Eine grüne Sportanlage mit Geräuschkulisse

Frankfurt. Zwischen dem Neubau der Europäischen Zentralbank und dem Osthafen wurden noch vor wenigen Jahren Autos geschreddert. Seit gut einem Jahr wächst an der Kreuzung von Mainuferpromenade und Grün-Gürtel jedoch eine Anlage mit einzigartigen Sport- und Spielstationen.

Bis Herbst 2013 soll der rund acht Millionen Euro teure Hafenpark ganz fertig sein – Stück für Stück. Am Freitag pflanzte Frankfurts scheidende Umweltdezernentin Manuela Rottmann (Grüne) an dem sonnigen Plätzchen die ersten Bäume: südeuropäische Zürgelbäume, die bis 20 Meter hoch werden und Hitze gut abkönnen.

Leise wird es auf dem fast fünf Fußballfelder großen Gelände zwischen Eisenbahn- und neuer Mainbrücke aber auch dann nicht zugehen, wenn die Arbeiten vorbei sind und die Brücke Ende August über den Fluss geschlagen wird. Ein optimales Gelände für den 20 Jahre alten Traum einer Skateanlage und für öffentliche Sportplätze, an denen sich sonst die Nachbarn stören, dachte sich die Stadt. Und entschied sich im Architektenwettbewerb für einen Entwurf des Berliner Architektenbüro Sinai.

Der Skatepark – einer der größten in Deutschland – ist schon in die Landschaft modelliert und soll bereits von November an genutzt werden können und alle Schwierigkeitsstufen bieten – »vom Anfänger bis zu den besten Skatern Europas«, wie Rottmann sagt. Auch die drei Sportplätze sind bereits erkennbar: ein Basketballfeld, ein Bolzplatz und ein mehrfach nutzbares Feld entstehen bis Sommer 2013.

Daneben sind zahlreiche Bewegungs- und Spielmöglichkeiten für alle Altersstufen geplant – vom Kleinkind bis zum Rentner. Darunter ist ein Jugendspielplatz für 12- bis 18-Jährige mit verschiedenen originellen Klettergerüsten.

Erholung soll im Hafenpark am nordöstlichen Mainufer aber trotz der Geräuschkulisse auch möglich sein: Dafür sind blühende Wiesen, Rasenflächen, eine Uferpromenade und ein Platz mit einem Café geplant, der auch für Veranstaltungen genutzt werden kann. Um mit diesem Bauabschnitt beginnen zu können, muss aber erst die neue Mainbrücke fertig werden, die derzeit noch auf dem Gelände gebaut wird.

Auf gut sechs Millionen Euro beziffert die Stadt die Kosten für die gesamte Anlage – dazu kommen rund zwei Millionen Euro für das Grundstück, das sie von den Hafenbetrieben gekauft hat. Für Rottmann, die das Amt in den nächsten Wochen an ihre Parteifreundin Rosemarie Heilig übergibt, ist der Hafenpark aber noch nicht das Ende der Planungen. So soll irgendwann auch ein grüner Verbindungsstreifen zum Ostpark geschaffen und das Flussufer in Richtung Offenbach weiter verschönert werden.

Ira Schaible, dpa

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