Sexuell belästigt

Vier Mädchen im Usa-Wellenbad begrapscht

Im Bad Nauheimer Usa-Wellenbad ist es am Dienstagnachmittag zu einem sexuellen Übergriff gekommen. Ein 20-Jähriger soll vier Mädchen begrapscht haben.
19. Juli 2017, 17:09 Uhr

Von Christoph Agel , 3 Kommentare
Bei dem Vorfall am Dienstag im Usa-Wellenbad sind vier Mädchen im Alter von 3 bis 14 Jahren sexuell belästigt worden. (Archivfoto: nic)

Sexueller Übergriff im Usa-Wellenbad in Bad Nauheim am Dienstag: Die Mädchen aus Bad Nauheim im Alter von 3, 12, 13 und 14 Jahren vertrauten sich gegen 17 Uhr im Freibad dem Bademeister an. Sie gaben an, ein Mann habe sie zunächst im Schwimmbecken bedrängt und ihnen schließlich an den Po gefasst.

Der Bademeister verständigte die Polizei und hielt den Verdächtigen bis zu deren Eintreffen fest. Beim Beschuldigten handelt es sich um einen 20-jährigen Asylbewerber aus Afghanistan, der derzeit in Wölfersheim untergebracht ist. Er musste die Beamten auf die Polizeistation begleiten, konnte sie jedoch wieder verlassen, da nach Angaben der Polizei keine Haftgründe vorlagen. Zunächst soll eine Männergruppe die Mädchen bedrängt haben, ehe der 20-Jährige die Kinder anfasste.


Seltener Vorfall

Die erneute Befragung der Kinder stand am Mittwoch noch aus. Taten dieser Art seien ein allgemeines Problem und nicht einem bestimmten Täterkreis zuzuordnen, sagte Polizeisprecherin Sylvia Frech. In diese Richtung äußert sich auch Sascha Rieck, Interims-Geschäftsführer des Usa-Wellenbades: »Flüchtlinge sind genauso selten auffällig wie andere Personengruppen.«

Ein Vorfall wie der, der sich am Dienstag ereignet haben soll, sei in der Form selten. Schon eher sei es vorgekommen, dass sich ein Exhibitionist vor Kindern oder Jugendlichen entkleidet habe und weggerannt sei – oder versucht habe wegzurennen. »Die Mitarbeiter haben zügig und gut reagiert«, sagte Rieck im Hinblick auf solche Fälle. Sie hätten den Täter gestellt, die Polizei informiert und Hausverbot erteilt. »Die Aufsichtspersonen entwickeln einen Scan-Blick.« Wie die WZ berichtete, soll im Juni ein Mann außerhalb des Usa-Wellenbades am Zaun gestanden und onaniert haben.

Dass Leute begrapscht werden, sei im Usa-Wellenbad überhaupt nicht üblich, sagte Rieck am Mittwoch gegenüber der WZ. »Es ist seit langem das erste Mal, dass der Vorwurf besteht.« Der Interims-Geschäftsführer wies darauf hin, dass geschultes Fachpersonal eingesetzt werde. Innerhalb der Ausbildung zum Fachangestellten für Bäderbetriebe, also zum Bademeister, werde das Wissen über rechtliche Aspekte insgesamt geprüft. »Das geschulte Personal sollte darauf bestens vorbeireitet sein. Bei uns im Bad sind sie das auch«, sagte Rieck im Hinblick auf unschöne Vorfälle.


Usa-Wellenbad-Chef: Personal richtig geschult

Auch auf das Thema Flüchtlinge haben sich die Mitarbeiter des Usa-Wellenbades besonders vorbereitet. So gebe es Übersetzungshilfen für das Personal – sowohl am Eingang, als auch in den Badebereichen. Auf den Karten stünden in verschiedenen Sprachen Standardregeln für den Aufenthalt im Schwimmbad. Es gehe etwa darum, dass man nicht vom Beckenrand springen darf und dass es für Frauen und Männer unterschiedliche Duschbereiche gibt.

Die Wachsamkeit des Badepersonals hängt laut Rieck nicht davon ab, ob sich gerade viele Menschen im Bad aufhalten, sondern große Aufmerksamkeit sei auch dann gefragt, wenn es regne und wenig los sei.

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