Kinocenter-Nachfolge

Neues Kino: Investoren klopfen an

In der Bismarkstraße in Friedberg sollen drei Mehrfamilienhäuser gebaut werden – genau dort, wo jetzt noch das Kinocenter steht. Möglich, dass es schon bald Ersatz gibt.
09. Mai 2017, 11:00 Uhr

Von Jürgen Wagner , 1 Kommentar
Ende Januar 2018 schließt das Kinocenter Friedberg. In der Bismarckstraße werden Wohungen gebaut. (Foto: nic)

Die Kommunalpolitiker haben Verständnis für die Entscheidung von Kinocenter-Betreiber Hans-Albert Wunderer. Wie die WZ berichtete, waren die letzten drei Jahre aus wirtschaftlicher Sicht nicht gerade berauschend. Das Kinocenter ist in die Jahre gekommen, das Publikum zieht den kleineren »Schachtel-Kinos« der Achtzigerjahre große Multiplex-Häuser vor. Persönliche Gründe kamen hinzu, so dass Wunderer sich entschloss, das Grundstück zu verkaufen.

»Investoren haben mir gesagt, dass Friedberg ist ein phantastischer Kino-Standort ist. Die ersten haben sich bereits im Rathaus gemeldet, demnächst werden wir Gespräche führen«, sagte Bürgermeister Michael Keller im Ausschuss für Stadtentwicklung. Alle Innenstadt-Kinos hätten Probleme, der Schritt sei nachvollziehbar, sagte Keller. Über die Schließung zu klagen, bringe nichts: »Wenn alle hingegangen wären, hätte der Kinobetreiber nicht draufzahlen müssen.« »Die Kreisstadt sollte ein Kino haben«, betonte auch Ausschussvorsitzender Seuss. »Wir hoffen, dass es bald eine Lösung gibt.«

Keine Diskussionen gab es im Ausschuss über den vorgelegten Bebauungsplan für das knapp 2000 Quadratmeter große Grundstück. Die Bismarckstraße wird sich in diesem Abschnitt deutlich verändern. Der zweigeschossige Vorderbau des Kinos mit der Freitreppe und das hintere Gebäude mit den Kinosälen werden ebenso abgerissen wie die Garage im Hof. Bislang ist das Grundstück nahezu komplett versiegelt. Auch dass wird sich ändern.

Vorgarten und Tiefgarage

Die Bismarckstraße ist geprägt durch gründerzeitliche Stadtvillen aus der Zeit um 1900, Vorgärten und die im Frühjahr farbenfroh blühenden Zierkirschen. Auch in der Bismarckstraße 24 b soll ein Vorgarten entstehen. Dahinter gruppieren sich die geplanten drei Neubauten mit einer Grundfläche zwischen 285 bis 295 Quadratmetern. Insgesamt sollen 875 Quadratmeter Fläche bebaut werden, die Grundfläche vergrößert sich gegenüber dem vorherigen Bebauungsplan geringfügig um 35 Quadratmeter. Das Vorderhaus erhält ein klassisches Satteldach, die beiden hinteren Gebäude jeweils ein Flachdach, das auf insgesamt rund 1000 Quadratmetern begrünt werden soll. Auch für Parkplätze will die Investorin sorgen: Für die Bewohner wird eine Tiefgarage gebaut.

Im Kinocenter laufen im Januar 2018 die letzten Vorstellungen, dann rücken die Bagger an und ein Stück Friedberger Identität wird dem Erdboden gleichgemacht. Der Kinosommer im Rathauspark wird fortgesetzt. Wunderer hat bereits Verträge mit der Stadt für diesen Sommer abgeschlossen, auch für 2018 steht er mit seinem mobilen Kino im Campingwagen bereit.

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