08. November 2018, 18:41 Uhr

Wie im echten Leben

08. November 2018, 18:41 Uhr
Alle für einen, einer für alle: In der Jugendfeuerwehr lernen die Mädchen und Jungen, worauf es ankommt. (Foto: Franziska Frieß)

Freitagabend, 19.30 Uhr, im Feuerwehrhaus Echzell: In der ersten Etage wird geredet, gelacht, gespielt und im Internet gesurft. Plötzlich ertönt der Alarmgong, gefolgt von der Durchsage: »Achtung, Einsatz für die Jugendfeuerwehr Echzell!« Die Gespräche im Aufenthaltsraum verstummen, die Smartphones bleiben auf den Tischen liegen. 13 Jungen und Mädchen laufen in die Fahrzeughalle und besetzen ein Löschfahrzeug und den Mannschaftstransportwagen.

»Unklare Rauchentwicklung am Waldparkplatz«, kommt während der Fahrt als Info vom Gruppenführer, und alle bereiten sich gedanklich auf das vor, was jetzt gleich auf sie zukommen könnte. Doch es ist wie manchmal auch im echten Leben: Als die Jugendlichen die Lage erkunden, stellen sie fest, dass es sich um einen Fehlalarm handelt. Entspannt geht es wieder zurück in die Römerstraße, wo die Fahrzeuge in die Halle gefahren und der gemütliche Abend fortgesetzt werden kann.

Mehrere Szenarien hatten sich Gemeindejugendwartin Franziska Frieß, Markus Suppus und Martin Kirchner ausgedacht, um das Berufsfeuerwehr-Wochenende der Echzeller Jugendfeuerwehr möglichst realistisch und interessant zu gestalten. So mussten am Freitag und am Samstag unter anderem mehrere Brände gelöscht, eine Ölspur beseitigt, ein umgestürzter Baum auf der Straße entfernt und Tragehilfe für den Rettungsdienst geleistet werden. Darüber hinaus lernten die Jugendlichen die Technik und Einsatzmöglichkeiten des Einsatzleitwagens 2 kennen. Auch das Team des Deutschen Roten Kreuzes Echzell nutzte nach einer Übung die Gelegenheit und stellte den Jugendlichen einen Rettungswagen im Detail vor.

Das Berufsfeuerwehr-Wochenende für den Nachwuchs ist ein fester Bestandteil im Jahresplan der Feuerwehr Echzell. Die Erwachsenen freuen sich sehr, wie die Jugendlichen mit Spaß und großem Interesse dabei sind. Die Feuerwehr bedankt sich bei Thomas Bönsel, Bernd Frieß, Stefan Hofmann, Elke und Patric Kapeller, Familie Meng, Jan Rudel und der Metzgerei Pipp, die das Jugendfeuerwehr-Team bei den Übungen und bei der Verpflegung unterstützt haben.

Einstieg ab zehn Jahre möglich

Die insgesamt 22 Jungen und Mädchen der Echzeller Jugendfeuerwehr sind Teil eines Netzwerks von 245 000 Jugendlichen in ganz Deutschland, die einem spannenden, fordernden und attraktivem Hobby nachgehen. Mit ihrem Dienst sichern sie letztendlich die Freiwilligkeit innerhalb der Feuerwehren und erhalten das gesellschaftliche und kulturelle Leben aufrecht. Ab dem Alter von zehn Jahren werden die Kinder spielerisch an die Feuerwehr sowie das soziale Engagement für Mitmenschen herangeführt, altersgerecht mit viel Spaß und vielen Entwicklungsmöglichkeiten ausgebildet, um dann mit 17 Jahren in die Einsatzabteilung übernommen zu werden.

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