Kurpark-Café

Neuer Pächter im Schweizer Milchhäuschen in Bad Nauheim

Wachablösung im Schweizer Milchhäuschen: Christian Schöniger ist neuer Pächter des Cafés im Bad Nauheimer Park. Der 36-Jährige profitiert von der Aufbauarbeit seiner Vorgänger Antonella Lucifero.
12. Februar 2018, 17:05 Uhr
Christian Schöniger, neuer Pächter im Schweizer Milchhäuschen, möchte das Erfolgskonzept seiner Vorgängerin weitgehend übernehmen. (Foto: Nici Merz)

Christian Schöniger hat sich ins gemachte Nest gesetzt. Der neue Pächter des Schweizer Milchhäuschens kann von der Aufbauarbeit seiner Vorgängerin Antonella Lucifero profitieren, die das frühere Schwyzer Hüsli wieder zu einem gefragten Anlaufpunkt im Bad Nauheimer Kurpark gemacht hat. Schöniger hat das Gebäude seit 1. Februar von der Stadt gepachtet.

Im kleinen Fachwerkhäuschen mit großer Tradition werden bereits seit 1892 Getränke ausgeschenkt. Der ursprüngliche Name Schwyzer Hüsli war den ersten Betreibern zu verdanken, der Familie Dörig aus Appenzell. Die Schweizer schenkten frische Kuh- und Ziegenmilch an Kurgäste aus. Diesen Getränken schrieben die Verantwortlichen des Kurbetriebs damals eine gesundheitsfördernde Wirkung zu.

Stabiler Aufschwung

In den folgenden Jahrzehnten folgte irgendwann der Schwenk zu einem Cafébetrieb. Das idyllisch im Park gelegene Häuschen lockte vor allem viele Besucher der Kurstadt an, aber auch die Einheimischen ließen sich Kuchen und Brötchen schmecken.

Im Lauf von mehr als 125 Jahren mussten einige Perioden des Niedergangs überwunden werden, vor allem als die Gesundheitsreformen weniger Kurgäste nach Bad Nauheim brachten. Für einen stabilen Aufschwung sorgte in den letzten sechs Jahren Antonella Lucifero, die das Schwyzer Hüsli ab 2012 als Schweizer Milchhäuschen weiterführte und die Historie des Gebäudes damit im Namen noch mehr betonte. Sie setzte konsequent auf schmackhafte und gesunde Ernährung, bot in ihrem Café auch vegetarische und vegane Speisen an, alles ist gluten- und laktosefrei, viele Produkte sind mit dem Zusatz »Bio« versehen.

Gastronomie von der Pike auf gelernt

Ihr Ausstieg hat persönliche Gründe. »Ich bin jetzt 20 Jahre in der Gastronomie aktiv, das ist kein Zuckerschlecken«, sagt die ehemalige Betreiberin. Es sei der richtige Zeit, um zu gehen und sich eine Auszeit zu nehmen.

Mit ihrem Nachfolger Christian Schöniger kam sie ins Gespräch, weil der 36-Jährige, der die Gastronomie von der Pike auf gelernt hat, öfter privat im Milchhäuschen zu Gast war. Dabei erfuhr er von der Suche nach einem Nachfolger und meldete sich im Rathaus. Der Butzbacher begann mit 16 Jahren eine Ausbildung zum Hotelfachmann in Friedrichsdorf, leitete später fünf Jahre lang die Bürgerhaus-Gaststätte seines Wohnorts.

An bewährtem Konzept wird festgehalten

Im hübsch an der Brücke zum Sprudelhof gelegenen Schweizer Milchhäuschen will er an dem bewährten Konzept seiner Vorgängerin festhalten, behutsam ergänzt durch eigene Ideen. Die sechs fest angestellten Mitarbeiter wird der 36-Jährige weiterbeschäftigen. Schwerpunkt des Angebots sind die verschiedenen Frühstücksvarianten mit hausgemachten Marmeladen und die selbst gebackenen Kuchen.

Außerdem gibt es eine Vielfalt von kleinen kalten und warmen Speisen. Der Hauptumsatz wird im Sommerhalbjahr gemacht. Dann können die 200 Plätze im Freien genutzt werden, innen ist Raum für 40 Gäste. Aber das Schweizer Milchhäuschen bleibt auch unter seinem neuen Pächter ganzjährig geöffnet.

Die Verantwortlichen der Stadt sind zufrieden mit ihrer Wahl. »Da sich Frau Lucifero aus dem Betrieb zurückziehen wollte, freuen wir uns, mit Herrn Schöniger einen kompetenten Gastronomen gefunden zu haben«, sagt Erster Stadtrat Peter Krank.

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