02. April 2019, 21:06 Uhr

Von Klassik bis Gospel

02. April 2019, 21:06 Uhr

In der lichtdurchfluteten Sampo-Halle haben fast 200 Sänger den Frühling beim Kaffeeklatsch des gemischten Chores Einheit Echzell begrüßt. Die Einheit brachte die vielen Sänger nicht alleine auf die Bühne, sondern hatte fünf Gastchöre und den Schulchor der Kurt-Moosdorf-Schule in Echzell eingeladen, der hier seinen ersten öffentlichen Auftritt feierte.

Seit Jahren ist die Einheit rührig in ganz Oberhessen unterwegs und sucht neue Kontakte, um dem Publikum in Echzell immer wieder neue Ensembles präsentieren zu können. Mit jedem Chor kommen neue Ideen auf die Bühne und wecken hoffentlich das Interesse am Singen in der Gemeinschaft.

So waren auch am Sonntag mit den Eintracht-Chören aus Ockstadt unter Chorleiter Martin Bauersfeld, dem Gesangverein Liederkranz Pohl-Göns unter Martin Winkler, dem gemischten Chor Eintracht Bingenheim unter Leitung von Klaus Rühl, den Soulsisters Concordia 2000 aus Stockheim mit Susanne Aßmann, dem Männer-Projektchor »unCHORordiniert« aus Weckesheim, dem Schulchor und dem gemischten Chor der Einheit Echzell – die letzten drei unter Leitung von Jan Frische – auch fast alle Stilrichtungen der Chorliteratur vertreten.

Publikum macht mit

Vom deutschsprachigen Popstil, in dem die Gastgeber mit dem Versprechen »Alles wird gut« den Nachmittag eröffneten, oder auch dem »Wähl die Eins«, gesungen von den Ockstädtern, über das klassische Liedgut, vorgetragen vom gemischten Chor Bingenheim mit »Gretlein schürz dich« oder dem »Wach‹ auf, mein Herzens Schöne« von dem Sängern aus Pohlgöns, die auch das bekannte Volkslied »Hoch auf dem gelben Wagen« im Gepäck hatten, bis hin zu englischen Texten wie »Lollipop« aus Ockstadt oder »Caravan of Love« von »unCHORidiniert«, war alles im Programm vetreten. Die Gospels der »Soulsister«, machten mit »Viva la vida« auch einen Ausflug in den Pop.

Die Kinder des Schulchores hatten schon bald ihr Lampenfieber vergessen und trumpften richtig auf. Selbstsicher standen sie vor ihrem Dirigenten Jan Frische und damit Rücken an Rücken zu ihm, sodass er sie nicht wirklich dirigieren konnte, sondern lediglich am Klavier begleitete. Das Publikum im Saal musste beim ersten Lied »Und die Chöre singen für dich« den anspruchsvollen Refrain »Ooooo-oooo-oooo« mitsingen, was es auch gerne tat. Mit dem Zungenbrecher-Lied »Meine Bieber haben Fieber, meine Mäuse haben Läuse, meine Hasen haben Blasen« gönnten die jüngsten Sänger der voll besetzten Halle ein kleines Päuschen, bevor der Kanon »Ich bin hier im Konzert« anstand, bei dem die Halle nicht nur mitsang, sondern sich auch körperlich betätigte, bis einige Gäste dem Drehwurm nahe waren.

Die Kuchentheke im Foyer mit der neuen Idee des »all you can drink« beim Kaffee – »Bitte nur so viel Sie können«, betonte Natalie Stoll, die durch den Nachmittag führte – rundete den gelungenen musikalischen Kaffeeklatsch ab.

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