18. März 2014, 17:13 Uhr

»Arbeitsam, kompetent, menschlich«: Kötter vereidigt

Wölfersheim (en). Einsprüche gab es keine, folglich hatte das Gemeindeparlament am Montagabend auch keinerlei Probleme damit, das Ergebnis der Bürgermeisterwahl vom 19. Januar anzuerkennen. Gleich anschließend wurde Amtsinhaber Rouven Kötter vereidigt.
18. März 2014, 17:13 Uhr
Parlamentsvorsteher Weber nimmt Rouven Kötter den Eid ab. (Foto: pv)

Rekordverdächtige 95,7 Prozent der Stimmen hatte Amtsinhaber Rouven Kötter von seinen Wölfersheimern erhalten, gerade mal gut 4 Prozent sein einziger Konkurrent, der NPD-Mann Daniel Lachmann.

In seine zweite Amtsperiode, die am 1. Juli, beginnt, wurde der erst 34-jährige Sozialdemokrat (der vor gut einer Woche zum zweiten Mal Vater geworden ist) am gleichen Abend eingeführt. Wobei man – außer bei der Vereidigung – bewusst auf die ganz große Feierlichkeit verzichtete.

Auch Manfred Sauer, Erster Beigeordneter der Gemeinde und Kötters Stellvertreter, wählte – als einziger Redner vor der Ernennung – persönliche Worte.

Sonst müsse er immer schweigend hinter dem »lieben Rouven« sitzen und grummele höchstens ein bisschen vor sich hin, nun könne er zum Parlament sprechen.

Dass ihn der offizielle Akt sehr berühre, könne jeder schon an seiner (Sauers) Kleidung sehen, erklärte der selbsternannte Krawatten-Muffel, der sich ausnahmsweise einen »Strick um den Hals gelegt« hatte.

Die gute Zusammenarbeit im SPD-dominierten Gemeindevorstand hob der Erste Beigeordnete hervor – und an der sei maßgeblich auch der Bürgermeister beteiligt: »Du bist immer gut vorbereitet, kompetent, diskutierst offen mit uns über alle Punkte der Sitzung. Wenn Du Dir nicht sicher bist, holst Du sofort den Sachbearbeiter hinzu.«

Beim Amtsantritt als Bürgermeister vor knapp sechs Jahren habe sicher mancher gedacht, den jungen Kerl könne man sich noch nach Belieben hinbiegen. Doch Kötter habe sofort die Zügel fest in beide Hände genommen und die Richtung im Rathaus und politisch vorgegeben. Nochmals der Erste Beigeordnete: »Mal hast Du die Zügel angezogen, mal hast Du sie nachgelassen, mal hast Du links gezogen und mal rechts, damit die Kutsche Wölfersheim auf dem Weg ins Ziel fahren konnte, den Du im Kopf hattest.« Sein Etappenziel habe Kötter souverän erreicht.

Auch für die zweite wünschte ihm Sauer »zwei starke Hände, die die Kutsche Wölfersheim lenken«. Der Gemeindevorstand werde bestimmt nicht als Bremser in der Kutsche sitzen. Kötter sei ein »guter, sachlicher, arbeitsamer, kompetenter, menschlicher, auf die Leute zugehender Meister aller Bürger«, dem man nur zurufen könne: »Mach’ weiter so!«

95,7 Prozent für Rouven Kötter

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