Geburtstagsgeschenk

Rodheimer Freibad wird ab 2020 saniert

Das Rodheimer Schwimmbad bleibt bestehen und wird ab 2020 saniert. Daher hielt das verlorene Auftaktspiel der deutschen Elf gegen Mexiko neimanden davon ab, den 65. Geburtstag des Bades zu feiern.
19. Juni 2018, 14:00 Uhr
SSR
Bürgermeister Thomas Alber verkündet im Beisein von Stadtverordnetenvorsteherin Regina Karehnke sowie Blütenkönigin Chiara und ihrer Blütenkinder den Erhalt des Rodheimer Freibads.

»Unser Schwimmbad geht in Rente, was aber nicht heißt, dass es nicht mehr arbeitsfähig ist«, sagte Bürgermeister Thomas Alber bei der Eröffnung des Freibadfestes. Das einst nach einem Großbrand konzipierte Feuerlöschbecken feiert nun seinen 65. Geburtstag. »Damals sah es hier noch ganz anders aus«, fuhr Alber fort. Rundum habe es nur Grünfläche gegeben – bis erste Wohnhäuser gebaut wurden und das Freibad in die Mitte von Rodheim rückte. »Wir werden unser Schwimmbad in den nächsten Jahren erneuern und komplett sanieren«, sagte er unter Applaus der Gäste. Mit Unterstützung des Förderverein Rettungsschwimmer seien in den vergangenen Jahren bereits die Umkleidekabinen erneuert und die Außenfassade aufgewertet worden.

 
Fotostrecke: 65 Jahre Freibad Rodheim

Nach jetzigem Stand soll im Jahr 2020 eine komplette Sanierung stattfinden. Ein Förderantrag in Höhe von einer Million Euro sei bereits beim Land Hessen beantragt, informierte der Bürgermeister. »Das Volumen der gesamten Investition wird am Ende zwischen vier und sechs Millionen Euro betragen.« Nach Bewilligungsbescheid könne es dann losgehen. Damit ist auch eine Verlegung vom Tisch. »Nur im äußersten Notfall, wenn wir feststellen, hier spricht die Lärmemission dagegen, würden wir woanders hin siedeln«, betonte Alber. »Doch bleiben wir erstmal bei Plan A – weiterhin Freibad Rodheim«.

 

Landrat wirbt fürs Schwimmen

 

Unterhaltung bot die Jugendabteilung der Feuerwehr und die »Piepmätze« unter der Leitung von Gabriele Seiffert-Kahl. Zur Eröffnung zeigten die Mädchen und Jungen eine Übung mit dem Feuerwehrfahrzeug. Dabei bauten die 10 bis 17-Jährigen den meterlangen Wasserschlauch zusammen und gaben nach Kommando einen Wasserstrahl über das Schwimmbecken ab. Der Rodheimer Ortsvorsteher Rainer Schaub informierte, dass man mit 18 Jahren in die Einsatzabteilung aufsteigen könne. Nachwuchs sei immer erwünscht. Die »Piepmätze« der Feuerwehr – 18 Kinder im Alter von zwei bis fünf Jahren – tanzten zu »Alle Schäfchen machen Böckchen« (Volker Rosin). Für die Musik sorgte DJ Robby Hildmann aus Rosbach.

Auch Landrat Jan Weckler war zu Besuch. Er erzählte, als Kind sei er mit seinen beiden Brüdern jeden Samstagmorgen für zwei Stunden schwimmen gewesen. »Mein Vater war Sportlehrer.« Doch diese Art von Disziplin gebe es immer seltener. Mehr und mehr Kinder könnten nicht schwimmen und erlernten es auch bis ins Erwachsenenalter nicht. »Es mangelt eben an Möglichkeiten«, vermutet Bürgermeister Alber. Immer mehr Freibäder in Deutschland würden geschlossen. Zu teuer, zu kostenintensiv.

Auch deshalb kämpft der Förderverein Rettungsschwimmer als Bürgerinitiative für den Erhalt des Freibads. »Bevor Deutschland heute Abend gewinnt, müssen wir das 300. Mitglied erreicht haben«, appellierte Wolfgang Brück.

Zwar verlor Deutschland gegen Mexiko, trotzdem haben die Besuchern kräftig gespendet. Lassen es die finanziellen Möglichkeiten zu, will der Förderverein einen separaten Sprungbereich bauen. Auch ein Café zur Übergangszeit sei eine Überlegung.

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