19. Juni 2012, 21:48 Uhr

Schon wieder: Schlamm in Wohnbach

Wölfersheim-Wohnbach (en/chh). Das starke Gewitter am Dienstagnachmittag brachte für die Wohnbacher ein Deja-vu-Erlebnis. Erst am 11. Mai waren große Teile des Dorfkerns von einer bis zu 15 Zentimeter dicken Schlammschicht überzogen – jetzt war es Anrufern zufolge etwas weniger Schlamm, aber dafür mehr Wasser.
19. Juni 2012, 21:48 Uhr
Eine einzige Schlammwüste: Die Ecke Kuhweg/Berstädter Straße kurz nach dem Unwetter. (Foto: Bachmann)

Auch am Mittwoch letzter Woche hatte sich eine braune Brühe den Weg hinunter ins Dorf gesucht, doch waren damals die großen Regenmengen in mehreren Stunden herunter gekommen, am Dienstag waren es 18 Liter auf den Quadratmeter – binnen zehn Minuten.

Das verkraftete – wie schon im Mai (wir berichteten) – die Erde auf zwei Rübenäckern auf der Anhöhe südlich des Ortskerns nicht. Damals wie jetzt spülte der Regen den fruchtbaren und an für sich auch bezüglich der Wasserspeicherung guten Boden einfach mit – liegt er offen, ist er auch entsprechend erosionsanfällig. Das bekamen auch diesmal vor allem die Anwohner der Berstädter, der Münzenberger und der Obbornhofener Straße zu spüren, aber auch der Wiesengrund und die Mozartstraße waren diesmal betroffen. Wogegen der Sportplatz nach Auskunft von Gemeindebrandinspektor Roland Bender verschont blieb. Im Mai waren dort Teile der Laufbahn nicht mehr als solche zu erkennen gewesen.

Die Feuerwehren aus Wohnbach und Wölfersheim hatte Bender, der von »noch mehr Schlamm als im Mai« sprach, in den nördlichen Ortsteil beordert, rund 20 Wehrleute waren im Einsatz und halfen den Anwohnern, die wieder mit Schaufeln, Schneeschiebern und ähnlichem Gerät die Höfe, Straßen und Bürgersteige zu säubern versuchten.

Etliche Keller standen unter Wasser und Schlamm, auch die der Familie Gramatte wieder. Einige pumpte die Feuerwehr leer, andere säuberten die Bewohner selbst.

Auch die Mitarbeiter des Gemeindebauhofs waren vor Ort, nach Auskunft von Bürgermeister Rouven Kötter »mit Mann und Maus«. Die Ursachenbeseitigung sei derzeit schwierig, zumindest für die Gemeinde, aber wohl auch für die Landwirte.

Neben Wohnbach waren auch andere Orte in der Wetterau vom Unwetter betroffen. »Es hielt sich aber in Grenzen«, berichtet Jens Kraft von der Einsatzabteilung der Leitstelle Wetterau. In Nieder- und Ober-Mörlen mussten die Einsatzkräfte zehnmal ausrücken, um vollgelaufene Keller leerzupumpen.

Auf der A 5 zwischen Münzenberg und Wölfersheim hatte der Wind zudem kleine Bäume umgeknickt, die auf die Fahrbahn ragten. Die Butzbacher Feuerwehr hatte das Problem aber schnell beseitigt. Neben den Butzbacher sowie den Nieder- und Ober-Mörler Wehren waren auch die Einsatzkräfte aus Wölfersheim, Wohnbach und Bad Nauheim im Einsatz.

15 Zentimeter Schlamm wälzen sich durch Wohnbach

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