Zarte Eisskulpturen mit Beil und Kettensäge geschaffen

Glauburg-Glauberg (geo). Für ein frostiges Spektakel hatten die Mitarbeiter des Museums »Keltenwelt am Glauberg« am Wochenende gesorgt: Zahlreiche »Eiswunder« warteten auf die Besucher, die dabei zusehen konnten, wie aus gefrorenem Wasser Skulpturen entstanden.
27. Februar 2012, 13:58 Uhr
Die Bearbeitung von Eisblocks, hier legt Michael Hirz mit einer Motorsäge Hand an, erfordert einen hohen körperlichen Einsatz.

Glauburg-Glauberg (geo). Für ein frostiges Spektakel hatten die Mitarbeiter des Museums »Keltenwelt am Glauberg« am Wochenende gesorgt: Zahlreiche »Eiswunder« warteten auf die Besucher, die dabei zusehen konnten, wie aus gefrorenem Wasser Skulpturen entstanden. Im Museum wurden über 1300 Besucher gezählt, draußen dürften sich während des gesamten Wochenendes zwischen 3500 und 4000 Gäste aufgehalten haben, darunter viele Familien.

Christian Fischer aus Frankfurt flogen Eissplitter um die Ohren. Der Steinmetz bearbeitete einen Eisblock auf dem Außengelände des Museums. Für die groben Arbeiten benutzte er Beil und Machete, bei der Feinarbeit kamen Messer und Feilen zum Einsatz. Nach zweistündiger Arbeit hatte er eine 1,20 Meter hohe transparente Skulptur eines keltischen Kriegers geschaffen. Bereits während des Entstehungsprozesses tauten die sorgsam geschliffenen Kanten bei milden zehn Grad Außentemperatur. Schon bald hatte sich das Kunstwerk aufgelöst. Nur wenige Meter von Christian Fischer entfernt, feilte Tischler Michael Hirz an einer symbolischen Vater-Mutter-Kind-Figur. Seinen Eisblock hatte er zuvor mit einer Kettensäge in Form gebracht.

Bei der Eiswürfelweitwurf-Meisterschaft konnten die Besucher ihr sportliches Talent testen. Jeder Teilnehmer hatte zwei Versuche. Unterstützung erhielten die Werfer von Thomas Seibold, Geschäftsführer des Hessischen Leichtathletikverbands, und seinem Team. Den Rekord von 58,5 Metern stellte der 24-jährige Alex Karg aus Stammheim auf. 6000 Eiswürfel standen zur Verfügung. »Es ist die erste Eiswürfelweitwurf-Meisterschaft in Deutschland«, sagte Udo Kneffel, der den Wettkampf mit Freundin Christine Preußer organisiert hatte und ehrenamtlich im Förderverein des Hessischen Leichtathletikverbands tätig ist.

Rolf Unsorg und Klaus Linkenbach vom Vorstand des Vereins der Köche Bad Nauheim zauberten zwei Speiseeis-Pyramiden. 140 Eiskugeln, diverse Biskuitböden, Unmengen an Früchte und Sahne waren darin verarbeitet. Für die kindgerechte Eispyramide wurde schwarz-rot-goldener Zucker im Hinblick auf die EM zur Dekoration verwendet. Eindrucksvoll war das lebensmittelgerechte Feuerwerk mit Traumschiff-Effekt, das Keltenwelt-Mitarbeiter und Moderator Volker Schwarz entzündete.

Einziges Manko der Veranstaltung: Auf dem unbefestigten Parkplatz kamen einige Autos ins Rutschen und konnten nur mit Hilfe der Parkplatzeinweiser wieder auf befestigtes Terrain manövriert werden. (Fotos: geo)

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