28. Mai 2013, 17:18 Uhr

Raststätte Ost: »Sachstand in Erfahrung bringen«

Ober-Mörlen (hau). Viel Geduld brachten am Montagabend die zahlreichen Zuhörer bei der Gemeindevertretersitzung auf. Anderthalb Stunden vergingen, bis der mit Spannung erwartete letzte Punkt aufgerufen wurde: Die Antwort auf die CDU-Anfrage zur Verlegung und Erweiterung der Tank- und Rastanlage Wetterau Ost.
28. Mai 2013, 17:18 Uhr
Falls die Raststätte Wetterau Ost nach Norden wandert, stößt das westlich der A 5 auf wenig Gegenliebe.

Mit Rücksicht auf das große Auditorium verlas Parlamentsvorsteher Gerd-Christian Freiherr von Schäffer-Bernstein die schriftliche Antwort des Gemeindevorstandes. Zuvor übergab ihm Bürgermeister Jörg Wetzstein die von einer Initiativgruppe verfasste Bitte um Einberufung einer Bürgerversammlung nebst Unterschriftenlisten, die er am Morgen erhalten hatte.

Aus der Antwort des Gemeindevorstandes geht hervor, dass sich am 19. Dezember letzten Jahres Vertreter von Hessen Mobil mit Vertretern der Gemeindeverwaltung im Schloss zum Gespräch getroffen haben. Mitgebracht habe Hessen Mobil die »grobe Skizzierung einer Anlage zum Zweck der Standortsuche«. Die Verantwortlichen hätten die Skizze nicht einmal als Vorentwurfsstand bezeichnet, heißt es. »Man habe durch den Bund bisher lediglich den Planungsauftrag zur Erstellung einer Entwurfsplanung als Standortkonzept zur Wahl und Entscheidung bei der Standortsuche erhalten«, wird Hessen Mobil in dem Schreiben zitiert.

»Die Gemeindeverwaltung wird die Anfrage der CDU-Fraktion zum Anlass nehmen, um tiefergehende Informationen hierzu und zum aktuellen Sachstand der Planungen in Erfahrung zu bringen«, schreibt der Vorstand weiter. Auf die Frage, ob die Gemeinde in die Planungen des Bundes mit einbezogen wird oder ob sie Mitbestimmungsrechte hat, kam die Auskunft, dass die Planungsunterlagen zu gegebener Zeit offengelegt werden. Die Gemeinde könne dann als Träger öffentlicher Belange ihre Bedenken und Einwände äußern, beispielsweise in Bezug auf mögliche höhere Lärmbelastungen, Eingriffe in den Einzugsbereich der Wasserschutzzone oder Tangieren der Planungen zur Ortsumgehung.

Im Rahmen der Offenlegung könne auch jeder Bürger Bedenken und Einwände einbringen.

Nach der Sitzung standen Bürger und Parlamentarier noch länger zusammen, um über das Thema zu diskutieren. Sie seien in großer Sorge, sagten Bürger. Eine Raststätte direkt neben der Wohnbebauung bringe enorme Belastungen fürs Dorf mit sich. Ein Zuhörer wies darauf hin, dass die Lage direkt an der Autobahn einen möglichen Ausbau der Schlagader A5 auf zehn bis zwölf Spuren verhindern würde. Die jetzt bekannt gewordene Skizze sei aber wohl als grober Anhalt zu verstehen.

Aus der CDU-Fraktion war zu hören, dass eine vernünftige Grundlage geschaffen sei, um sich schlau zu machen. Man gehe davon aus, dass es bald eine Bürgerversammlung geben werde.

Wandert die Raststätte an den Ortsrand?

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