24. April 2008, 16:44 Uhr

»Dornröschenschlaf der Södeler Burg beenden«

Wölfersheim-Södel (en). Vor gut einer Woche begannen in Wölfersheim die Feierlichkeiten zum 600-jährigen Bestehen des frisch restaurierten Weißen Turms. Etwa einen Kilometer vom Identitätssymbol des Ortsteils Wölfersheim entfernt weiß der Fraktionssprecher und Bürgermeisterkandidat der Wölfersheimer Grünen, Michael Rückl, ein anderes Identitätssymbol im Dornröschenschlaf: Die Södeler Burg, oder – wie es offiziell heißt – das Södeler Schloss.
24. April 2008, 16:44 Uhr
Grünen-Kandidat Michael Rückl vor der majestätischen, aber stark sanierungsbedürftigen Södeler Burg. (Foto: pv)

Die Feierlichkeiten in Wölfersheim sieht Rückl als geeigneten Anlass, die Burg in Erinnerung zu rufen. »Wir sollten«, so Rückl, »dem schleichenden Verfall nicht länger zusehen und uns darum bemühen, die Burg wieder ins Gemeindeleben zurück zu holen.«
Die Södeler Burg stammt aus der Mitte des 16. Jahrhunderts, wurde um 1607/11 erweitert und in der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts umgebaut. Bis zur Mediatisierung im Jahre 1806 war sie in solmsischem Besitz. Danach wurde das »bautypologisch und territorialgeschichtlich bedeutsame Gebäude« (so zu lesen auf der Internetseite der Hessischen Denkmalpflege). im 19. Jahrhundert als Familienwohnraum genutzt. Gegenwärtig ist es ungenutzt und ohne Bauunterhaltung.

Seit den Renovierungsversuchen in den 1970er Jahren kümmert sich nach Rückls Einschätzung niemand mehr um das Gebäude. Verantwortlich für den allmählichen Verfall sei der Eigentümer, der der Gemeinde zwar bekannt sei, mit dem aber in der Vergangenheit keine Kontaktaufnahme möglich gewesen sei.

Hier setzt Michael Rückl an: »Auch die unter Denkmalschutz stehende Burg liegt im Bereich der Ortskernsanierung, mit deren Hilfe in den alten Ortskernen von Wölfersheim und Södel bereits einiges bewegt werden konnte. Zunächst sollte die Gemeinde zusammen mit den Denkmalbehörden und dem Denkmalbeirat im Kreis versuchen, Druck auf den Eigentümer auszuüben, damit die Burg in Gemeindebesitz gelangt. Mit einem Schuss Kreativität sollte sich bald Bewegung in die Sache bringen lassen.«

Dann müsse versucht werden, das Gebäude zu sichern und den Verfall zu stoppen. Un daran anschließend könne überlegt werden, in welcher Form es hergerichtet und genutzt werden solle. Gerade die beiden letzten Schritte seien nicht einfach, so Rückl, denn der Gebäudezustand sei nicht gut. Er könne sich vorstellen, dass sich, ähnlich wie jetzt beim Weißen Turm oder bei den Dorferneuerungsprojekten, Södels Bürger einbrächten, wenn es um die Rettung und die Zukunft ihrer Burg gehe. Schließlich sei sie neben der Kirche ein Symbol Södels.

Immer wieder habe sich die Gemeinde in den letzten Jahren um wichtige, für den jeweiligen Ortsteil bedeutsame Bauwerke bemüht. Nun sei es an der Zeit, sich auch der Södeler Burg anzunehmen.

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