Was die geschmolzene Matratze verrät

01. März 2018, 19:02 Uhr
Feuerwehrleute lernen den Umgang mit der Wärmebildkamera. (Fotos: Jan Rudel)

Am Montag konnten Gemeindebrandinspektor Jan Rudel und sein Stellvertreter Stefan Hofmann 26 Kameradinnen und Kameraden aus allen Echzeller Ortsteilen zur Atemschutzschulung im Echzeller Feuerwehrhaus begrüßen. Der Einsatz unter Atemschutz zählt zu den gefährlichsten Aufgaben der Feuerwehr und setzt deshalb wichtige Sicherheitsvorkehrungen und eine gute Aus- und Fortbildung der Trupps sowie entsprechende Ausrüstung voraus.

Nach einer kurzen Einführungsrunde mit Vorschau auf den Verlauf des Abends referierte Rudel zum Thema »den Brand lesen«. Mithilfe einer Präsentation zeigte er sehr anschaulich, welche besonderen Merkmale für die Feuerwehr und insbesondere für die Atemschutzgeräteträger bei einem Brand von immenser Wichtigkeit sein können. Bei entsprechender Deutung der Anzeichen könne man sich entsprechend vorbereiten, was die eingesetzten Feuerwehrkräfte als nächstes vom Feuer »erwarten« könnten.

Nacheinander gingen die Kameraden die Themengebiete »Rauch und seine Farben«, »Wärme und die Auswirkungen«, »Flammen und Temperaturen« sowie »Luftströme und Belüftungstaktik« anhand von Bildern aus Einsätzen und Versuchen durch. Begleitet wurde das Ganze mit anschaulichen Beispielen. So kann man zum Beispiel bei einem geschmolzenen Getränkekasten, der aus Polyethylen besteht, von Temperaturen über 120 Grad ausgehen. Matratzen (Polyurethane) schmelzen ab 85 Grad, und Stahl verliert ab 550 Grad bereits 50 Prozent seiner Festigkeit.

Rohre blind einstellen

Im Anschluss folgte eine Stationsausbildung in der Fahrzeughalle. Dabei unterstützten die Kameraden Annalena Möckel, Dieter Koburger, Simon Schmadel und Sebastian Kapeller. An einer Station galt es, den Notruf eines Atemschutztrupps zu simulieren. An einer anderen wurden Tricks im Umgang mit der Wärmebildkamera gezeigt. Dann wurden wichtige Ausrüstungsgegenstände besprochen und Schutzausrüstung gezeigt, die bei eigenen Einsätzen durch Hitze zerstört worden waren. Außerdem mussten die Kameraden Hohlstrahlrohre blind erkannt und eingestellt werden.

Nach der Schlussbesprechung zogen die Atemschutzgeräteträger ein positives Fazit des Abends. Nun sind sie wieder für die kommenden zwölf Monate in diesem Ausbildungssegment gemäß Feuerwehr-Dienstvorschrift im grünen Bereich.

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