahinova aus Frankfurt wurde bei der diesjährigen Wahl zur „Ms Universe“ Zweite.

Frankfurt - Wenn sich Tuba Sahinova an die Wahl zur „Miss Universe“ erinnert, fallen ihr als Erstes ihre schmerzenden Füße ein. Acht Tage lang sei sie nur in High Heels herumgelaufen. Die 34-jährige Frankfurterin belegte bei dem renommierten internationalen Schönheitswettbewerb im August dieses Jahres in Miami den zweiten Platz. Anstrengend sei die Finalwoche gewesen. Jeden Tag habe es mehrere Shootings gegeben und die ganze Zeit habe eine Kamera alles mitgefilmt. „Und wenn die Kameraleute sagten ‚bitte lächeln´, dann mussten wir lächeln.“ Dennoch erzählt Sahinova gut gelaunt von der Miss-Wahl. Für die 34-Jährige bedeutet sie den nächsten Schritt in ihrer Modelkarriere.

Sahinova wurde als Kind türkischstämmiger Eltern in Bad Schwalbach im Rheingau-Taunus-Kreis geboren. Ihr Großvater war in den 60er-Jahren als Lehrer für türkische Gastarbeiterkinder nach Deutschland gekommen und unterrichtete an einer deutschen Schule. Die 34-Jährige machte in Wiesbaden Abitur und studierte an der Philipps-Universität Marburg Jura. Anschließend absolvierte sie ein Gerichtspraktikum und arbeitete als Rechtsberaterin in einer Frankfurter Anwaltskanzlei. Ihr akademischer Hintergrund sorgt bei Sahinovas Modeljobs immer wieder für Verwunderung. „Die Leute sind immer überrascht, dass ich studiert und in einer Anwaltskanzlei gearbeitet habe. Aber genau dieser Widerspruch gefällt mir. Ich möchte Klischees durchbrechen.“

Tuba Sahinova inmitten der anderen Kandidatinnen.
Tuba Sahinova inmitten der anderen Kandidatinnen. © Bob Friedman Photography

Frankfurterin bei „Miss Universe“-Wahl: Mode und Reisen mit dem Modeln verbinden

Schon nach dem Abitur während eines viermonatigen Auslandsaufenthaltes in Dubai entdeckte die Frankfurterin ihr Interesse an fremden Ländern. Dort kam sie durch Bekannte auch das erste Mal mit der Welt der Mode in Berührung - auf der dortigen Fashion Week. Vor einigen Jahren entschied sich die studierte Juristin schließlich, den sicheren Job in der Kanzlei aufzugeben, um als freiberufliches Model ihre Vorlieben für Mode und Reisen zu verbinden. Kontakte seien alles im Modelbusiness, erklärt die 34-Jährige.

Um ihre Bekanntheit zu steigern, nahm Sahinova deshalb vergangenes Jahr bei der Wahl zur „Misses Deutschland“ als Vertreterin des Rheingau-Taunus-Kreises teil, bei der sie ebenfalls den zweiten Platz belegte. Während es bei der „Miss Germany“-Wahl eine Altersgrenze bis 28 Jahre gibt, können an der Wahl zur „Misses Germany“ Frauen im Alter von 28 bis 50 teilnehmen.

Frankfurterin Sahinova: „Eine Miss, die nicht lächelt, gewinnt nicht“

Mit dem zweiten Platz bei der Wahl zur „Miss Universe“, zu der sie sich separat beworben hatte, setzte die Frankfurterin jetzt noch einen obendrauf. Ein Jahr ist sie nun verpflichtet, bei offiziellen Anlässen die Schärpe des Wettbewerbs zu tragen. Der kontaktfreudigen 34-Jährigen macht dies keineswegs etwas aus, im Gegenteil, sie genießt die Aufmerksamkeit. Im November wird Sahinova, die für ein Shooting derzeit in der Türkei weilt, wieder nach Miami reisen, um mit der namhaften Modelagentur Elite Model Management über ein Engagement zu verhandeln. Und sollten ihr dann vor lauter High-Heels-Tragen wieder die Füße wehtun, wird sie trotzdem lächeln, denn: „Eine Miss, die nicht lächelt, gewinnt nicht.“ (Niklas Hecht)

Eine weitere junge Frankfurterin, die in der Welt der Mode zu Hause ist, ist die 22-jährige Influencerin Caroline Nest. Sie verkauft in ihrem neuen Shop im MyZeil selbstentworfene Mode. Ihr Vater unterstützt sie dabei.

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