06. Dezember 2018, 18:28 Uhr

Tiere geschächtet

Zehn Schafe in der Wetterau geschächtet

In der Wetterau sind zehn Schafe geschächtet worden. Die Polizei geht von einem religiösen Hintergrund aus.
06. Dezember 2018, 18:28 Uhr
Diese Schafe toben vergnügt auf einer Wiese in Cornwall, in Dorn-Assenheim ist es Schafen deutlich schlechter ergangen.

Auf einem Grundstück in Dorn-Assenheim hat die Polizei am Samstag zehn geschächtete Schafe gefunden. Veterinäramt und Polizei verhinderten, dass es zwei weiteren Schafen möglicherweise genauso erging, die Tiere befanden sich zumindest ebenfalls auf dem Hof. Sowohl Polizei-Pressesprecher Guido Rehr als auch das Kreis-Veterinäramt gehen davon aus, dass die Taten einen religiösen Hintergrund haben. Der Verzehr von Blut ist im Islam und im Judentum verboten, beim Schächten soll das Tier deshalb ausbluten.

Die Polizei traf den Bewohner und fünf weitere Personen aus dem Kreis Offenbach an. Es muss noch ermittelt werden, wer an den Taten beteiligt gewesen ist – und in welcher Form. Das Blut sei hellrot und frisch gewesen, vier Personen hätten Blut an den Schuhen gehabt, hieß es vonseiten des Wetteraukreises. Die zuständige Amtstierärztin war vor Ort, um die geschächteten Schafe näher zu untersuchen und die Fotodokumentationen für das Strafverfahren zu erstellen. Schächten stellt nach dem Tierschutzgesetz eine Straftat dar – wobei es Ausnahmen geben kann. Aber: »Der Wetteraukreis hat seit Jahren keine Ausnahmegenehmigungen mehr erteilt«, hieß es am Donnerstag aus der Kreis-Pressestelle. Die Voraussetzungen für eine solche Genehmigung seien »extrem vielfältig und daher bisher von keinem Antragsteller erfüllt worden«.

Die zwei lebenden Schafe wurden laut Kreis-Pressestelle zu den übrigen Schafen des Hobbyschäfers gebracht. »Es ist beabsichtigt, verwaltungsrechtlich ein Tierhalteverbot und eine Beendigung der Tierhaltung einzuleiten.« Neben der Straftat des Schächtens ist es auch ein Rechtsverstoß, dass die Schafe teilweise keine Ohrmarken getragen haben, weshalb gegen den Besitzer der Tiere ein Bußgeld verhängt wird.

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