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Rasanter Anstieg der Corona-Fallzahlen: Weite Teile von Hessen dunkelrot

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  • Sophia Lother
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In Hessen steigen die Corona-Fallzahlen rasant an. Volker Bouffier hat drastische Einschränkungen beschlossen. Das löst Kritik aus.

  • In mehreren hessischen Kreisen steigt die Zahl der Corona-Neuinfektionen so schnell wie nie.
  • Insgesamt sind mehr als 37.000 Menschen in Hessen mit Corona infiziert – alle bisherigen Informationen zur Corona-Lage finden Sie im vorherigen News-Ticker.
  • Ministerpräsident Volker Bouffier beschließt mit den Länderchefs und der Bundeskanzlerin einen neuen Lockdown.

+++ 10.05 Uhr: In Frankfurt stößt der erneute Corona-Lockdown auf wenig Verständnis. Die ab Montag (02.11.2020) geltenden Corona-Regeln werden von vielen in Frankfurt stark kritisiert, berichtet fnp.de. Besonders die Gastronomiebetriebe sorgen sich um ihre Existenz. Ähnlich sieht es in anderen Teilen Hessens aus: Auch Gastronomen aus dem Kreis Limburg-Weilburg sind sauer wegen des zweiten Lockdowns für die Branche.

Besonders die Gastronomie in Hessen – hier auf der Zeil in Frankfurt – trifft der neue Corona-Lockdown hart.

Die aktuellen Corona-Fallzahlen für Hessen

Update vom Donnerstag, 29.10.2020, 07.17 Uhr: In Hessen steigt die Zahl der Corona-Fälle weiter rasant an. Das Robert Koch-Institut (RKI) vermeldet am Donnerstag 1.697 Neuinfektionen (29.10.2020, 0 Uhr) binnen eines Tages. Damit haben sich in Hessen bisher 37.385 Menschen mit dem Coronavirus infiziert. Seit Mittwoch gibt es 8 weitere Todesfälle. Bislang sind 637 Personen in Hessen an Covid-19 gestorben. Die bundeslandweite 7-Tage-Inzidenz liegt bei 137,01.

Am stärksten betroffen ist die Stadt Frankfurt. Laut dem RKI haben sich dort bisher 7.278 Bürger mit dem Coronavirus infiziert. In Frankfurt gibt es 96 Todesfälle. 2.499 Menschen sind im Main-Kinzig-Kreis an Corona erkrankt. Bislang gab es dort 55 Todesfälle. Das Robert-Koch-Institut vermeldet für den Landkreis Offenbach insgesamt 2.426 Corona-Fälle und 51 Tote. Die 7-Tage-Inzidenz ist in der kreisfreien Stadt Offenbach besonders hoch. Sie liegt dort bei 234,1. In Offenbach haben sich 1.286 Menschen mit dem Virus infiziert. Auf der Corona-Deutschlandkarte des RKI sind weite Teile Hessens rot oder dunkelrot eingefärbt. Ähnlich verheerend sieht es nur in Nordrhein-Westfalen und Teilen Südbayerns aus.

Corona in Hessen: Maskenpflicht an Schulen in Kassel wird ausgeweitet

+++ 17.50 Uhr: Wegen der Entwicklung der Corona-Neuinfektionen weitet Kassel nun auch die Pflicht zum Tragen einer Maske in der Schule aus. „Auch im Unterricht müssen Schülerinnen und Schüler ab der 5. Klasse sowie das Lehr- und pädagogische Personal jetzt eine Mund-Nasen-Bedeckung tragen“, erklärte die Stadt am Mittwoch (28.10.2020). Außerdem darf es keinen Sport- und Schwimmunterricht innerhalb von Gebäuden mehr geben, auch an Grundschulen. Die neue Regelung gelte ab Donnerstag (29.10.2020) bis vorerst zum 5. November.

+++ 17.20 Uhr: Ministerpräsident Volker Bouffier will am heutigen Mittwoch (28.10.2020) in einer Pressekonferenz über neue Corona-Maßnahmen in Hessen informieren. Das kündigte die Staatskanzlei Hessen an. Die Pressekonferenz startet planmäßig um 17.30 Uhr – wir berichten von den Entscheidungen im Live-Ticker.

Am Nachmittag hatte Bouffier mit Bundeskanzlerin Angela Merkel und den übrigen Ministerpräsidentinnen und -präsidenten über einen möglichen zweiten Lockdown in Deutschland beraten und diskutiert. Aus den Bundesländern gibt es Forderungen nach einem einheitlichen Bundestagsbeschluss über einen möglichen Lockdown.

Corona in Hessen - Die aktuellen Fallzahlen

+++ 15.58 Uhr: Die Zahl der Corona-Infektionen in Hessen steigt weiter vierstellig. Das hessische Sozialministerium meldet in seinem täglichen Update 1.488 Fälle mehr als noch am Vortag (Stand Mittwoch, 28.10.2020). Damit wurden seit Beginn der Pandemie 35.688 Infektionen registriert. Auch zwölf weitere Todesfälle kamen dazu. Damit liegt die Gesamtzahl der Corona-Toten nun bei 629.

Unter den Städten liegen weiter Frankfurt (216,8) und Offenbach (204,2) über dem Inzidenz-Wert von 200. Der Wert misst die Zahl der Infektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen. Dies betrifft auch den Kreis Marburg-Biedenkopf (219), wie unter anderem hna.de berichtet. In Hessen liegt laut Sozialministerium einzig der Werra-Meißner-Kreis noch unter der als kritisch geltenden Inzidenz-Grenze von 50. Die höchste Warnstufe des Landes von 75 ist demnach mit Ausnahme von sechs Kreisen erreicht.

  • Kreis Bergstraße: Infizierte 1.225, Todesfälle 8, 7-Tage-Inzidenz 95,8
  • Kreis Darmstadt-Dieburg: Infizierte 1.316, Todesfälle 23, 7-Tage-Inzidenz 98,6
  • Kreis Fulda: Infizierte 1.006, Todesfälle 17, 7-Tage-Inzidenz 114,8
  • Kreis Gießen: Infizierte 1.099, Todesfälle 6, 7-Tage-Inzidenz 122,6
  • Kreis Groß-Gerau: Infizierte 2.078, Todesfälle 27, 7-Tage-Inzidenz 147,4
  • Kreis Hersfeld-Rotenburg: Infizierte 484, Todesfälle 23, 7-Tage-Inzidenz 50,6
  • Hochtaunuskreis: Infizierte 1.095, Todesfälle 9, 7-Tage-Inzidenz 113,4
  • Kreis Kassel: Infizierte 880, Todesfälle 32, 7-Tage-Inzidenz 68,4
  • Lahn-Dill-Kreis: Infizierte 1.146, Todesfälle 24, 7-Tage-Inzidenz 132,6
  • Kreis Limburg-Weilburg: Infizierte 793, Todesfälle 7, 7-Tage-Inzidenz 101,6
  • Main-Kinzig-Kreis: Infizierte 2.416, Todesfälle 55, 7-Tage-Inzidenz 129,4
  • Main-Taunus-Kreis: Infizierte 1.456, Todesfälle 21, 7-Tage-Inzidenz 140,7
  • Kreis Marburg-Biedenkopf: Infizierte 1.383, Todesfälle 5, 7-Tage-Inzidenz 219,5
  • Odenwaldkreis: Infizierte 709, Todesfälle 65, 7-Tage-Inzidenz 160,4
  • Kreis Offenbach: Infizierte 2.309, Todesfälle 51, 7-Tage-Inzidenz 137,1
  • Rheingau-Taunus-Kreis: Infizierte 979, Todesfälle 8, 7-Tage-Inzidenz 111,6
  • Schwalm-Eder-Kreis: Infizierte 892, Todesfälle 39, 7-Tage-Inzidenz 51,2
  • Vogelsbergkreis: Infizierte 293, Todesfälle 6, 7-Tage-Inzidenz 55,9
  • Kreis Waldeck-Frankenberg: Infizierte 455, Todesfälle 5, 7-Tage-Inzidenz 64,6
  • Werra-Meißner-Kreis: Infizierte 373, Todesfälle 16, 7-Tage-Inzidenz 45,8
  • Wetteraukreis: Infizierte 1.131, Todesfälle 15, 7-Tage-Inzidenz 76,7
  • Stadt Darmstadt: Infizierte 867, Todesfälle 18, 7-Tage-Inzidenz 129,5
  • Stadt Frankfurt: Infizierte 7.067, Todesfälle 93, 7-Tage-Inzidenz 216,6
  • Stadt Kassel: Infizierte 1.115, Todesfälle 13, 7-Tage-Inzidenz 104,6
  • Stadt Offenbach: Infizierte 1.200, Todesfälle 15, 7-Tage-Inzidenz 203,7
  • Stadt Wiesbaden: Infizierte 1.921, Todesfälle 28, 7-Tage-Inzidenz 152,2

Corona-Lockdown in Hessen? Bouffier sieht „nationalen Gesundheitsnotstand“

+++ 12.58 Uhr: Die rasant steigenden Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus bereitet auch Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) Sorgen. Er bewertet die derzeitige Situation Deutschlands als „nationalen Gesundheitsnotstand“. Nicht, weil man zurzeit Menschen noch nicht versorgen könne, sagte Bouffier am Mittwoch in Wiesbaden. „Aber wenn wir nicht handeln, dann kommen wir an einen Punkt, wo wir sie nicht versorgen können.“

Das Infektionsgeschehen habe sich innerhalb einer Woche verdoppelt, sagte Bouffier. Nur mit einschneidenden Maßnahmen könne diese Entwicklung gestoppt werden. „Das tut weh, das tut mir auch weh. Aber wenn wir sie nicht treffen, dann werden wir noch viel härtere Maßnahmen treffen müssen, die noch viel länger dauern.“ Nach der Bund und Länder-Konferenz am Mittwochnachmittag will sich Bouffier bei einer Pressekonferenz äußern. Es geht um deutliche Verschärfungen der bisherigen Corona-Beschränkungen.

Corona in Hessen: RKI meldet über 1000 Neuinfektionen – Weitere Todesopfer

+++ 10.04 Uhr: Das Robert Koch-Institut (RKI) hat am Mittwoch (28.10.2020) knapp 1500 neue Infektionen mit dem Coronavirus in Hessen binnen eines Tages registriert. Im Vergleich zum Vortag stieg die Zahl der Infektionen um 1488 (Stand 00.00 Uhr) auf jetzt insgesamt 35.688 seit Beginn der Pandemie. Zwölf Menschen seien binnen eines Tages im Zusammenhang mit dem Virus in Hessen gestorben. Damit stieg die Zahl der Todesopfer auf 629.

Nach dem Intensivregister der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin lagen zuletzt in Hessen 139 Covid-19-Patienten auf Intensivstationen*. 68 Patienten wurden demnach beatmet (Stand Dienstag, 27.10.2020, 12.15 Uhr). Von Kommunen und Kreisen gemeldete Zahlen können von den Zahlen des RKI abweichen, da sie die Daten mit Zeitverzögerung weitergeben. Zahlen, die die Kommunen selbst nennen, sind in der Regel aktueller als die des RKI oder des hessischen Sozialministeriums.

Corona-Lockdown in Hessen? Bouffier kündigt „harte Entscheidungen“ an

Update vom Mittwoch, 28.10.2020, 09.17 Uhr: Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) berät am heutigen Mittwoch (28.10.2020) mit den anderen Länderchefs und Kanzlerin Angela Merkel (CDU) über weitere Einschränkungen wegen der zuletzt stark steigenden Corona-Infektionszahlen. Laut einem Entwurf der Beschlussvorlage sollen sich ab 4. November nur noch zwei Haushalte treffen dürfen. Restaurants, Clubs, Kneipen und Bars sollen vier Wochen lang schließen. Der Liefer- und Abholservice soll aber weiterlaufen. Ebenfalls geschlossen werden sollen Theater, Opern, Konzerthäuser und Kinos. Die Regelung betrifft der Vorlage zufolge auch den Freizeit- und Amateursportbetrieb. Schulen sowie Kindergärten will die Bundesregierung offen halten. Die Bundesländer sollen aber weitere Schutzmaßnahmen einführen, wie die Tagesschau berichtet. Die neuen Maßnahmen gelten laut der Vorlage bis Ende November.

Angesichts steil steigender Corona-Zahlen berät Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier mit Kanzlerin Angela Merkel und den anderen Länderchefs über neue Restriktionen. (Archivbild)

Corona: Einzelhandel und Friseursalons dürfen offen bleiben

Der Bund will außerdem touristische Übernachtungsangebote in Deutschland für fast den gesamten November verbieten. Der Einzelhandel soll unter Auflagen zur Hygiene, zur Steuerung des Zutritts und zur Vermeidung von Warteschlangen offen bleiben. Betriebe wie Kosmetikstudios, Massagepraxen oder Tattoostudios sollen nach dem Willen des Bundes im November für dreieinhalb Wochen schließen. Friseursalons sollen allerdings unter den bestehenden Hygienevorgaben geöffnet bleiben. Auch medizinisch notwendige Behandlungen wie Physiotherapien sollen weiter möglich sein.

Corona-Zahlen in Hessen sind stark angestiegen

Auch in Hessen war die Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus zuletzt stark gestiegen. Am Dienstag hatte mit dem Werra-Meißner-Kreis landesweit nur noch ein Landkreis nicht die Warnstufe Rot mit mehr als 50 Neuinfektionen binnen sieben Tagen pro 100.000 Einwohner erreicht. Andernorts ist der Wert schon mehr als viermal so hoch.

Bouffier hat für die Bund-Länder-Schalte am Mittwoch zum weiteren Vorgehen in der Corona-Pandemie „harte Entscheidungen“ angekündigt. „Die Lage ist weit dramatischer als viele glauben“, sagte der CDU-Politiker am heutigen Mittwoch der Frankfurter Allgemeinen Zeitung. „Bei uns laufen die Betten zu. Schon heute gehen wir an die Grenzen. Wir werden für Deutschland einiges beschließen, was weh tut und nicht schön ist.“ Angela Merkel werde außerdem am Donnerstag im Bundestag eine Rede halten, „die keine Fragen mehr offen lassen wird“.

Viele Corona-Neuinfektionen im Lahn-Dill-Kreis

+++ 16.01 Uhr: Das Hessische Sozialministerium hat am Dienstag (27.10.2020) die aktuellen Fallzahlen zur Corona-Pandemie veröffentlicht. Besonders viele Neuinfektionen mit dem Coronavirus hatten demnach seit Montag (26.10.2020) der Lahn-Dill-Kreis (185) und der Kreis Marburg-Biedenkopf (162) zu verzeichnen. In der Stadt Frankfurt haben sich innerhalb eines Tages 155 Menschen neu mit dem Coronavirus infiziert. Die Inzidenz in Frankfurt ist damit wieder auf 201,8 angestiegen.

Insgesamt haben sich in Hessen damit 1348 Menschen neu mit dem Coronavirus infiziert, sechs sind an den Folgen von Covid-19 gestorben. Die Gesamtzahl der Infizierten beträgt 34.200.

In der Frankfurter Innenstadt kontrolliert die Stadtpolizei die Einhaltung der Maskenpflicht.

Trotz bestehendem Hygienekonzept ist eine Kreuzfahrt von Passau nach Frankfurt zu einem Corona-Superspreader-Event geworden. Zwei Drittel der fast 100 Passagiere wurden nach der Fahrt positiv auf das Coronavirus getestet.

Überlastet: Zwei Krankenhäuser in Hessen melden sich von Corona-Notfallversorgung ab

+++ 13.42 Uhr: In Südhessen stoßen Krankenhäuser wegen der vielen Covid-19-Fälle an ihre Kapazitätsgrenzen. Die Kreiskliniken Darmstadt-Dieburg haben den Standort Groß-Umstadt derzeit für die Versorgung von Notfallpatienten abgemeldet. Das berichtet fr.de. Auch die Kreisklinik Groß-Gerau hat bereits zweimal die Rettungsleitstelle darüber informiert, dass alle 20 Corona-Betten belegt seien. Deshalb können keine Notfälle mehr aufgenommen werden.

+++ 10.27 Uhr: Der Kreis-Limburg-Weilburg verschärft seine Corona-Regeln. Diese treten am Mittwoch (28.10.2020) in Kraft. Teil davon sind unter anderem eine Sperrstunde und eine erweiterte Maskenpflicht. Auch in Kassel gelten ab Dienstag (27.10.2020) strengere Corona-Regeln als zuvor, berichtet hna.de. Darunter sind eine Maskenpflicht in hochfrequentierten Bereichen und deutlich strengere Kontaktbeschränkungen.

Corona-Krise: 7-Tage-Inzidenz in Frankfurt steigt auf über 200

Update von Dienstag, 27.10.2020, 07.33 Uhr: Das Coronavirus hat Hessen weiterhin fest im Griff. Die 7-Tage-Inzidenz in dem Bundesland liegt am Dienstag (27.10.2020) bei 119,6. Das berichtet das Robert-Koch-Institut (RKI). Insgesamt wurden bisher 34.200 Corona-Fälle in Hessen gemeldet. Das sind 1.349 mehr als am Montag (26.10.2020). 22.600 Betroffene sind wieder gesund. 617 Menschen starben an Covid-19. Damit hat sich die Zahl im Vergleich zum Vortag um 6 erhöht.

In Frankfurt ist die 7-Tage-Inzidenz auf über 200 gestiegen. Sie liegt nun bei 202,0. 6.813 Menschen haben sich in der kreisfreien Stadt bisher mit dem Coronavirus infiziert. Es gibt 90 Todesfälle. Auch in Wiesbaden ist die Situation weiterhin kritisch. Das Robert-Koch-Institut vermeldet für die Landeshauptstadt eine 7-Tage-Inzidenz von 147,2. 1.860 Wiesbadener haben sich seit dem Ausbruch der Pandemie mit dem Virus infiziert. 28 Personen sind gestorben.

Besonders stark von der Corona-Krise betroffen sind auch der Main-Kinzig-Kreis, der Kreis Offenbach und der Landkreis Groß-Gerau. Im Main-Kinzig-Kreis haben sich bisher 2.330 Bürger infiziert. 55 Betroffene sind verstorben. Laut dem RKI gibt es im Kreis Offenbach bisher 49 Tote und insgesamt 2.216 Corona-Fälle. Im Landkreis Groß-Gerau sind es 2.006. Dort starben 27 Erkrankte an Covid-19.

In einem Marburger „Drive-In“ werden Autofahrer aus dem PKW heraus auf das Coronavirus getestet.

Corona: Weitere Schutzmaßnahmen in Wiesbaden

+++ 18.08 Uhr: Wegen steigender Corona-Infektionszahlen zieht nun auch Wiesbaden andere Saiten auf. Der Verwaltungsstab der Landeshauptstadt beschloss am Montag weitere Schutzmaßnahmen. Sie gelten ab diesem Donnerstag (29. Oktober) bis vorerst 15. November. Die Sieben-Tages-Inzidenz in der Landeshauptstadt lag am Montag bei 120,2 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner.

Im öffentlichen Raum dürfen sich nur noch fünf Personen oder Angehörige aus zwei Hausständen gemeinsam aufhalten. Bei privaten Feiern zum Beispiel in Gaststätten dürfen maximal zehn Personen zusammenkommen. Für Zusammenkünfte in Privaträumen bleibt es bei einer Empfehlung: höchstens zehn Personen aus höchstens zwei Haushalten.

„Zusammenkünfte und Veranstaltungen sowie Kulturangebote wie Theater, Opern, Konzerte, Kinos und vergleichbare Veranstaltungen mit mehr als 50 Personen sind fortan untersagt“, teilte die Stadt mit. Die Begrenzung auf 50 Personen gilt auch für Gottesdienste, Trauerfeiern, Führungen sowie Zuschauende bei Sportveranstaltungen.

Hessen: So viele Neuinfektionen wie in kaum einem anderen Bundesland

+++ 14.40 Uhr: Wie stark das Coronavirus in Hessen grassiert, zeigt nicht nur die tagesaktuelle Deutschlandkarte des RKI. Auch die Corona-Fallzahlen des Sozialministeriums sprechen Bände (Stand 26.10.2020, 00.00 Uhr). Zwar wurden für Hessen innerhalb der letzten 24 Stunden „nur“ 611 Neuinfektionen gemeldet, das kann aber auch daran liegen, dass am Wochenende häufig weniger Fälle weitergegeben oder verarbeitet werden. Auch meldet das Sozialministerium, dass zwei weitere Menschen in Zusammenhang mit einer Viruserkrankung die, die Krankheit Covid-19 auslöst, verstorben sind. Eine Person stammt aus dem Kreis Darmstadt-Dieburg, eine weitere aus der Stadt Offenbach.

Corona in Hessen: Sozialministerium veröffentlicht die aktuellen Fallzahlen zur Corona-Pandemie

Besonders viele Neuinfektionen mit dem Coronavirus musste wieder die Stadt Frankfurt verzeichnen. 127 Menschen wurden hier seit Sonntag (25.10.2020) positiv auf das Virus getestet – So viele wie sonst in keiner Stadt in Hessen. Doch Frankfurt liegt seit heute trotzdem wieder unter einer Inzidenz von 200.

Auf einen Wert von 199,6 Corona-Infektionen kommt die Stadt auf 100.000 Einwohner innerhalb der letzten sieben Tage. In Offenbach hat sich die Lage wieder verschärft. Die Inzidenz ist auf 178,4 gestiegen. Am Sonntag waren es noch 129,4. Auch die anderen Corona-Zahlen sind beunruhigend, denn die Gesamt-Inzidenz für Hessen liegt mit 108,9 weiterhin über 100. Damit ist Hessen in ganz Deutschland auf Platz drei. Nur Berlin und Bremen haben eine höhere Inzidenz.

Aktuelle Corona-Fallzahlen in Hessen im Überblick:

Die Fallzahlen des Sozialministeriums können von den einzeln gemeldeten Corona-Zahlen der Kreise und Städte abweichen. Grund dafür ist oftmals ein Verzug bei der Meldung der Neuinfektionen.

Corona in Hessen: Präsenzunterricht an Schule in Gießen ausgesetzt

+++ 10.05 Uhr: Wie geht es mit den Schulen in Hessen angesichts der steigenden Corona-Neuinfektionen weiter? Im Kreis Gießen ist jetzt an einer Schule der Ernstfall eingetreten. Wegen der vielen Infektionen mit dem Coronavirus wurde der Präsenzunterricht an der Adolf-Reichwein-Schule in Pohlheim im Kreis Gießen* vorübergehend ausgesetzt. Bis Samstag (24.10.2020) wurden Infektionen bei drei Schülern und einer Lehrkraft gemeldet. Laut der Schulleitung gehe aber das Gesundheitsamt davon aus, dass noch weitere Fälle dazukommen.

Bis zum 30. Oktober hat das Gesundheitsamt für die Schule in Gießen Distanzunterricht angeordnet. Schülerinnen und Schüler müssen bis dahin zu Hause bleiben, die Behörde plant Corona-Tests für Kinder und Lehrerinnen und Lehrer anzubieten. Der Kreis Gießen ist von der Corona-Pandemie hart getroffen. Laut dem RKI liegt die Inzidenz bei 100,5 und liegt damit im tiefroten Bereich, wie viele andere Regionen in Hessen.

Wegen Corona-Fällen an der Adolf-Reichwein-Schule in Pohlheim im Kreis Gießen wurde der Präsenzunterricht vorübergehend ausgesetzt. (Symbolbild)

Aktuelle Corona-Zahlen in Hessen: Süden des Landes tiefrot – Inzidenzen steigen

Update von Montag, 26.10.2020, 6.54 Uhr: Die Corona-Neuinfektionen steigen in Hessen weiter und wieder befinden sie sich auf einem etwas höheren Niveau als am Vortag. Das zeigen die aktuellen Fallzahlen des Robert Koch-Instituts (RKI) zur Verbreitung des Coronavirus in Hessen. Innerhalb von 24 Stunden haben sich 625 weitere Menschen mit dem Virus, das die Krankheit Covid-19 auslöst, infiziert. Zwei weitere Personen sind gestorben.

Besonders der Süden von Hessen ist hart von der Corona-Pandemie getroffen, das verdeutlichen vor allem die Zahlen des RKI.

Corona-Zahlen steigen weiter: Süden von Hessen tiefrot – Inzidenzen steigen weiter

Die 7-Tage-Inzidenzen zeigen deutlich, am gravierendsten wütet das Coronavirus noch immer in Südhessen. Die Regionen sind tiefrot. In Frankfurt ist die Inzidenz beispielsweise zwar leicht gesunken, dennoch kommen hier 199,8 Neuinfektionen auf 100.000 Einwohner innerhalb der letzten sieben Tage. Keine andere Stadt in Hessen sieht sich mit einer so hohen Zahl konfrontiert.

In der Stadt Offenbach ist die Inzidenz wieder stark angestiegen und liegt bei einem Wert von 178,8. Gestern waren es nach Angaben des RKI noch 129,7. Auch der Kreis Offenbach befindet sich wieder über der Inzidenz von 100 (108,8). Ebenfalls leicht angestiegen sind die Infektionszahlen im Kreis Groß-Gerau, hier kommen 146,9 Infizierte auf 100.000 Einwohner innerhalb der letzten sieben Tage. Auch in Darmstadt sind die Corona-Fallzahlen rapide angestiegen, die Inzidenz der Stadt liegt jetzt bei 140,7. Im Odenwaldkreis ist die Inzidenz ebenfalls gestiegen und liegt jetzt bei 130,3.

Corona: Aktuelle Fallzahlen – Hessenweite Inzidenz übersteigt 100

+++ 15.30 Uhr: Das Sozialministerium hat die neuen Zahlen der Corona-Infektionen in Hessen bekannt gegeben. Frankfurt hat demnach die 200er Marke der 7-Tage-Inzidenz überschritten, aktuell liegt sie bei 204,8. Gestern lag dieser Wert noch bei 173,5. Auch die Lage im Odenwaldkreis ist besorgniserregend. Die Zahl der gemeldeten Fälle nahm in den letzten Tagen stark zu, die Inzidenz ist auf 123,1 gestiegen – vor zwei Tagen lag sie noch bei 54,8.

Corona in Hessen: Frankfurt bricht traurigen Rekord – Inzidenz über 200

Insgesamt wurden seit gestern 851 neue Corona-Fälle von den Gesundheitsämtern gemeldet, außerdem sind zwei neue Todesfälle aus Kassel und dem Odenwaldkreis veröffentlicht worden. Die durchschnittliche Inzidenz in ganz Hessen ist von 93,8 auf 103,8 gestiegen. Die Zahlen könnten jedoch noch höher sein. Denn aufgrund der unterschiedlichen Meldewege sind die Zahlen der einzelnen Gesundheitsämter oftmals aktueller. So meldet beispielsweise die Stadt Offenbach insgesamt 1.107 mit dem Coronavirus infizierte Menschen, sowie eine 7-Tage-Inzidenz von 181,9.

Update von Sonntag, 25.10.2020, 8.44 Uhr: In Hessen sind die aktuellen Corona-Infektionszahlen auch am heutigen Sonntag hoch. Wie das Robert Koch-Institut (RKI) meldet, sind 1.099 Neuinfektionen innerhalb der letzten 24 Stunden gemeldet worden. Das ist auch deshalb beunruhigend, weil nicht alle Gesundheitsämter auch am Wochenende ihre Daten an das RKI übertragen. Deshalb könnten die tatsächlichen Infektionszahlen mit dem Coronavirus sogar noch etwas höher sein. Auch zwei weitere Todesfälle gibt es in Hessen, sodass insgesamt 609 Menschen im Zusammenhang mit einer Coronavirus-Infektion gestorben sind.

Das Coronavirus wütet weiterhin in Hessen. Eine Stadt muss jetzt eine Inzidenz von über 200 verzeichnen.

Corona in Hessen: Frankfurt mit Inzidenz über 200 – RKI meldet aktuelle Zahlen

Und auch die 7-Tage-Inzidenzen in Hessen zeichnen ein düsteres Bild. Nach Angaben des RKI musste die Stadt Frankfurt jetzt mehr als 200 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in den letzten sieben Tagen verzeichnen, insgesamt 205 beträgt die Inzidenz in der Mainmetropole von Hessen. In keiner anderen Stadt in Hessen steigen die Infektionen mit dem Virus, das die Lungenkrankheit Covid-19 auslöst, so schnell. Frankfurt hatte bereits am Samstag (24.10.2020) angesichts der steigenden Infektionszahlen weitere, strengere Corona-Regeln beschlossen.

Im Vergleich zu Frankfurt hat sich beispielsweise die Infektionslage in Offenbach wieder etwas beruhigt. Nach einem ähnlich schnellen Anstieg ist die Inzidenz auf 129,7 gesunken. Weiterhin gestiegen sind die Inzidenzen dagegen im Kreis Groß-Gerau. 146,5 Infizierte muss die Stadt pro 100.000 Einwohner innerhalb der letzten sieben Tage vermelden. Auch in Darmstadt stiegen die Zahlen weiter, hier beträgt die 7-Tage-Inzidenz 122,6 und ist im Vergleich zum Vortag ebenfalls angestiegen. Besorgnis macht sich auch im Odenwaldkreis breit, denn auch hier meldet das RKI 123,1 Neuinfektionen mit dem Coronavirus pro 100.000 Einwohner innerhalb der letzten sieben Tage.

Corona in Hessen: 600 Menschen bei „Querdenken“-Demo in Frankfurt

+++ 18.43 Uhr: Am Goetheplatz in Frankfurt haben 600 Menschen an einer Demonstration der Initiative „Querdenken“ teilgenommen. Sie protestieren gegen die verschärften Maßnahmen, die dem weiteren Anstieg der Corona-Infektionen entgegenwirken sollen. Nach Angaben eines Polizeisprechers haben sich die Teilnehmenden friedlich verhalten.

Die 7-Tages-Inzidenz lag in Frankfurt zuletzt bei einem Wert von 176,1. Am Vortag betrug sie noch 134,9. Der Krisenstab will daher noch am Samstag (24.10.2020) über eine Verschärfung der Corona-Regeln beraten, wie ein Sprecher der Stadt mitteilte.

Corona in Hessen: Technische Panne beim Robert-Koch-Institut

+++14:55 Uhr: Die hohe Zahl der Corona-Neuinfektionen in Hessen am Samstag (24.10.2020) könnte mit einer technischen Panne beim Robert-Koch-Institut (RKI) zusammenhängen. Gemeldet wurden 1.730 neue Fälle. Nach Angaben des RKI könnte es sein, dass diese Zahl auch Fälle beinhaltet, die am Freitag nachübermittelt wurden. Dadurch könnte die am Samstag gemeldete Steigerung überschätzt sein.

Wegen einer technischen Störung am Robert Koch-Institut (RKI) war es bereits am Donnerstag zeitweise zu Datenlücken bei der Übermittlung von Infektionszahlen aus den Bundesländern gekommen. So sind die Stadt Wiesbaden und der Landkreis Gießen am Freitag mit keiner Veränderung bei der Zahl der Neuinfektionen aufgelistet.

Corona-Pandemie in Hessen: Gesundheitsminister Klose mit Appell

+++ 10:55 Uhr: Der hessische Sozial- und Gesundheitsminister Kai Klose hat sich in einer Pressemeldung zu den stark steigenden Corona-Fallzahlen geäußert. Er fordert die Bevölkerung auf, sich aktiv an der Bekämpfung des Virus zu beteiligen. Das Virus könne ohne uns nicht existieren und sich verbreiten, deswegen sei „unser Verhalten der Schlüssel zur Bekämpfung der Pandemie“. Kontakte sollten noch weiter auf das Nötigste reduziert werden. „Die Situation ist sehr ernst, das gilt für ganz Hessen, insbesondere für die Ballungsräume und die Stadt Frankfurt – angesichts der Mobilitätsbeziehungen in Rhein-Main gibt es hier eine besondere Verantwortung.“

Außerdem appelliert Klose an die Landkreise und kreisfreien Städte, die von der Landesregierung Hessen beschlossenen und bindenden Maßnahmen unverzüglich umzusetzen. „Das betrifft insbesondere die Einschränkungen von Kontakten (max. 5 Personen oder zwei Hausstände), die Einschränkung von Veranstaltungen und eine restriktive Auslegung der Ausnahmegenehmigungen sowie die Ausweitung der Maskenpflicht, die sich als besonders wirksame Maßnahmen erwiesen haben.“

Corona in Hessen - Zahl der Neuinfektionen so hoch wie nie zuvor

Update vom Samstag, 24.10.2020, 09.45 Uhr: Die Zahl der registrierten Corona-Neuinfektionen in Hessen ist am Samstag so hoch wie noch nie: Innerhalb von 24 Stunden wurden 1.730 neue Fälle erfasst, das sind 772 mehr als noch am Vortag. Zudem wurden sieben weitere Todesfälle gemeldet, wie das Robert-Koch-Institut (RKI) am Samstag mitteilt. Insgesamt sind in Hessen seit Beginn der Pandemie 607 Menschen an oder mit einer Covid-19-Erkrankung gestorben.

Zudem verfärbt sich die hessische Landkarte im Sinne des Eskalationskonzeptes des Landes immer mehr in dunkelrot. Die 7-Tage-Inzidenzen liegen in 16 von 27 Kreisen und Städten deutlich über der höchsten Warnstufe. Diese gilt ab 75 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner. In Frankfurt stieg der Wert auf 176,1 - deutlich höher als am Vortag (134,9), gefolgt von Offenbach (143,0) und dem Kreis Groß-Gerau (137,7). Ebenfalls deutlich über 100 neue Fälle pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tage wurden auch im Kreis Marburg-Biedenkopf (120,0), in Darmstadt (114,3) und Wiesbaden (106,3) registriert.

Corona in Hessen: Frankfurts OB mit emotionaler Botschaft

+++ 17.03 Uhr: Frankfurts Oberbürgermeister Peter Feldmann appelliert in einer emotionalen Video-Botschaft an die Bürger von Frankfurt: „Halten Sie sich an die Regeln“. In dem knapp zweiminütigen Video erklärt Frankfurts OB, dass die meisten Infektionen im privaten Umfeld passieren. Um so wichtiger sei es, sich an die AHA-Regel zu halten - also Abstand, Hygiene und Alltagsmaske, da diese Maßnahmen starke Waffen im Kampf gegen Corona seien.

„Verzichten Sie auf große Feiern und unnötige Reisen“, sagt Feldmann und appelliert an die Solidarität eines jeden Einzelnen im Kampf gegen das Coronavirus. Jeder könne mit der Einhaltung der Regeln nicht nur sich, sondern auch die Risikogruppen wie Ältere und Kranke schützen. Nur wenn die Ansteckungsrate gesenkt werden kann, können Kitas und Schulen in Frankfurt weiter geöffnet bleiben. „Ohne Ihre Unterstützung haben wir gegen das Virus keine Chance.“

Zahl der Corona-Neuinfektionen steigt - Warnstufe rot in vielen Landkreisen

+++ 16.13 Uhr: Ein Altenpfleger aus dem Main-Taunus-Kreis ist offenbar trotz eines positiven Corona-Tests mehrere Tage zur Arbeit gegangen*. Die Staatsanwaltschaft Frankfurt hat Anklage gegen den 61-Jährigen erhoben. Er steht im Verdacht mit dem Verstoß gegen das Infektionsschutzgesetz eine Straftat begangen zu haben, sagte Oberstaatsanwältin Nadja Niesen.

Das Verhalten des Mannes kann Niesen zufolge mit bis zu zwei Jahren Haft sanktioniert werden. Wann das Amtsgericht Frankfurt den Fall verhandelt, ist noch unklar.

Die Corona-Zahlen in Hessen steigen weiter besorgniserregend schnell. Viele Städte und Kreise erreichen Warnstufe rot.

Corona in Hessen: Zahl der Neuinfektionen steigt rasant

Das Hessische Sozialministerium hat die aktuellen Fallzahlen veröffentlicht. Die Corona-Infektionen in Hessen steigen weiter rasant an. Im Vergleich zum Vortag meldete das Sozialministerium 1133 Neuinfektionen mit dem Coronavirus. Es wurden 3 weiter Todesfälle gemeldet. In der Stadt Frankfurt ist die 7-Tage-Inzidenz weiter am höchsten und liegt bei 134,8. Die meisten Corona-Neuinfizierten gibt es im Kreis Marburg-Biedenkopf, dort wurden 174 weitere Infizierte gemeldet.

Corona in Hessen: Gesundheitsämter am Limit - nicht jeder Corona-Fall wird nachverfolgt

+++ 14.05 Uhr: Die Kreisklinik Groß-Gerau musste gestern vorübergehend von der normalen Notfallversorgung abgemeldet werden. Auch wenn sich derzeit nur zwei Corona-Patienten auf der Intensivstation befinden, sind derzeit alle 19 zur Verfügung stehenden Intensivbetten in Groß-Gerau belegt.

Wie Prof. Dr. Erika Raab, Geschäftsführerin der Kreisklinik Groß-Gerau, gegenüber der hessenschau mitteilte, fehle für eine Aufstockung der Intensivbetten für weitere Corona-Patienten schlichtweg das Geld.

Corona in Hessen: Gesundheitsämter sind überlastet - Nicht alle Infektionsketten werden nachverfolgt

+++ 13.25 Uhr: Aufgrund der steigenden Corona-Fallzahlen arbeiten die Gesundheitsämter in einigen Regionen in Hessen aktuell am Limit. Angesichts der Vielzahl der Fälle kann nicht mehr jede Infektionskette nachvollzogen werden. „Jedem Fall genau nachzugehen, das gelingt nicht mehr“, sagte der Leiter des Frankfurter Gesundheitsamts, René Gottschalk, am Freitag (23.10.2020) im ZDF-“Morgenmagazin“.

In Frankfurt kämen derzeit zwischen 100 und 200 Fälle pro Tag dazu. „Eine solche Fülle kann man nicht mehr im Detail abarbeiten, das ist ganz klar.“ Die Mitarbeiter seien inzwischen dazu übergegangen, die Fälle zu priorisieren. So würde zum Beispiel in Fällen, in denen ein Infizierter Kontakt mit Personen einer Risikogruppe hatte, genauer hingeschaut, als bei einem Corona-Ausbruch in einer jungen Familie. „Man muss sich jetzt gezielt die Fälle raussuchen, wo es besondere Dinge gibt, die es zu beachten gibt, wo es sich lohnt, genau nachzufragen“, sagte Gottschalk.

Leiter des Gesundheitsamtes Frankfurt: Maskenverweigerer haben zweite Welle ausgelöst

Um die Fülle an Fällen zu bearbeiten, wird das Gesundheitsamt Frankfurt aktuell von 60 Bundeswehr-Soldaten unterstützt. „Für diese Hilfe sind wir sehr dankbar“, sagte Gottschalk. Der Gesundheitsamtsleiter wird im „Morgenmagazin“ deutlich, wenn es um den Auslöser der zweiten Corona-Welle geht: „Alle Menschen, die ohne Maske unterwegs sind, ahben die zweite Welle ausgelöst“.

Sperrstunde wegen Corona: Gericht kippt Verbot in Marburg

+++ 8.46 Uhr: Das Verwaltungsgericht Gießen hat die Corona-Allgemeinverfügung des Landkreises Marburg-Biedenkopf für rechtswidrig erklärt*. Damit wird zunächst auch die darin angekündigte Sperrstunde für Restaurants und Kneipen hinfällig.

Aufgrund des starken Anstiegs von Corona-Neuinfektionen hatte der Landkreis Marburg-Biedenkopf erst Anfang der Woche verschärfte Maßnahmen verhängt.

Corona in Hessen: Erneut fast tausend Neuinfektionen

Update vom Freitag, 23.10.2020, 6.15 Uhr: Erneut hat es in Hessen Höchstwerte bei den Corona-Neuinfektionen und den Todeszahlen gegeben. Mit 958 vom Robert Koch-Institut gemeldeten neu registrierten Infektionen liegt die Zahl auf dem zweithöchsten Wert seit Beginn der Pandemie. Sieben weitere Verstorbene bedeuten den zweithöchsten Wert seit Mai.

Auch die Inzidenz im Bundesland steigt weiter an. Inzwischen liegt Hessen bei der Corona-Inzidenz unter den 16 Bundesländern an zweiter Stelle nach Berlin (105,79) mit einem Wert von 80,52. Damit ist die Inzidenz inzwischen höher als in Bremen, welches bei einem Wert von 74,57 liegt.

Derweil erlassen immer mehr Kreise in Hessen strengere Corona-Maßnahmen und überschreiten kritische Grenzwerte. So liegt die Inzidenz in Hessen derweil bei fünf Landkreisen über dem Wert von 100. Diese Landkreise und Städte sind Frankfurt (134,9), Kreis Groß-Gerau (122,2), Stadt Offenbach (112,1), Marburg-Biedenkopf (108,9) und die Stadt Darmstadt (107,6). Auch die Kreise Gießen, Fulda, Rheingau-Taunus und Odenwald sind inzwischen Risikogebiete nach Definition des Robert Koch-Institus.

Zugleich verkünden immer mehr Kreise weiter verschärfte Corona-Maßnahmen oder setzen diese bereits in Kraft. Darunter der Hochtaunuskreis mit einer Inzidenz von 82,7 und der Kreis Offenbach mit einer Inzidenz von 83,5*.

Weihnachtsmarkt in Frankfurt steht wegen Corona vor Absage

+++ 22.54 Uhr: Der Weihnachtsmarkt in Frankfurt steht vor einer Absage. Nach einem Berichten der Frankfurter Rundschau hält die Römer-Koalition den Weihnachtsmarkt bei weiter wachsenden Corona-Infektionszahlen für nicht verantwortbar. Oberbürgermeister Peter Feldmann (SPD) ließ erklärten, dass eine Entscheidung noch nicht gefallen sei. Nach Informationen der FR haben erste Standbetreiber bereits abgesagt.

Der Weihnachtsmarkt in Frankfurt steht in diesem Jahr vor dem Aus (Symbolbild)

Corona in Frankfurt: Gericht kippt Maßnahme

+++ 20.18 Uhr: Während die Corona-Fallzahlen weiter in die Höhe schnellen, hat das Verwaltungsgericht Frankfurt in einer Eilentscheidung am Donnerstag (22.10.2020) eine Maßnahme in Frankfurt außer Kraft gesetzt, teilte die Stadt mit. Die Klage richtete sich gegen die Regeln zu Feiern im privaten Rahmen. Bisher hatte die Stadt Frankfurt Feiern im privaten Raum (insbesondere in Wohnungen) mit mehr als zehn Personen oder Personen aus mehr als zwei Haushalten untersagt.

Nach der Entscheidung des Gerichts wird diese Maßnahme aus der Allgemeinverfügung ausgesetzt. Frankfurt am Main hat sich gleichzeitig entschieden, für private Feierlichkeiten in privaten Räumen die dringende Empfehlung einer Höchstteilnehmerzahl von 10 Personen oder zwei Hausständen auszusprechen

Corona in Hessen: Hessisches Staatstheater in Wiesbaden stellt Spielbetrieb ein

+++ 15.55 Uhr: Das Hessische Staatstheater in Wiesbaden stellt den Spielbetrieb für das Große Haus bis zum 1. November ein. Die neue Corona-Verordnung der Landeshauptstadt ließe einen Betrieb des Theaters nicht mehr zu. Die Sondergenehmigung, für 298 Zuschauer im Großen Haus zu spielen, sei entzogen worden, hieß es am Donnerstag in einer Mitteilung des Staatstheaters. Wegen der steigenden Zahl an Neuinfektionen mit dem Coronavirus sei eine Ausnahmegenehmigung nicht möglich, teilte die Leiterin des Gesundheitsamtes Wiesbaden, Kaschlin Butt, mit.

Die Einstellung des Spielbetriebs gelte nur für das Große Haus, Vorstellungen in den anderen Spielstätten des Hessischen Staatstheaters fänden weiter statt. Alle Karten für Veranstaltungen zwischen dem 22. Oktober und dem 1. November würden storniert.

Corona-Zahlen in Hessen: Neun Regionen in höchster Warnstufe

+++ 14.51 Uhr: Die Corona-Zahlen in Hessen steigen weiter an. Erstmals seit Beginn der Pandemie wurde bei der Zahl der Neuinfektionen die 1000er-Marke überschritten. Am Donnerstag (22.10.2020) meldet das Hessische Sozialministerium insgesamt 28.440 bestätigte Corona-Infektionen im Land. Das sind 1.133 mehr als noch am Mittwoch. Auch drei weitere Todesfälle wurden bestätigt. Damit steigt die Zahl der Menschen, die bisher an oder mit Corona gestorben sind auf insgesamt 593.

Die meisten neuen Corona-Fälle gab es mit 231 bestätigten Infektionen erneut in der Stadt Frankfurt, die Mainmetropole liegt bei der 7-Tage-Inzidenz bei 143,7. Danach folgt bei der Inzidenz die Stadt Offenbach (126,3), der Kreis Groß-Gerau (110,5), Wiesbaden (93) und der Main-Taunus-Kreis (84,6). Weitere Regionen haben zudem die höchste Corona-Warnstufe der Landesregierung erreicht. Die Marke von 75 Infektionen pro 100 000 Einwohner in binnen sieben Tagen überschritten der Main-Kinzig-Kreis (76), der Hochtaunuskreis (83,9), der Landkreis Offenbach (79,5) und die Stadt Darmstadt (88,8). Ab einer Inzidenz von 75 übernimmt der Planungsstab des Sozialministeriums die Steuerung der medizinischen Lage.

Anti-Corona-Bewegung an Schule in Darmstadt

+++ 13.57 Uhr: In Darmstadt haben gestern mehrere hundert Menschen der Anti-Corona-Bewegung gegen die Maskenpflicht demonstriert*. Am Georg-Büchner-Gymnasium wollten sie den Schülerinnen und Schülern sogar innerhalb des Klassenraums zeigen, wie gefährlich das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes angeblich sein soll.

Der Leiter des Georg-Büchner-Gymnasiums in Darmstadt verweigerte den Corona-Leugnern allerdings den Zugang zum Schulgelände.

Corona in Hessen: So viele Neuinfektionen wie nie zuvor

Update vom Donnerstag, 22.10.2020, 06.17 Uhr: Das Robert Koch-Institut (RKI) hat die Corona-Infektionszahlen für Hessen bekannt gegeben. Dabei wird deutlich: Immer mehr Kreise erreichen eine Inzidenz von mehr als 50 oder sogar 100.

Immer mehr stark erhöhte Corona-Inzidenzen in Hessen

Die Kreise mit den höchsten Corona-Inzidenzen sind nach wie vor Frankfurt und Offenbach. In Frankfurt wächst die Angst vor erneuten starken Einschränkungen, dort gab es einen starken Anstieg von 124,4 auf 143,8. An zweiter Stelle folgt Offenbach mit einer leicht von 129,0 auf 126,7 gesunkenen Inzidenz. Auf dem dritten Platz rangiert der Kreis Groß-Gerau, der am Vortag bei 99,7 lag und am Donnerstag bei 110,6. An vierter Stelle folgt Wiesbaden mit einer Inzidenz von 93,0. Einen signifikanten Anstieg gab es auch in Darmstadt, wo die Inzidenz von 68,2 auf 88,8 stieg, womit die Stadt in Hessen an fünfter Stelle steht. In Kassel sank die Inzidenz erheblich von 107,8 auf 70,2.

Mehr als 1100 Corona-Neuinfektionen in Hessen

Die Zahl der Corona-Neuinfektionen in Hessen stieg um 1.133 und erreicht damit einen neuen Höchstwert. Die Inzidenz im Bundesland liegt bei einem Wert von 76,33, was im bundesweiten Vergleich nach Berlin (103,15) und Bremen (88,67) erneut der dritthöchste Wert ist.

Fünf Kreise erreichen nächste Warnstufe

+++ 16.00 Uhr: Die Corona-Zahlen in Hessen steigen weiter stetig an. Am Mittwoch (21.10.2020) meldet das Hessische Sozialministerium insgesamt 27.307 bestätigte Corona-Infektionen im Land. Das sind 749 mehr als noch am Dienstag. Außerdem sterben derzeit wieder mehr Menschen an den Folgen einer Covid-19 Erkrankung. Am Dienstag meldete das RKI mit 8 Todesfällen einen Höchstwert, der seit Mai nicht mehr erreicht wurde. In den folgenden 24 Stunden sind in Hessen 6 weitere Menschen an oder mit dem Corona-Virus gestorben.

Die meisten neuen Corona-Fälle gab es mit 99 bestätigten Infektionen in der Stadt Frankfurt. Fünf Kreise haben am Mittwoch einen Schwellenwert überschritten und die jeweils nächste Warnstufe des Hessischen Eskalationskonzeptes erreicht: Kreis Bergstraße (Warnstufe 5), Kreis Gießen (Warnstufe 4), Kreis Hersfeld-Rotenburg (Warnstufe 2), Kreis Kassel (Warnstufe 3), Main-Taunus-Kreis (Warnstufe 5).

Die Corona-Lage in Hessen spitzt sich weiter zu: Politiker und Virologen appellieren, sich an die Regeln zu halten.

Corona in Hessen: Volker Bouffier äußert sich zu möglichem Lockdown

+++ 11.50 Uhr: Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier hat einen möglichen „Corona-Lockdown“ in Hessen ins Gespräch gebracht. Ähnlich wie im Berchtesgadener Land in Bayern könnten weitreichende Ausgangsbeschränkungen möglich sein, sagte Bouffier gegenüber den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. Bouffier bezeichnete die Corona-Lage als „äußerst dynamisch“, weshalb Maßnahmen weiterhin auf lokaler und nicht auf Bundesebene beschlossen werden sollen.

Im Berchtesgadener Land war am Dienstag ein strenger Lockdown in Kraft getreten. Dort dürfen Menschen ihre Wohnung nur noch mit „triftigem Grund“ verlassen, beispielsweise um ihren Arbeitsplatz, Geschäfte oder Ärzte aufzusuchen. Die Beschränkungen sollen zwei Wochen lang gelten und traten in Kraft, nachdem in dem Kreis eine Corona-Inzidenz von 262,4 erreicht hatte. Im am stärksten betroffenen Kreis in Hessen, der Stadt Offenbach, liegt der Wert am Mittwoch (21.10.2020) bei 129,0.

Hessen bundesweit an dritter Stelle bei Corona-Infektionen

Update vom Mittwoch, 21.10.2020, 6.37 Uhr: In Hessen steigen die Inzidenzen in vielen Landkreisen weiter. Das zeigen die in der Nacht zum Mittwoch veröffentlichen Zahlen des Robert Koch-Instituts zu den Corona-Infektionen in Hessen. Weiterhin am stärksten betroffen sind Frankfurt, die Stadt Offenbach und die Stadt Kassel. In Frankfurt stieg die Inzidenz demnach von 121,8 auf 124,4 und in Offenbach von 127,1 auf 129,0. In Kassel stagniert der Wert nahezu bei 107,8 - am Vortag lag er bei 108,0.

Hessen deutschlandweit bei Corona an dritter Stelle

Einen starken Anstieg bei der Inzidenz gab es im Landkreis Gießen. Dort hatte der Wert am Vortag noch bei 47,7 gelegen, am Mittwoch lag der Wert bei 66,1. Der Kreis Groß-Gerau liegt mit einem Wert von 99,7 nur noch sehr knapp unter einer Marke von 100 Corona-Neuinfektionen auf 100.000 Einwohner in den letzten sieben Tagen. Auch im Landkreis Darmstadt-Dieburg stieg die Inzidenz stark an. Nach Angaben von Landrat Klaus Peter Schellhaas (SPD) ist das nicht nur durch die fehlende Übermittlung von Infektionsdaten am Montag und Dienstag begründet, sondern „ein Trend, der sich fortsetzt“. So stieg die Inzidenz in LaDaDi von einem Wert von 30 am Freitag auf 61,1 am Mittwoch. Der Kreis hat daher eine Corona-Allgemeinverfügung erlassen.

Auf das gesamte Bundesland Hessen gerechnet liegt die Corona-Inzidenz am Mittwoch bei 69,89 (Vortag 64,5). Damit hat Hessen das Saarland überholt und liegt deutschlandweit auf dem dritten Platz nach Berlin (92,63) und Bremen (82,65). Nordrhein-Westfalen liegt kurz hinter Hessen mit einem Wert von 67,01. In Hessen an einer Corona-Infektion verstorben sind seit dem Vortag sechs Menschen.

Steigende Todeszahlen - Warnstufe rot in immer mehr Regionen

Update vom Dienstag, 20.10.2020, 15.15 Uhr: Wie das Robert Koch-Institut am Dienstag (20.10.2020) mitgeteilt hat, ist die Zahl der seit dem Vortag am Coronavirus in Hessen verstorbenen Personen so hoch, wie seit Mai nicht mehr. Demnach wurden acht weitere Todesfälle in Zusammenhang mit dem Virus in Hessen gemeldet.

Gleichzeitig steigt in immer mehr Landkreisen in Hessen die Inzidenz über Warnschwellen des Landes Hessen. Die höchste Inzidenz gibt es nach wie vor in der Stadt Offenbach. Dort liegt der Wert laut den Zahlen des Hessischen Sozialministeriums mit 127,4 weit oberhalb der höchsten Warnstufe des Landes von 75. An zweiter Stelle folgt Frankfurt mit einem Wert von 122,0 und danach die Stadt Kassel mit 107,8. Im Vergleich zu anderen Bundesländern liegt Hessen an vierter Stelle mit einer Inzidenz von 64,5. An erster Stelle liegt Berlin (84,53), gefolgt von Bremen (76,34) und dem Saarland (66,9).

Insgesamt wurden am Dienstag (20.10.2020) in Hessen laut dem Sozialministerium im Vergleich zum Vortag 782 Neuinfektionen sowie acht Todesfälle gemeldet. Die meisten neuen Corona-Fälle gab es mit 126 in der Stadt Frankfurt.

Coronavirus-Infektionen auch in hessischer Landesregierung

Auch in der hessischen Landesregierung gibt es inzwischen Corona-Infektionen. Am Montag (19.10.2020) hatte Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) bekannt gegeben, dass Wissenschaftsministerin Angela Dorn (Grüne) an dem Virus erkrankt ist. In der Folge wurden auch Wirtschaftsminister Tarek Al-Wazir und Sozialminister Kai Klose (beide Grüne) getestet, da sie an einer längeren Sitzung mit Dorn teilgenommen hatten und als Risikokontakte gelten. Bei den beiden Ministern wurde aber keine Coronavirus-Infektion nachgewiesen.

Die Zahl der Toten durch das Coronavirus in Hessen steigt wieder an. Auch in der Landesregierung gibt es einen Fall.

Erstmeldung vom Montag, 19.10.2020, 15.31 Uhr: Wiesbaden – Die Corona-Pandemie breitet sich wieder stärker in Hessen aus. Das zeigen die aktuellen Fallzahlen des Robert Koch-Instituts (RKI). Demnach sind im Bundesland am Montag (19.10.2020) 25.776 Corona-Infektionen registriert worden, 576 Menschen sind an der durch das Virus ausgelösten Lungenkrankheit Covid-19 verstorben. Am Wochenende (17. und 18.10.2020) kamen allein 1300 Neuinfektionen hinzu.

Die Inzidenz, also die Zahl der Infizierten in den letzten sieben Tagen auf 100.000 Einwohner, lag bei einem Wert von 58,38 für ganz Hessen. Damit liegt Hessen bundesweit nach dem dichtbesiedelten Bundesland Bremen und dem Saarland an dritter Stelle. In ganz Deutschland spitzt sich Lage allerdings dramatisch zu, wie auch Bundeskanzlerin Angela Merkel am Samstag (17.10.2020) in ihrem wöchentlichen Videopodacst betonte.

Sorge in Schulen in Hessen wegen Corona-Regeln

Trotz der hohen Corona-Fallzahlen beginnt am Montag wieder die Schule in Hessen. Ein Umstand, der Eltern und Lehrer in Sorge versetzt. Helfen soll vor allem: Viel lüften. Alle 20 Minuten sehen die Corona-Regeln für Schulen vor. Kritik dazu kommt von der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW). Deren Landesvorsitzende in Hessen, Birgit Koch, sorgt sich, dass jedes Stoßlüften Unruhe in die Klassen bringt und viel Schüler frieren werden. „Wir werden es dennoch machen, aber das ist nicht lustig“, erklärt Koch.

Eltern spielen in sozialen Netzwerken offen damit, die Schulpflicht zu umgehen. Die Sorge ist groß, dass sich Kinder trotz der Corona-Regeln mit dem Virus infizieren könnten. Dem widerspricht Hessens Kultusminister Alexander Lorz (CDU). Er ist überzeugt, dass das Lüften gegen eine Ansteckung mit dem Coronavirus hilft. Und seit Beginn des Schuljahres hätten sich Schulen nicht als Hotspots erwiesen.

Neue Corona-Maßnahmen für Hessen ab 19. Oktober

Außerhalb der Schulen sollen strengere Maßnahmen gegen die weitere Ausbreitung des Coronavirus in Hessen helfen. Diese treten ebenfalls ab dem 19. Oktober in Kraft. Wie lange sie Gültigkeit behalten, ist unklar, da sich die Infektionslage häufig und kurzfristig verändert und auch neue Beschlüsse zwischen Bund und Ländern möglich sind.

  • Beherbergungsverbot: Das seit Juli bestehende Verbot soll abgeschafft werden. Damit will sich die hessische Landeregierung Entschlüssen von mehreren Bundesländern anschließen, die das Beherbergungsverbot ebenfalls abgeschafft hatten.
  • Maskenpflicht: Die Maskenpflicht soll weiterhin gelten, auch in Schulen ab der 5. Klassen. Nur zum Essen und Trinken kann die Maske abgenommen werden. In vielen Städten und Kreisen mit einer hohen Inzidenz gilt auch Maskenpflicht im Freien.
  • Öffentliche Veranstaltungen: Mit einem entsprechenden Hygiene- und Abstandskonzept bleiben Veranstaltungen mit bis zu 250 Personen erlaubt.
  • Private Veranstaltungen: Bei privaten Feiern und Feiern in angemieteten Räumen dürfen maximal 50 Menschen zusammenkommen. Ab einer Inzidenz von 50 muss die Zahl auf 25 reduziert werden, ab einer Inzidenz von 75 auf 10.
  • Gastronomie und Friseuere: Clubs und Bars dürfen wieder öffnen, Tanzen ist allerdings nicht erlaubt. Außerdem können sich Gastronomen Ausweise zeigen lassen, um zu überprüfen, dass die Kontaktdaten korrekt ausgefüllt wurden. Gleiches gilt bei Friseurbesuchen.
  • Alkohol und Sperrstunde: Für „Hotspots“ mit einer Inzidenz von mehr als 50 ist eine Sperrstunde zwischen 23 und 6 Uhr vorgesehen. Alkohol darf in diesem Zeitraum ebenfalls nicht verkauft werden.
  • Alten- und Pflegeheime: In Kreisen und Städten mit erhöhter Inzidenz kann es zu Besuchseinschränkungen oder -verboten kommen. Die Besuchskonzepte werden von den Kreisen und Städten mit den Einrichtungen abgestimmt und können daher voneinander unterschiedlich sein.

Wie lange die jeweiligen Corona-Regeln für Hessen Bestand haben, ist allerdings unklar. Immer wieder kommt es kurzfristig zu Neuerungen und Änderungen kommen. *op-online.de, fnp.de und giessener-allgemeine.de sind Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks.

Rubriklistenbild: © Arne Dedert/dpa

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