16. Oktober 2018, 20:00 Uhr

Nach dem Knall

Nach Geldautomaten-Sprengung setzt Polizei auf Zeugen und Spuren

Gut drei Tage nach der Sprengung eines Geldautomaten in Bad Nauheim ist der Polizei zwar noch kein Durchbruch gelungen, doch die Zerstörung heißt nicht, dass es keine Spuren geben kann.
16. Oktober 2018, 20:00 Uhr
Die Sprengung hat ein Bild der Verwüstung hinterlassen. Wenige Stunden nach der Tat hat der Betrieb im Supermarkt aber wieder uneingschränkt laufen können. (Foto: ssa)

Wer hat am frühen Samstagmorgen im Rewe-Center im Gewerbegebiet »In den Langen Morgen« einen Geldautomaten gesprengt und ist dann mit umfangreicher Beute abgehauen? Gut drei Tage nach dem Vorfall, über den die WZ berichtet hatte, konnte die Polizei noch keinen entscheidenden Durchbruch vermelden. Allerdings setzt sie sowohl auf Spuren, als auch auf Zeugen, wie Polizeisprecher Jörg Reinemer am Dienstag erklärte. Das Maß an Zerstörung bedeute ganz und gar nicht, dass sich keine DNA-Spuren oder auch Fingerabdrücke mehr finden lassen könnten.

Gegen 5.20 Uhr am Sonntagmorgen hatte die Brandmeldeanlage in dem Supermarkt ausgelöst, woraufhin die Feuerwehr zum Tatort ausrückte. Die Täter hatten die Schiebetür eines Nebeneingangs aufgebrochen, um in den Vorraum zu gelangen, wo sich der Geldautomat befand, wie Max Reichardt erläuterte (die WZ berichtete). Reichhardt leitete am Samstag den Feuerwehreinsatz. Die Polizei rückte an, Mitarbeiter der Spurensicherung nahmen Gegenstände mit, womöglich kommen sie durch ihre Analyse den Tätern auf die Schliche.

 

Waren es die selben Täter wie im März?

Es gibt noch einen weiteren Aspekt, auf den die Polizei ihre Hoffnungen setzt: Laut Reinemer flüchten Täter, die gerade einen Geldautomaten in die Luft gejagt haben, für gewöhnlich mit hoher Geschwindigkeit und stark motorisierten Fahrzeugen. Das Fluchtverhalten sei »sehr rapide und sehr rigoros« – was auffallen dürfte. Zur Fahndung zählen außerdem Befragungen in der Nachbarschaft und das Verfolgen weiterer Spuren.

Bereits in der Nacht auf den 17. März hatte jemand versucht, den Geldautomaten im Rewe-Center zu sprengen. An Geld kamen der oder die Täter damals nicht. Ganz im Gegensatz zu der Tat am Samstagmorgen. Der Sachschaden lag diesmal laut Polizei schätzungsweise bei 50 000 Euro, zur Höhe der Beute gab es auch am Dienstag noch keine Angaben. Ob es sich bei den Tätern vom März und von diesem Wochenende um die selben handelt, ist laut Reinemer offen, es werde überprüft. Wer Hinweise hat, wird gebeten, sich unter Tel. 0 60 31/60 10 bei der Polizei zu melden.

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