17. Februar 2016, 17:33 Uhr

Historisches Rathaus als Kulturdenkmal erhalten

Reichelsheim (kai). »Das Historische Rathaus ist eine Perle der Denkmalpflege«, erklärte Stadtplaner Hartmut Kind. Er stellte den Reichelsheimer Stadtverordneten während ihrer Sitzung am Montagabend die Fördertöpfe vor, aus denen Gelder fürs Renovieren des Historischen Rathauses fließen könnten.
17. Februar 2016, 17:33 Uhr
Sanierungsobjekt: Das seit fast zwei Jahren leerstehende Historische Rathaus muss saniert werden. Die Stadtverordneten haben ein Planungsbüro und den Magistrat beauftragt, Anträge auf Förderung aus verschiedenen Förderprogrammen zu stellen. (Foto: kai)

Einstimmig votierten die Kommunalpolitiker dafür, dass Anträge gestellt werden, um Finanzspritzen aus den Programmen »Aktive Kernbereiche Hessen« und »Leader« sowie über die Denkmalförderung zu bekommen.

Noch ist nicht klar, wie das 1570 als Markthalle erbaute Haus saniert und genutzt wird. Vorgeschlagen ist, das Untergeschoss mit dem historischen Trauzimmer weiterhin öffentlich zu nutzen. Im zweiten Obergeschoss hat der Stadtplaner Kind zwei Varianten vorgesehen: Entweder könnte ein öffentlich zugänglicher Raum für Vereine mit 46 Quadratmetern plus Archiv, Toiletten und Teeküche entstehen – oder Büroflächen. Fürs Dachgeschoss, in dem jahrelang das Bürgermeisterbüro untergebracht war, schlägt der Planer in beiden Szenarien eine Vierzimmerwohnung mit Küche und Bad sowie Hauswirtschaftsraum vor.

Seit dem Umzug der Verwaltung vor fast zwei Jahren ins neue Rathaus steht das historische Gebäude leer. Beim Blick durch die Fenster ist der Weihnachtsschmuck zu erkennen, die Räume dienen inzwischen als Spendenlager für die Flüchtlingshilfe. Um das ortsbildprägende Gebäude zu sanieren, entstehen Kosten von mindestens 900 000 Euro. »Das Historische Rathaus ist ein Kulturdenkmal, das besonderer Zuwendung bedarf«, sagte Kind. An der Finanzierbarkeit dürfe der Erhalt nicht scheitern. Er stellte Förderprogramme vor, die zum Historischen Rathaus passen würden.

Der Vorteil des Programms »Aktive Kernbereiche« sei, dass auch private Hausbesitzer in der Nachbarschaft von Zuschüssen profitieren könnten. Die »Leader«-Förderung werde in den beteiligten Kommunen stark nachgefragt, eine Chance Gelder zu akquirieren, bestehe auch hier. Ziel müsse es sein, noch in diesem Jahr, spätestens 2017 in die Förderprogramme aufgenommen zu werden.

Kind riet den Reichelsheimern, sich intensiv mit den Programmen auseinanderzusetzen, um Schritt für Schritt Zuschüsse zu bekommen. Gemeinsam mit dem Magistrat hat er nun die Aufgabe, entsprechende Aufnahmeanträge zu erarbeiten, beschlossen die Kommunalpolitiker.

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