09. Dezember 2012, 17:53 Uhr

Nach Flugzeugabsturz: Entsetzen und Trauerbeflaggung

Wölfersheim (fa). Entsetzen, bedrückte Stimmung, Trauerbeflaggung am Rathaus: Einen Tag nach dem schweren Flugzeugunglück am Samstagnachmittag, bei dem acht Menschen ums Leben kamen, standen diejenigen, in deren Region die Kollision der beiden Flieger geschah, noch unter Schock.
09. Dezember 2012, 17:53 Uhr
Am Tag danach in der schneebedeckten Landschaft: Die Spurensuche in Eiseskälte geht weiter. (Foto: N. Merz)

Bei den abendlichen Adventsveranstaltungen am Samstag war der Unfall Thema, Landrat Joachim Arnold, Bürgermeister Rouven Kötter und Ortsbrandinspektor Roland Bender sowie der Friedberger Stadtbrandinspektor Michael Stotz schilderten der WZ den Ablauf der Ereignisse und ihre persönlichen Eindrücke, nachdem die Nachricht von dem Unglück sie erreicht hatte.

Stotz wurde mitten im Einkauf alarmiert. Da ursprünglich angenommen worden war, die Flugzeuge seien in Friedberger Gemarkung kollidiert, wurde die Feuerwehr Friedberg zusammengerufen. Mit dabei die Kollegen aus Dorheim, Bauernheim und Bad Vilbel. Mit einem Pulk Helfer von Rettungsdiensten und Notärzten bemühten sich die Feuerwehrleute, sich ein Bild von der Lage zu machen, das Gelände abgesperrt zu halten, die Toten zu bergen. Auch ein Rettungshubschrauber war im Einsatz. Ob viele Schaulustige an der Unfallstelle waren oder gar gestört haben, vermochte Stotz nicht mehr zu sagen, er war vollkommen mit den Aufgaben vor Ort befasst. Die Leute seien »geschockt, die Stimmung gedrückt«, meinte Bürgermeister Rouven Kötter. Am Rathaus wurde Trauerbeflaggung angebracht. Auch wenn der Einsatz zunächst eher an Wölfersheim vorbeiging, waren Kötter und Ortsbrandinspektor Roland Bender doch jederzeit auf dem Laufenden und in Bereitschaft. Gestern stand das Melbacher Dorfgemeinschaftshaus für die auswärtigen Helfer und Ermittler offen, um ihnen die Möglichkeit zu geben, sich zwischendurch von der Kälte zu erholen. Der Rathauschef machte sich vor Ort ein Bild von der Lage. Auch Bender sprach von einer »großen Betroffenheit« in der Gemeinde, einige Bürger seien zur Unglücksstelle geeilt.

Landrat Joachim Arnold war gerade auf der Heimfahrt von Besuchen bei diversen Weihnachtsmärkten. In seine entspannte Feststimmung platzte jäh die Nachricht von dem Unfall, er eilte sofort zum Unglücksort. Schnee und extreme Kälte gestalteten die Bergungs- und Ermittlungsarbeiten nach seinen Worten schwierig, bis in die späte Nacht hinein war die Spurensicherung tätig, um vor erneutem Schneefall möglichst viele Hinweise zu sammeln. »Sehr bedrückend« war, so Arnold, dass lange Zeit nicht feststand, wie viele Personen an Bord und in den Unfall verwickelt waren. Die Anteilnahme sei von allen Seiten groß, alle Einsatzkräfte und der seelsorgerische Dienst hätten »ihr Bestes« getan.

Auch Innenminister Boris Rhein informierte sich noch am Samstag an der Unglücksstelle.

Flugzeugkatastrophe: Acht Menschen sterben

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