17. Juni 2012, 17:08 Uhr

Drei Tage lang abwechslungsreiche Kulturkost

Karben (jas). Drei Tage lang Kultur pur gab es beim 2. Karbener Kulturfestival. Ob Jazz, Rock oder Klassik, Tanz oder Gesang, deutsche, böhmische oder südamerikanische Klänge – die Arbeitsgemeinschaft Kultur mit ihrem Vorsitzenden Adolf Koch hatte ein Programm auf die Beine gestellt, in dem jeder etwas für sich finden konnte.
17. Juni 2012, 17:08 Uhr
Jazzende Gäste aus Ramonville unter dem Dirigat von Michel Lassalle.

Und so lockte das abwechslungsreiche Festival nicht nur am Freitagabend zahlreiche Kulturfans zum Konzert des Johann-Strauss-Orchesters ins Bürgerzentrum, sondern an den beiden darauf folgenden Tagen auch viele Bürger auf das Gelände des Jugendkulturzentrums (Jukuz) und das Rapp’s-Areal. Besonderer Gast beim Open-Air-Fest an der Brunnenstraße war das »Ram Jazz Orchester« aus Karbens französischer Partnerstadt Ramonville.

Den Auftakt am zweiten Tag des Festivals, für das Bürgermeister Guido Rahn die Schirmherrschaft übernommen hatte und der Verlag der Wetterauer Zeitung einer der Sponsoren war, machten Formationen der Tanzschule Breidert. Angekündigt von Moderator Carl-Bennet Bienstock und Tanzschulchefin Conny Breidert präsentierten etwa 100 Tänzer auf der Bühne einen Querschnitt durch vielerlei Tanzarten. So zeigten die Step-Tänzer – unterstützt von befreundeten Tänzern aus Wiesbaden – zum Song »Fairy Tale« ihr Können, die 12- bis 14-Jährigen boten Video-Clip-Dancing dar, und die neue Zumba-Kindergruppe gab Einblick in eine tänzerische Fitness-Stunde. Wie Disco-Fox auch aussehen kann und was man unter Jump Style versteht, demonstrierten die Jugendlichen ebenfalls. Mitgekommen waren auch die Jüngsten der Tanzschule, die für ihre Darbietung zum Song »Die kleine Hexe mit der grünen Nase« viel Applaus bekamen.

Extra aus Frankreich angereist waren 19 Musiker des »Ram Jazz Orchesters« aus Ramonville. Die meisten der Jugendlichen, jungen Männer und Frauen, die in der Gruppe der kommunalen Musikschule gemeinsam musizieren, waren zum ersten Mal in der deutschen Partnerstadt. Dirigiert wurden die Franzosen, die mit Jazz, Swing und Bossa Nova für gute Laune sorgten, von Michel Lassalle. Da zwei Posaunisten nicht mit nach Deutschland hatten reisen können, waren kurzerhand Robert Koch und Josef Mayer von der Stadtkapelle eingesprungen. »Schon vor der Anreise der Franzosen waren die Partituren hin- und hergeschickt worden«, berichtete Susanne Schubert. »Das ist gelebte Städtepartnerschaft«, freute sich Bienstock.

Am Donnerstag waren die Franzosen, die alle in Gastfamilien untergekommen sind, angereist. »Bereits am Nachmittag haben sie in der Kurt-Schumacher-Schule geprobt. Am Abend fand die offizielle Begrüßung der Delegation statt«, sagte Schubert, die bei der Stadt für die Städtepartnerschaften zuständig ist. Gemeinsam mit Muriel Menzel begleitete sie die Musiker und dolmetschte, wenn es nötig war. Am Freitag stand ein Besuch Frankfurts samt Stadtrundfahrt auf dem Programm, am Nachmittag war erneut eine Probe angesetzt. Mit viel Musik verbrachten die Gäste aus Ramonville auch den Abend: Beim Abschlusskonzert der KSS-Bläserklassen spielten sie als »special guests« einige Stücke.

Obwohl es am Samstagnachmittag auf dem Jukuz-Areal für die Musiker aus Ramonville viel Applaus gab, gingen sie doch ohne Zugabe von der Bühne. Zu weit waren die Zeiger der Uhr nach den Auftritten der Tänzer und Instrumentalisten bereits vorgerückt, nachfolgende Gruppen warteten auf ihren Einsatz. Doch bereits am Sonntag stand das französische Jazz-Orchester erneut im Rampenlicht und holte nach, was am Vortag dem Zeitplan zum Opfer gefallen war. Übrigens: Gleich nach der Premiere am Samstag schnappten sich die Gäste aus Ramonville ihre Instrumente und wechselten die Straßenseite, um im Hof der Rapp’s-Kelterei zusammen mit den Musikern der Stadtkapelle die Generalprobe für das deutsch-französische Hofkonzert am Sonntag zu absolvieren.

Ein Potpourri aus Liedern ihres Repertoires hatten die Männer des Gesangvereins »Eintracht« Petterweil mitgebracht. Unter Leitung von Hermann Jung sangen die Karbener unter anderem die Lieder »La Montanara« und »Bolero der Herzen«. Freunde böhmischer Blasmusik nahmen unter den weißen Zelten Platz, als Bienstock die Kinzbach-Musikanten ankündigte. Aus Liebe zur böhmisch-mährischen Blasmusik hatte Andy Schreck 2005 das Ensemble gegründet, in dem ausschließlich Amateurmusiker aus dem Spessart spielen.

Eine schöne Überraschung hatte Adolf Koch für die Besucher parat: Er kündigte für den frühen Abend den Auftritt einer balinesischen Folklore-Gruppe aus Frankfurt an. Fans der Kultband »Die Herrliche Bockband« kamen am Samstagabend voll auf ihre Kosten.

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