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Halbe Million Euro Schaden: Offenbar Anklage gegen Oberstaatsanwalt Alexander B. erhoben

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Von: Lucas Maier

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Korruptionsaffäre bei der Frankfurter Generalstaatsanwaltschaft: Jetzt soll die Staatsanwaltschaft gegen Oberstaatsanwalt Alexander B. Anklage erhoben haben. 
Korruptionsaffäre bei der Frankfurter Generalstaatsanwaltschaft: Jetzt soll die Staatsanwaltschaft gegen Oberstaatsanwalt Alexander B. Anklage erhoben haben. (Archiv) © Arne Dedert/dpa

Wegen Korruption wird In Frankfurt gegen einen Oberstaatsanwalt ermittelt. Jetzt soll die Anklage erfolgt sein. 

Frankfurt – Bereits 2020 ist bekannt geworden, dass die Staatsanwaltschaft Frankfurt gegen den Oberstaatsanwalt Alexander B. ermittelt. Eine Anklage stand bis zuletzt jedoch noch aus. Jetzt soll die Staatsanwaltschaft ebendiese Anklage erhoben haben, wie die Frankfurter Allgemeine Zeitung berichtet. Offiziell bestätigt wurde das von der Frankfurter Staatsanwaltschaft bisher jedoch nicht.

Dem Land Hessen soll durch die Korruption des Alexander B., alleine im Zeitraum von August 2015 bis Juli 2020, ein Schaden von mindestens 558.000 Euro entstanden sein. B. muss sich unter anderem den Vorwürfen stellen, Aufträge für Gutachten an die Firma eines Freundes übertragen zu haben. Der hessische Landtag hat die Zentralstelle für Medizinwirtschaftsrecht bereits geschlossen. Dort war B. in leitender Funktion tätig.

Anklage in Frankfurt: Alexander B. soll auch Steuern hinterzogen haben

Bereits im Januar 2020 begann die „Neue Zentrale Staatsanwaltschaft für Medizinwirtschaftsstrafrecht“ ihre Arbeit. Mittlerweile ist diese nicht mehr in Frankfurt, sondern in Fulda angesiedelt.

Vorwürfe im Ermittlungsverfahren gegen Alexander B. (seit 2019)
Gewerbsmäßige, schwere Bestechlichkeit in 101 Fällen
Untreue in 55 Fällen
Steuerhinterziehung in neun Fällen

Alexander B. soll die Firma seines Freundes auch mit Tätigkeiten betraut haben, die „unter keinen Umständen durch private Dienstleister gegen Vergütung erledigt werden dürfen“, so die Mitteilung der Staatsanwaltschaft Frankfurt vom Januar. Im Fall des Vorwurfs der Steuerhinterziehung beläuft sich der Betrag auf 165.000 Euro. Neben Schmiergeldzahlungen, soll es hier auch um Mieteinnahmen gehen, heißt es. (Lucas Maier)

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