Umwelt im Fokus

Wetterauer Poetry Slammer: Ein zweites Buch

Geslammt wird eigentlich auf der Bühne – sehr frei. Festhalten für die Ewigkeit war ein Wunsch von der Wortkünstler und Zuhörer. Und der ist jetzt erneut Wirklichkeit geworden.
22. Mai 2017, 20:10 Uhr
Wollen Dinge anders machen: Die Herausgeber (v.l.) Dominik Rinkart, Kim-Anh Schäfer und Andreas Arnold. (Foto: udo)

Bei einem Poetry-Slam-Weetbewerb tragen Autoren ihre eigenen Texte frei vor und das Publikum bestimmt dann den Gewinner. Da auch Slammern der Wunsch nach schriftlicher Verewigung innewohnt, wurde jetzt der Band »Poetry-Slam Wetterau – Das zweite Buch« im Alten Rathaus zu Assenheim vorgestellt.

Der Band enthält auf 92 Seiten 31 »Bühnentexte zur Natur« von 21 Autoren, er wird von Andreas Arnold, Dominik Rinkart und Kim-Anh Schäfer herausgegeben, er erscheint beim Reimheim Verlag in Friedberg und er kostet 10 Euro. Die Herausgeber und einige Autoren stellten das Buch vor und brachten Auszüge auf die Bühne.

Der Verleger Thorsten Zeller moderierte bei der Präsentation und erläuterte, die Auswahl habe sich aus den bisherigen Poetry-Slam-Veranstaltungen mit der NABU-Umweltwerkstatt ergeben. Er begrüßte das Publikum, trug Verse über das Feiern von Poeten vor und erklärte das Entstehen des Buchs. »Sprachliche Wunder« seien entstanden. Herausgeber Arnold sprach über den vielfachen Wunsch, die vorgetragenen Texte nachlesen zu können.

Luca del Nero trug seinen Text über Verspätungen und die angebliche Notwendigkeit, ein Auto zu besitzen, vor. Jeder finde ungezählte Gründe für seine Umweltsünden. Del Nero demontierte seine Sätze und setzte sie neu zusammen. Das Finale war ein heiteres hingehaspeltes Stakkato. Arnold widmete sich der Frage, was man über den Slam hinaus tun könne, und Rinkart fragte nach dem künstlerischen Wert des Buchs. Zeller trug Verse über die Sehnsucht nach Kälte und Schnee vor. Das Fazit war, dass Plastik zu vermeiden sei.

Großen Applaus erhielt Jan Cönigs Text über das Leben im Wald, das von einer Grundschulkindergruppe erlebt und kundig kommentiert wird, und Rinkarts »Rat der Götter«, der das irdische Leben beurteilte.

Der Band »Bühnentexte zur Natur« versammelt Texte aus der Wetterau mit Themen rund um Natur, Umweltschutz und Nachhaltigkeit. Vielfältig wie das Format Poetry Slam sind auch die Texte: Kurzgeschichten und Gedichte, im Fünf-Minuten-Slamformat oder kompakt auf einer Gedichtseite, ergeben einen Band mit intensiven, nachdenklichen und lustigen Texten. »Es ist uns wichtig, dass es ein regionales Wetterauer Produkt ist«, teilen die Herausgeber der Anthologie mit. Sie hatten deshalb Autoren mit einer Beziehung zur Wetterau eingeladen, sich zu beteiligen. Die Texte reichen von Utopien über die Welt im Jahr 2030 und den Umgang mit Ressourcen bis zu Plädoyers an den Mut, Dinge anders zu machen.

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