Erste Zahnarztpraxis für Obdachlose eröffnet

Frankfurt (ddp-hes). Die landesweit erste Zahnarztpraxis für Obdachlose hat am Dienstag eröffnet. Zweimal pro Woche könnten sich wohnungslose und mittellose Patienten dort künftig kostenlos behandeln lassen, sagte der Direktor der Frankfurter Caritas, Hartmut Fritz.

Bislang arbeiten den Angaben zufolge 20 Zahnärzte ehrenamtlich in der Praxis. Das Projekt wird finanziert durch die Caritas, die Stadt und Spender. Die Einrichtung der Zahnarztpraxis hat bisher etwa 70 000 Euro gekostet.

Projektleiterin Agnes d’Albon sagte, Ziel sei es, auch Menschen ohne Geld »eine ganz normale Behandlung« bieten zu können. Die ersten Patienten seien gestern Morgen sehr zufrieden gewesen, weil sie nach der Behandlung keine Zahnschmerzen mehr gehabt hätten. »Wir wollen jeden so behandeln, wie er es braucht, damit er seine Zähne behalten kann.« sagte d’Albon.

Sozialdezernentin Daniela Birkenfeld lobte die Bemühungen der Caritas. »Gerade für Menschen, die auf der Straße leben, die keine Möglichkeit haben, zum Zahnarzt zu gehen, ist es besonders wichtig, eine Anlaufstelle zu haben«, sagte Birkenfeld. Mit diesem Projekt werde »eine Lücke« geschlossen.

In der Zahnarztpraxis werden jedoch auch Patienten behandelt, die eine Krankenversicherung haben. Die Kassenärztliche Vereinigung Hessen will die Einnahmen durch die Behandlung eigenen Angaben zufolge dem Projekt zur Verfügung stellen.

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