15. November 2017, 07:00 Uhr

Zebunke kandidiert

Thomas Zebunke will Landrat werden

Die Wetterauer Grünen schicken Thomas Zebunke ins Rennen um den Posten als Landrat. Indes ist Kathrin Anders zur Kreissprecherin gewählt worden.
15. November 2017, 07:00 Uhr
Der neue Grünen-Landratskandidat Thomas Zebunke will »das Wunder von Friedberg wahr werden lassen« und kandidiert gegen Jan Weckler und Stephanie Becker-Bösch. (Fotos: jwn)

Mit dem Kreistagsabgeordneten Thomas Zebunke aus Friedberg wollen die Wetterauer Grünen den Landratswahlkampf am 4. März 2018 noch einmal spannend machen. »Wir brauchen einen spürbaren Politikwechsel und nicht nur einen Austausch auf dem Chefsessel der Kreisverwaltung«, begründete der 56-jährige Agraringenieur Thomas Zebunke seine Kandidatur auf der Mitgliederversammlung der Wetterauer Grünen am Montag in Florstadt.

Scharf griff er sodann den bevorstehenden Wechsel des amtierenden Landrats Joachim Arnold (SPD) auf den Vorstandsposten des Energieunternehmens OVAG an. Dieser Schritt sei von Arnold von Anfang geplant und unter den beiden großen Parteien SPD und CDU deshalb auch so verabredet gewesen. Nur deswegen sei die weitere Kreisbeigeordnetenstelle geschaffen worden, damit beide Parteien dieselbe Ausgangsposition für den bevorstehenden Wahlkampf um das Landratsamt hätten. Seit über einem Jahr betrieben die beiden Kreisbeigeordneten von CDU und SPD nichts anderes als Wahlkampf und eilten von Fototermin zu Fototermin anstatt Antworten auf die drängenden Fragen der Kreispolitik zu suchen.

Ganz besonders scheinen es die Grünen auf die Kreisbeigeordnete Stephanie Becker-Bösch (SPD) abgesehen zu haben. Denn in einer gesonderten Erklärung kritisierten sie vor allem deren Festhalten an dem nicht funktionierenden Drittelfinanzierungmodell für die Schulsozialarbeit. Seit drei Jahren würden regelmäßig Beträge im Kreishaushalt dafür eingestellt, doch passieren würde anschließend nichts. In den Augen der Grünen habe Becker-Bösch sich deshalb zu einem wahren Hemmschuh entwickelt.

Grüne greifen Becker-Bösch an

Zebunke berichtete, dass die Grünen im Vorfeld bereits erste Gespräche über eine gemeinsame Kandidatur für die Landratswahl mit den übrigen Parteien im Kreistag geführt hätten. Weil diese jedoch ergebnislos geblieben wären, hätten sich die Grünen zu dem Alleingang entschlossen.

Zebunke sah seine eigenen Wahlchancen recht positiv und beziffert sie mit rund 20 Prozent im ersten Durchgang. »Dann allerdings brauchen wir die Unterstützung der übrigen kleineren Parteien, um das Wunder von Friedberg wahr werden zu lassen«, orakelte der 56-Jährige, der zurzeit im Wiesbadener Umweltministerium als Referent arbeitet. Für den Wahlkampf werde er beruflich sogar ein bisschen kürzer treten und mit einem festen Team die Wetterau mit seinen Grünen Vorstellungen und Plänen beackern. Vor allem in den Bereichen Umwelt- und Klimaschutz, Landwirtschaft und Flächenverbrauch habe er sehr genaue Vorstellungen. »Die Wetterau hat riesig viel Potenzial. Lasst uns aus ihr das ›Labor Wetterau‹ machen und endlich wieder etwas gestalten«, fordert Zebunke seine Grünen-Parteifreunde auf.

Unterstützung erhält der passionierte Saxophonspieler und Biathlet von seinem Fraktionsvorsitzenden im Kreistag, Michael Rückl: »Schon in der Koalition haben wir die Politik vorangetrieben, die Fragen nach der Zukunft gestellt und geholfen, den Haushalt zu konsolidieren. Seit der Kommunalwahl und unserem Ausscheiden aus dem Regierungsbündnis gibt es nur Stillstand. Deshalb muss ein Grüner die Verantwortung übernehmen und Landrat werden.«

Zebunke gehört dem Wetterauer Kreistag seit zirka einem Jahr an und war zuvor Abgeordneter in der Regionalversammlung Südhessen. Er wurde mit 100 Prozent der Stimmen gewählt.

Eine der ersten Gratulantinnen war die zuvor als Kreissprecherin gewählte Kathrin Anders aus Bad Vilbel. Sie ersetzt die bisherige Sprecherin Antje Gesinn, die aus dem Wetteraukreis verzogen ist. »Ich habe den Bundestagwahlkampf gerade hinter mir und habe noch Lust auf mehr«, sicherte Anders ihrem Parteifreund Zebunke ihre Unterstützung zu.

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