19. November 2015, 16:03 Uhr

Schaub und Hahn an der Spitze

Niddatal (hed/pm). Bei der Jahreshauptversammlung der Niddataler CDU hat der Vorsitzende Stefan Schaub Bürgermeister Dr. Bernhard Hertel scharf kritisiert. »Einzig der Kämmerer trägt die Schuld an der finanziellen Misere unserer Kommune«, sagte Schaub, der von den Mitgliedern mit Fraktionschef Michael Hahn an die Spitze der Kandidatenliste für die Kommunalwahl am 6. März gewählt wurde.
19. November 2015, 16:03 Uhr
Der Vorstand der CDU mit dem Vorsitzenden Stefan Schaub (4. v. l.). (Foto: pv)

Während der Beratungen zum Haushalt 2015 habe sich Hertel eindeutig vom Entwurf des Magistrats distanziert. »Erst fährt er die Karre an die Wand und dann lässt er die schlechten Nachrichten das Parlament überbringen«, meinte Schaub. Solange die Haushalte wegen fehlender Abschlüsse nicht genehmigt würden, sei in Niddatal mit weiterem Stillstand für Investitionen zu rechnen. »Dieser Schlendrian mit dem Umgang des Vermögens der Bürger muss endlich ein Ende haben.« Die Konsolidierung werde ohne weitere Einschnitte für die Bevölkerung nicht machbar sein, betonte Schaub.

Hart ging Fraktionschef Hahn mit der SPD ins Gericht. Die Sozialdemokraten glänzten durch Ideenlosigkeit und stellten sich gegen jede Idee, wie man Geld in die leeren Kassen spülen könne. Hahn: »Wir versuchen für Niddatal etwas zu bewegen, das gefällt eben nicht jedem. Die SPD betreibt lediglich Verhinderungspolitik.«

Lob gab es hingegen für die Entwicklung des Baugebiets in Bönstadt. Die Beharrlichkeit der Union habe sich ausgezahlt, es gebe viele Interessenten. »Noch vor zwei Jahren hat die SPD argumentiert, diese Grundstücke seien nicht zu vermarkten«, erinnerte Hahn. Die Entscheidung, die Entwicklung mit Terramag statt der HLG durchzuführen, habe sich als richtig erwiesen.

Auch in Kaichen sei der Bedarf nach bezahlbaren Bauplätzen hoch. Die CDU hofft, dass die Kommunalaufsicht schnellstmöglich den Ankauf der Grundstücke genehmigt, um mit der Planung für die Erschließung beginnen zu können. Dass in Ilbenstadt mit den Bauarbeiten für die lange geforderte Tankstelle begonnen wurde, freut Hahn.

Bei der Jahreshauptversammlung standen auch Vorstandswahlen auf der Tagesordnung. Einstimmig wurden Stefan Schaub als Vorsitzender sowie Gerhard Einhoff und Michael Hahn als Stellvertreter bestätigt.

Bei der Aufstellung der Kandidaten für das Parlament habe man darauf geachtet, dass jeder Stadtteil gleich bedacht wurde und eine ausgewogene Mischung aus Jung und Alt auf der Liste vertreten ist, sagte Schaub, der erstmals auch Stadtverordneter werden möchte. Das Ziel der CDU sei es, nach der Wahl wieder als stärkste Fraktion herauszugehen. Hahn: »Wir haben die letzten Jahre gezeigt, dass wir als verlässlich gelten und durchaus in der Lage sind, bei wechselnden Mehrheiten zu einem zufriedenstellenden Ergebnis für Niddatal zu kommen.«

Fünf Kandidaten für den Kreistag

Für den Kreistag stellt die Niddataler CDU in diesem Jahr erstmals fünf Kandidaten. Hahn steht auf Platz 12 der Kreis-Liste und dürfte wieder ins Kreishaus ziehen. Weitere Kandidaten sind Silke Merz (Platz 44), Stephanie Michel (52). Stefan Schaub (66) und Rico Pascal Schrot (69).

Zum Abschluss ehren Schaub und MdL Tobias Utter drei Mitglieder für 40-jährige Mitgliedschaft sowie Reinhard Schwarz aus Ilbenstadt und Hans-Joachim Mücke aus Bönstadt, die seit 50 Jahren in der CDU sind.

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