01. September 2008, 16:18 Uhr

Fröhliche Stimmen hinter riesigen Mauern

Rockenberg. Hohe Mauern, mit Stacheldraht bewehrt – so stellt man sich nicht unbedingt einen Ort vor, an dem fröhlich gesungen und musiziert wird. Obwohl die Klosterkirche Marienschloss innerhalb des JVA-Geländes für die Rockenberger Bürger gedacht ist, ist das Hinein- und Hinausgelangen nicht gerade dazu angetan, sich als Besucher wirklich willkommen zu fühlen.
01. September 2008, 16:18 Uhr
Hier ist jedes Konzert ein Erlebnis: Der Jubiläumschor in der Barockkirche »Marienschloss«. (Foto: Burkard)

Hat man jedoch den Schritt über die Schwelle ins intime Innere der Kirche getan, sieht die Welt ganz anders aus. Der Barockbau, zugleich schlicht und prächtig, scheint selbst freudige Erwartung auszustrahlen – der richtige Ort, um das zehnjährige Bestehen des »Immergrün«-Jugendchors zu feiern.

Die Begrüßung durch Pfarrer Wiesner fiel angenehm knapp und herzlich aus. Danach ein kleiner Sketch als Einstimmung auf ein musikalisches Programm mit festlichen, fröhlichen und fetzigen Momenten. Vorgetragen von jungen Damen mit ebensolchen Stimmen.

Chorleiterin Monika Böckling weiß ihre Schützlinge richtig einzuschätzen, sei es mit dem geistlichen Stück »Laudamus te« oder einem Popsong wie »Top of the World« oder »That's the way it is«, stets traf sie mit ihrem Chor den richtigen Ausdruck und ganz zum Ende des Konzertes durften alle noch einmal richtig loslegen beim »Grease-Medley«. Aufgelockert mit kurzweiligen Erläuterungen zu den Stücken dirigierte die Chorleiterin Chor und Atmosphäre gefühlvoll durch den Sonntagabend. Mit zwei Solobeiträgen der Schwestern Katharina und Larissa Wolf fand die Darbietung noch einmal einen neuen Ton, und auch ein Ensemble von Sängerinnen, die dem Jugendchor inzwischen entwachsen sind, sich aber trotzdem sporadisch zum Singen treffen, bereichert das Chorkonzert mit Stücken wie »How will I know«.

Ein Konzertabend von Jungen für Junge und Junggebliebene – so war es nur natürlich, dass die englische Sprache die Musik dominierte. Aber wer hätte nicht gerne noch länger der Solostimme von Johanna Landvogt im »Shoop Shoop Song« gelauscht.
Der Chor, die Solisten und Chorleiterin Monika Böckling hatten es verdient, dass ihre Leistungen re-spektvoll gewürdigt wurden. Die Besucher taten das mit Freude. Das Publikum in der bis auf den letzten Platz gefüllten Kirche verschenkte Applaus und Zuspruch bis zum allerletzten Moment, als der 1. Vorsitzende Martin Wettner seine Dankesworte an alle Beteiligten richtete.
Sollte jemand Interesse am Mitsingen haben: Der »Immergrün« probt immer dienstags im Gasthaus Groß.

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