07. Dezember 2017, 20:17 Uhr

Vom Kaff bis nach Bollywood

07. Dezember 2017, 20:17 Uhr

Der Autor und sein eigenes Buch haben eine ganz besondere Beziehung. Gedanken und Intentionen sind auf vielen Seiten verewigt. Wenn ein Autor sein Werk veröffentlicht, möchte er, dass es gelesen wird. Wenn er daraus selber (vor)liest, bekommen die Zuhörer einen Eindruck von seiner Leidenschaft, den Absichten und Besonderheiten in einem Buch. Dazu dienen auch Literaturreihen wie »Erlesenes in Bad Nauheim«: Das ist ein Gemeinschaftsprojekt zwischen der Stadt und der Buchhandlung am Park, das von Agnes und Hermann Römer tatkräftig unterstützt wird. Jetzt haben die Verantwortlichen das Programm für das kommende Jahr fertig.

Immer anonym – »Die Geschichte des verlorenen Kindes« heißt das Buch von Elena Ferrante, das Dr. Jasmin Behrouzi-Rühl am 21. Februar vorstellen wird. Im Februar wird nämlich der lang erwartete vierte Band der Neapolitanischen Saga (Reife und Alter) erscheinen. Sie ist seit den 1990er Jahren als Romanautorin etabliert, allerdings konnte ihre Anonymität bis heute niemand durchbrechen und ihr Pseudonym noch nicht aufgedeckt werden. Das Time Magazine zählte sie 2016 zu den 100 einflussreichsten Personen weltweit.

Zurück ins Kaff – Der Berliner Autor Jan Böttcher wird am Mittwoch, 25. April, aus seinem Roman »Das Kaff« lesen. Darin geht es um Michael Schürtz, 42-jähriger Architekt in Berlin. Er will dort so schnell wie möglich Karriere machen. Da erreicht ihn das Angebot, in seiner kleinen Heimatstadt am Rande der Lüneburger Heide einen größeren Auftrag zu übernehmen. Er tut, was er nie wollte: Er kehrt in das »Kaff« zurück. Nur für einen Sommer – denkt er. Aber nach und nach beginnt die Stadt vor Michaels Augen zu leben, ihm ungeahnte, neuartige Einblicke und Erkenntnisse zu ermöglichen.

Ein Hauch von Bollywood – »Mama Tandoori«heißt der Roman, der am Mittwoch, 6. Juni, bei »Erlesenes« präsentiert wird. Ernest van der Kwast stellt ihn vor. Der Autor wurde 1981 in Bombay geboren und ist halb indischer, halb niederländischer Herkunft. In seinem autobiografisch gefärbten Roman möchte Ernest van der Kwast einen bunten Reigen von Charakteren, von Bollywood-Star Onkel Sharma bis zu seiner Tante Jasleen, einer einstmals erfolgversprechenden Siebenkämpferin, präsentieren. Allen voran aber seine Mutter, die Matriarchin des Klans, geliebt und gefürchtet, eine Tyrannin mit dem Herzen einer Löwin.

Trauer und Glück – Anne Reinecke aus Berlin wird am Mittwoch, 22. August, aus ihren Roman »Leinsee« lesen. Es ist eine Liebesgeschichte zwischen großer Trauer und großem Glück. Karl ist noch nicht einmal 30 und hat sich schon als Künstler in Berlin einen Namen gemacht. Er ist der Sohn von August und Ada Stiegenhauer, dem Glamourpaar der deutschen Kunstszene. Doch in der symbiotischen Beziehung seiner Eltern war kein Platz für ein Kind. Nun ist der Vater tot, die Mutter schwer erkrankt. Karls Kosmos beginnt zu schwanken und steht plötzlich still. »Leinsee« ist Reineckes erster Roman.

Deutsche Teilung – »Ein schönes Paar« heißt das Buch, das Autor Gert Loschütz am Mittwoch, 19. September, vorstellen wird. Darin geht es um Fotograf Philipp, der beim Ausräumen seines Elternhauses auf einen Gegenstand stößt, der die Trennung seiner Eltern ausgelöst hat. Die Geschichte wird wieder lebendig. Es ist ein Roman über Liebe und Vergänglichkeit vor dem Hintergrund der deutschen Teilung.

Doppelleben – Lilian Loke aus München liest am Mittwoch, 7. November, aus ihrem Roman »Auster und Klinge«. Zwei Männer, die jeweils ein fragwürdiges Doppelleben führen, treffen aufeinander und schließen eine Abmachung. Virtuos und mit bösartiger Komik erzählt Lilian Loke in ihrem rasanten Debütwerk von einem riskanten Deal in einer erbarmungslosen Welt.

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