30. März 2017, 21:06 Uhr

Nitrat-Niveau stabil

30. März 2017, 21:06 Uhr
Erster Kreisbeigeordneter Jan Weckler informiert sich bei Landwirt Hahn, Ortslandwirt Merz und Fachberater Lotz über die Wasserschutz-Kooperation. (Foto: prw)
Im nächsten Jahr begeht die Wasserschutzkooperation Niddatal-Kaichen ihr 20-jähriges Bestehen. Erster Kreisbeigeordneter Jan Weckler informierte sich zusammen mit Dr. Hendrik Kamps vom Fachdienst Landwirtschaft über die laufenden Arbeiten und Ergebnisse beim Kaichener Landwirt Michael Hahn, Ortslandwirt Klaus Merz und Frank Lotz, Wasserschutzberater beim Maschinenring Wetterau.

1998 hatten 18 Landwirte im Wasserschutzgebiet (WSG) Kaichen des Wassersversorgungsverbands Kaichen-Heldenbergen-Burg-Gräfenrode mit dem Wasserversorger einen Kooperationsvertrag abgeschlossen. Ziel war es, das Trinkwasser zu sichern und die Landwirtschaft im Wasserschutzgebiet zu erhalten.

Bei der landwirtschaftlichen Wasserschutzberatung, die 80 Prozent der Landwirte erreiche, liege ein besonderes Augenmerk auf einer optimierten Stickstoffdüngung, sagte Weckler. Die Bewirtschaftung landwirtschaftlicher Flächen erfolge immer durch die Wechselwirkung mit Boden, Wasser und Luft. Trockene und nasse Witterungsphasen, schwankende Temperaturen, aber auch besondere Standortverhältnisse könnten dazu führen, dass die Kulturpflanze den Stickstoff nicht gleichmäßig aufnehme und zu viel Stickstoff im Boden sei. Mit der Folge, dass sich durch eine nicht optimierte Düngung der wasserlösliche Stickstoff in den Boden verlagere.

Jedes Jahr (bereits im Januar) untersuche der Maschinenring im WSG 40 Ackerschläge auf ihren Stickstoffgehalt. »Ziel ist es, genau so viel zu düngen, wie die Pflanzen bis zur Ernte auch wieder entziehen«, sagte Weckler. Nach dieser ersten schriftlichen Stickstoff-Düngeempfehlung folgten im Verlauf der Vegetation weitere Untersuchungen an den Pflanzen im Feld, um die folgenden Düngungen immer wieder genau dem Pflanzenbedarf anzupassen.

Auf die aktive Mitarbeit der Landwirte und den besonderen Dokumentationsaufwand für die Wasserschutzkooperation wiesen die beiden Kaichener Landwirte Michel Hahn und Klaus Merz, der auch Ortslandwirt ist, hin. Sie stellten klar, dass die Landwirte auch aus eigenem wirtschaftlichem Interesse Stickstoffverluste vermeiden wollten. Jährlich dokumentieren alle Landwirte im WSG jede Düngung, Bodenbearbeitung, Anbau- und Pflanzenschutzmaßnahme und die Ernte für jedes Flurstück.

Dass alle Kooperationspartner über einen Zeitraum von fast 20 Jahren zielorientiert und effizient zusammenarbeiteten, schlage sich auch in den Ergebnissen nieder. So wiesen die einzelnen Ackerschläge seit mehreren Jahren nahezu keine Stickstoff-Überschüsse mehr auf.

Die Bemühungen aller Beteiligten hätten letztlich auch dazu geführt, dass der seit den 90er Jahren zu beobachtende Nitratanstieg kurz nach Beginn der Kooperation abgemildert worden sei und auf einem kontinuierlichen Niveau um 35 Milligramm Nitrat pro Liter gehalten werde.

Schlagworte in diesem Artikel

  • Jan Weckler
  • Michael Hahn
  • Niddatal-Kaichen
  • Redaktion
  • Schlagwort zu
    Meine Themen

    Sie haben bereits 15 Themen gewählt

    Sie folgen diesem
    Thema bereits

Klicken Sie auf ein Schlagwort, um es zu „Meine Themen” hinzuzufügen oder weitere Inhalte dazu zu sehen.


0
Kommentare | Kommentieren

Bilder und Videos

Kommentare

Kommentar hinzufügen

Kommentar schreiben - Ihre Meinung zum Thema ist gefragt


Kommentare werden erst nach einer Prüfung durch die Redaktion veröffentlicht. Bitte beachten Sie die Netiquette sowie die Hinweise nach dem Absenden Ihres Beitrags.


Überschrift
Meine Meinung





Sie haben noch kein Login? Jetzt kostenlos registrieren.

Registrieren Sie sich kostenlos um Ihren Kommentar abzuschließen:

Wir garantieren Ihnen, dass alle persönlichen Daten nur beim Verlag intern verwendet werden und nicht ohne Zustimmung an Dritte weitergegeben werden.


Bitte beantworten Sie noch die folgende Sicherheitsfrage:
Wieviel ist 8 + 2: 




Sie sind bereits registriert? Zurück zum Login.