11. Februar 2019, 11:00 Uhr

Kostümsitzung

Pinocchios und Traummänner in Florstadt

Der Auftakt in die närrische Zeit ist den »Niddageistern« am Samstagabend mit Bravour gelungen. Sie zeigten ein abwechslungsreiches Programm, trotz erschwerten Bedingungen.
11. Februar 2019, 11:00 Uhr
Die Gruppe »Blue Spirit« tanzt als Pinocchios über die Bühne. (Fotos: Lutz)

Die Bewirtung in der Bürgerhaus-Narhalla ließ am Samstagabend zu wünschen übrig. Aktive und Gäste der ersten Kostümsitzung der »Niddageister« machten aber das Beste daraus und die Verantwortlichen reagierten.

Christoph Lehr, erst seit letztem Sommer als neuer Vereinsvorsitzender im Dienst, sah sich angesichts zu wenig Personals im Saal und langer Schlangen vor der Theke genötigt klarzustellen, dass der Verein »überhaupt gar nichts mit der Bewirtung zu tun hat und dass es ab April mit dem neuen Betreiber hoffentlich besser funktioniert«. Nachdem kurz nach 21 Uhr die ersten Getränke ausverkauft waren, entschied Lehr spontan erstmals in der Vereins- und Sitzungsgeschichte, die Sektbar bereits vor 22 Uhr zu öffnen.

 

 
Fotostrecke: Fasching in Florstadt

 

Getanzt, geschunkelt, gesungen und gelacht wurde trotzdem. Als neue Hausband fungierten Ben Karell und Roy Glitter. Nach dem Fastnachtseid, den Sitzungspräsident Yannik Steinmacher allen Anwesenden abnahm, wurde es zunächst aber emotional. Das Gesangsduo Holger Wenisch und Reiner Bentrup sang eine Hommage auf die langjährigen Aktiven Ralf Zauner und Klaus-Peter Lehr, »die leider viel zu früh von uns gegangen sind«, so Wenisch.

Danach nahm das Programm durch die Ehrengarde »Philazoo«, das »Schönste, was Florstadt zu bieten hat«, an Fahrt auf und leitete zum Premierenvortrag von Rochsane Mentes über, die als »Wilma Wieder« aus dem Leben einer Übergewichtigen mit Frühlingsrolle und »Naschbrettbauch« berichtete.



Verschwundenes Schlüsselloch?

Die Gruppe »No Limits« steigerte die Stimmung mit ihrem Gipfelstürmer-Tanz, ehe ein leicht angetrunken wirkender Holger Wenisch begleitet von Reiner Bentrup ein Lied davon zu singen wusste, wie ihm bei der Rückkehr aus der Kneipe das Schlüsselloch geklaut worden sein muss.

Mit einem gekonnten Solo-Auftritt sorgte Sarah Kisser als Funkenmariechen für Beifallsstürme, ehe Michael Hahn vom Gesangsverein Eintracht Kaichen seine Vorzüge als Traummann anpries. Erst nach zwei Zugaben und »Let it be«-Persiflagen wurde er verabschiedet.

Sarah Kisser begeistert als Funkenmariechen.
Sarah Kisser begeistert als Funkenmariechen.

Den zweiten Teil eröffneten die »Dancing Diamonds« mit dem zweiten Gardetanz, die erstmals im Programm der Kostümsitzung auftraten. Karen Frohneberg und Anja Löffel sinnierten danach aberwitzig über Schönheits-OPs und das Älterwerden, ehe die Tanzformation »Blue Spirit« als Pinocchios zu begeistern wusste.

Die »Hot Flames« unternahmen einen tänzerischen Ausflug nach Las Vegas, ehe das Gesangsduo »Papedis« (Holger Wenisch und Reiner Bentrup), auch bekannt als »Die Fleeschder Flippers«, ihre Stimmungs- und Schunkellieder mit einer Sirtaki-Einlage krönten. Vor dem großen Finale aller Aktiven tanzte sich die Formation »Young Explosion« ins »Land der Götter« und die »Bachbouwe« setzten mit dem »Fleeschder Hinkelstall« den grandiosen Schlusspunkt.

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