Neujahrsvarieté

Neujahrsvarieté startet mit Magie und Akrobatik

Da sind sie wieder, diese magischen Momente: Das Neujahrs-Varieté in Bad Nauheim hat begonnen. 47 Shows faszinieren noch bis zum 4. Februar die Besucher.
13. Januar 2018, 12:00 Uhr
Cristina Garcia beherrscht die Kontorsion. (Foto: hau)

Die Weltklasse-Artisten verzaubern in schwindelerregender Höhe, begeistern in atemberaubendem Tempo, mit Grazie, Kraft und Eleganz. Das herrlich illuminierte Jugendstiltheater im Hotel Dolce trägt sie alle auf Händen. Aber was, wenn man tatsächlich anfängt, an das Übersinnliche zu glauben? Nur weil da zwei höchst aparte Mentalmagier sagen können, was Wildfremde denken? Dann lehnt man sich einfach nur noch in seinen roten Plüschsessel zurück, genießt den Zauber des Augenblicks und ist bemüht, die Frage nach dem Wie aufzugeben. Denn eigentlich will man das Geheimnis telepathischer Kunststücke ja gar nicht wirklich lüften. »Sonambul« heißt das Zauberwort, mit dem sich Vivian Sommer und Roman Maria von Thurau beim Neujahrs-Varieté der Ovag in die Hirne und Herzen »gelesen« haben. Mit offenen Mündern verfolgen über 33 000 Zuschauer in 47 Shows die magische Kunst des umwerfenden Duos aus Berlin.

 
Fotostrecke: Start des 16. Neujahrs-Varietés

Überhaupt macht auch die 16. Auflage der Kultveranstaltung ihrem inzwischen weltweit exzellenten Ruf in Artistenkreisen alle Ehre. Hoch dekorierte Künstler geben sich im fliegenden Wechsel zwischen Himmel und Erde ein begeisterndes Stelldichein. Wie am seidenen Faden reiht sich einen Monat lang täglich drei Stunden lang ein emotionaler Höhepunkt an den anderen im großen Theatersaal des Dolce Bad Nauheim.

LED-Optik und Verbiegekünstlerin

Verbindende Elemente sind die charmante Moderatorin und augenzwinkernde Vollblut-Chansonnette Alix Dudel und, über ihr in der Loge »schwebend«, die rassige Tigerband vom Frankfurter Tigerpalast. Bereits zum Auftakt spannen die Varieté-Macher der Ovag mit ihren künstlerischen Leitern Andreas Matlé und Anne Naumann den Bogen vom klassischen Varieté-Orchester bis zum modernen Tron Dance in LED-Optik. Seit Jahren freuen sich Veranstalter auf den König der Schlappseil-Artisten. Jetzt verschlägt der strahlende Chinese Zhang Fan im Kopfstand oder auf Leitern balancierend seinen Bewunderern tatsächlich allabendlich den Atem. Seine Landsfrau Ma Yan Yan verzückt mit Zaubereien in Tütü und Spitzentanz, und aus Spanien kommt mit Cristina Garcia jene junge Verbiegekünstlerin, die schon auf den Plakaten mit Pfeil und Bogen ins Schwarze getroffen hat.

 

Die Collins Brothers glänzen mit schwarzem Humor.	(Foto: hau)
Die Collins Brothers glänzen mit schwarzem Humor. (Foto: hau)

 

Mit rabenschwarzem Humor treffen die schrägen Collins Brothers den Nerv des Bad Nauheimer Publikums, derweil Paul Ponce mit rasanten Jonglagen und strahlendem Lächeln die Herzen erobert. Wenn sich dann das russisch-amerikanische Duo Adam und Anton im Zeitlupentempo gegenseitig mit unfassbarem Muskeleinsatz in die Höhe stemmt, entlädt sich im Jugendstiltheater regelmäßig Szenenapplaus. Auch bei der lyrischen Luftnummer von »Desire of Flight« brandet immer wieder tosender Applaus unterm Sternenzelt auf.

 

Liebestrunkenes Ice-Pole-Paar

 

Eine gute Prise Erotik gehört zur attraktiven Pole-Dance-Nummer des liebestrunkenen Ice-Pole-Paares aus Russland, während die Brüder Meleshin mit ihrem waghalsigen Balanceakt voll auf der Rolle sind und die Tiufiaev-Truppe ihre jungen Stars mit dem Russischen Barren im Vierfachsalto gen Decke schleudern.

Die am meisten umjubelten Senkrechtstarter dürften einmal mehr die australischen Catwall-Acrobats mit ihrer raffiniert transparenten Wandkonstruktion sein. Aber auch bei der Auswahl der Artistengruppen bewährt sich der kontrastreiche Brückenschlag zwischen Klassik und Moderne: Die hoch dekorierten Gorgeous Girls vom Chinesischen Nationalzirkus ziehen grazil in den Bann jahrtausendealter Zirkuskunst.

Und wenn sich zum Finale Künstler, Funkenregen, Glitzerschlangen und Luftballons auf die Bühne und in den Saal ergießen, wenn das Publikum entfesselt Applaus spendet und dieses Kribbeln im Bauch gar nicht aufhören will, dann graben sich die magischen Momente tief unter die Haut. Magische Momente, auf die nicht zuletzt auch die Clowndoktoren setzen, die rund um das Varieté und im Foyer mit roten Nasen für ihre gute Vereinssache werben.

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