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Polizei macht erschreckenden Fund in Wohnung

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Von: Florian Dörr

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Die Polizei wird in ein Haus in Mörfelden-Walldorf gerufen. Für eine 55-Jährige könnte der Fall deutliche Konsequenzen haben.

Mörfelden-Walldorf - Ein beißender Gestank ist der Polizei am Donnerstag (19. Mai) aus einem Mehrfamilienhaus in Mörfelden-Walldorf gemeldet worden. Bereits vor dem Haus der Dieselstraße war der Geruch mehr als deutlich zu vernehmen, wie die Polizei mitteilt. Nicht nur das: Im Haus, vor einer Wohnung im Dachgeschoss, tummelten sich zudem unzählige Fliegen.

Was sich hinter der Tür befand, das ließ das Veterinäramt aktiv werden: Denn wie sich herausstellte, lebten in einer Dreizimmerwohnung mehr als 90 freilaufende Hasen aller Altersklassen. Die zum Teil abgemagerten Tiere haben nach erster Inaugenscheinnahme der Ärztin vom Veterinärsamt unterschiedliche Gesundheitszustände oder sind verletzt.

Mörfelden-Walldorf: Ermittlungen gegen 55-Jährige wegen Verstoß gegen Tierschutzgesetz

Traurig: Die 55-jährige Wohnungsinhaberin und Halterin der Hasen aus Mörfelden-Walldorf hatte offensichtlich die Kontrolle über die Situation verloren. Eine artgerechte Haltung der Tiere schien sie heillos zu überfordern.

Die Polizei musste gemeinsam mit Helfern von Veterinäramt und Tierheim rund 90 Hasen in Mörfelden-Walldorf einsammeln. (Symbolbild)
Die Polizei musste gemeinsam mit Helfern von Veterinäramt und Tierheim rund 90 Hasen in Mörfelden-Walldorf einsammeln. (Symbolbild) © Philipp von Ditfurth/dpa

Das Veterinärsamt konnte zusammen mit Mitarbeitern des Tierheimes und mit Unterstützung von zwei Polizeistreifen die Hasen einsammeln und sicher unterbringen. Gegen die Halterin aus Mörfelden-Walldorf wird jetzt ein Ermittlungsverfahren wegen des Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz eingeleitet. (fd)

Aus vermeintlicher Tierliebe halten sie Dutzende Hunde, Katzen, Nager oder Vögel - ohne angemessene Versorgung bis zur völligen Verwahrlosung: „Tiersammler”. Oft brauchen sie selbst Hilfe.

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