Trickbetrug

Seniorin fällt auf Trickbetrüger rein: Mehrere Tausend Euro weg

Wieder mal ist eine Seniorin Opfer von Trickbetrügern geworden. Die Butzbacherin hatte Glück, dass eine Bankmitarbeiterin stutzig wurde. Das Geld scheint trotzdem weg.
13. Juni 2018, 18:15 Uhr
(Symbolfoto: dpa) (Foto: Jan-Philipp Strobel (dpa))

Wieder mal ist eine Seniorin Opfer von Trickbetrügern geworden. Eine 73-Jährige aus Nieder-Weisel erhielt in der vergangenen Woche mehrere Anrufe eines falschen Polizeibeamten. Dieser überzeugte die Seniorin geschickt, dass sie ihre Ersparnisse retten müsse. Um dies zu tun, müsse sie das Geld an ihn auszuhändigen. Die Frau hob von ihrem Konto einen fünfstelligen Betrag ab und hinterließ das Bargeld am letzten Mittwoch gegen 17.30 Uhr, wie verabredet am Grundstückszaun.

 

Betrug fliegt auf - zu spät

Doch damit nicht genug. Der falsche Polizist rief weiter an. Er gab vor, sich um das Wohlergehen der Seniorin zu sorgen und forderte sie zu weiteren Geldübergaben auf. Also begab sich die 73-Jährige am Montag abermals zur Bank und forderte die Bankangestellte auf, ihr nochmals einen fünfstelligen Betrag auszuzahlen.
 

+++ Lesen Sie auch: Bankangestellte verhindern Betrug an Seniorin +++


Die Bankmitarbeiterin ahnte, dass es hier nicht mit rechten Dingen zuging und zahlte den gewünschten  Betrag aus. Sie schaltete stattdessen die Polizei ein, die die Ermittlungen aufnahm. Die Chancen der betrogenen Seniorin ihr Geld zurückzubekommen sind gering. Trotz hohem Ermittlungsaufwand gestaltet sich die Feststellung der Täter schwierig.
 

Angeblicher Kommissar warnt

Auch am Montag meldeten sich erneut angebliche Polizeibeamte bei mittelhessischen Bürgern. Ein angeblicher Kommissar warnte vor Einbrechern, bei deren Festnahme man Zettel mit der Anschrift der Angerufenen gefunden habe. So versetzen die Täter ihre Opfer in Angst und gewinnen geschickt deren Vertrauen.

Die Polizei rät in diesem Zusammenhang:

  • Bei einem Anruf der Polizei erscheint nie die Rufnummer 110 in Ihrem Telefondisplay. 
  • Legen Sie sich die Telefonnummer der für sie örtlich zuständigen Polizeidienststelle neben das Telefon und melden Sie dort den Sachverhalt.
  • Geben Sie unbekannten Personen keine Auskünfte über Ihre persönlichen oder finanziellen Verhältnisse. 
  • Sprechen Sie mit ihrer Familie oder einer anderen Vertrauensperson über den Anruf. 
  • Übergeben Sie unbekannten Personen niemals Geld oder Wertsachen, auch nicht Boten oder angeblichen Mitarbeiterinnen oder Mitarbeitern der Polizei, Staatsanwaltschaften, Gerichten oder Geldinstituten.
  • Wenn Sie Betroffener eines solchen Anrufes geworden sind, wenden Sie sich in jedem Fall an die Polizei und erstatten Sie eine Anzeige.

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