03. Dezember 2018, 20:23 Uhr

Stets auf der Spur des Sterns

03. Dezember 2018, 20:23 Uhr
Die Jugendgruppe des Musikvereins Echzell mit Jessica Navrade eröffnet das Adventskonzert.

125 Jahre alt ist der Musikverein Echzell. Den musikalischen Schlusspunkt im Jubiläumsjahr setzte das Geburtstagskind am Samstagabend mit seinen beiden Leitern Kapellmeister Andreas Heil und Jessica Navrade in der evangelischen Kirche – auf den Tag genau 125 Jahre nach Gründung des Vereins.

Den Auftakt in dem bis auf den letzten Platz besetzten Gotteshaus machte die Jugendgruppe des Musikvereins. Mit ihrer Dirigentin Jessica Navrade drückte der Nachwuchs den Startknopf des Konzerts. Die Jugendlichen begannen mit »I will follow him«. Daran schloss sich das Weihnachtslied »Carol of the bells« an. Mit Leonhard Cohens »Hallelujah« bog die Gruppe auf die Zielgerade ein. Für dieses letzte Stück des musikalischen Weges hatte man den Folk-Rock-Song »The sound of silence« von Simon and Garfunkel gewählt. Nach diesem auf der Liste der 500 besten Songs stehenden Stück wurden die Jugendlichen mit dem verdienten Beifall der rund 200 Zuhörer verabschiedet.

Seit über 20 Jahren Dirigent

Die Plätze am Altar nahm nun das an diesem Abend aus 33 Musikern bestehende Orchester ein. Andreas Heil, der das Orchester seit über 20 Jahren leitet, stellte das Adventskonzert und Finale des Jubiläumsjahrs unter das Motto »Follow the star«. Mit diesem musikalischen Wegweiser von der Adventszeit bis zu den Weihnachtstagen gingen die Musikerinnen und Musiker auf die überlieferten Ereignisse in Palästina ein. Die einzelnen Stücke sagten Birgit Galonska und Thomas Reitz an.

Mit »Follow the star« erinnerte der Musikverein an den Weg der Weisen aus dem Morgenland. Nun erklang das in seiner Schwierigkeit im Programm ganz oben stehende Lied »Emotionen« von Kurt Gäble. Der Komponist will hiermit auf unsere hektische Zeit hinweisen, in der es schwieriger als früher ist, die Anforderungen der Gesellschaft mit der individuellen Kreativität in Einklang zu bringen. So bestimmt ein nach vorne drängendes, kraftvoll-rhythmisches Grundmotiv den ersten und dritten Teil des Stücks. Von diesem »Pulsschlag des Lebens« eingerahmt, ist der ruhige und teilweise zarte Mittelteil.

Besucher singen am Ende mit

Nach dieser gelungenen Darbietung vermittelten Heil und seine Musiker festliche Stimmung mit dem Weihnachts- und Filmmelodienlied »Somewhere in my memory«, bevor man in die Märchenwelt mit Karl Svobadas »Küss mich, halt mich, lieb mich« aus dem Film »Drei Haselnüsse für Aschenbrödel« entführte. Es schlossen sich »La Storia« von Jacob de Haan und »The Young Amadeus« an.

An die Sehnsucht nach Freiheit der afro-amerikanischen Sklaven wurde mit »Song of freedom« erinnert. Trabende Pferde vor einer Kutsche im lockeren Schnee waren bei »A holly jolly Christmas« akustisch greifbar. Und schon befanden sich die Zuhörer in Echzell am Heiligen Abend mit dem von Harry Belafonte aufgenommenen »Mary’s boy child«. Noch bekannter dürfte der Weihnachtsklassiker »White Christmas« aus den 40er Jahren von Irving Berlin sein. Diese Sehnsucht nach eines schneeweißen Christfest erklang auch in Echzell.

Zum Abschluss des Adventskonzerts in seinem 125. Jubiläumsjahr spielte der Musikverein »O du fröhliche«, wozu viele Besucher mitsangen.

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