01. Juli 2018, 19:16 Uhr

Mal wieder Kino in Friedberg

01. Juli 2018, 19:16 Uhr
Der Wein am Stand des Europaclubs vertreibt den Besuchern die Wartezeit auf den Filmbeginn. Bürgermeister Dirk Antkowiak (2. v. r) und seine Frau Jessyka (r.) stoßen mit anderen Besuchern an. (Fotos: lod)

Es lebe das Kino in Friedberg. Das Kinocenter an der Bismarckstraße ist abgerissen. Ein neues Kino für die Kreisstadt lässt weiter auf sich warten. Ein Lichtblick für Fans von Filmgenuss ist das Open-Air-Kino im Rathauspark. Noch bis zum Freitag gibt’s hier besondere Leinwand-Momente.

»Letztes Jahr saßen wir hier mit ein paar wenigen Leuten im Regen und es war saukalt«, erinnert sich Gisela Rausch. Die Friedbergerin ist Stammgast des Open-Air-Kinos im Rathauspark. Dieses Jahr war alles anders. Das durchgehend schöne Hochsommerwetter sorgte an den ersten drei Tagen für Rekordzahlen, sehr zur Freude von Jürgen Umsonst, dem Leiter der Abteilung Jugendpflege und »Kinomann« Hans-Albert Wunderer.

»Wir hatten immer wieder mal schöne Tage, aber auch viel Pech mit dem Wetter«, sagt Umsonst, der mit Wunderer von Beginn an für das Freiluftkino verantwortlich ist. »Wir sind so gut wie ausverkauft«, freut sich denn auch Wunderer.

Am Samstagabend waren nahezu alle 300 Sitzplätze belegt, als gegen 22 Uhr die französische Filmkomödie «Das Leben ist ein Fest« auf der Großleinwand anlief. Tags zuvor waren bereits 218 zahlende Besucher zur Vorstellung der Neuverfilmung des Krimi-Klassikers »Mord im Orient-Express« gekommen.

Tisch-Plätze sind beliebt

Hier begrüßte Bürgermeister Dirk Antkowiak die Besucher. »19 Jahre Open-Air-Kino und dieses Jahr sieben Vorstellungen, so viele, wie noch nie, das kann sich sehen lassen«, sagt das Stadtoberhaupt. Er dankte den beiden »Cheforganisatoren« Hans-Albert Wunderer und Jürgen Umsonst.

Ein weiterer Dank ging an den Europa-Club, der ebenso zwei Vorstellungen präsentierte, wie das Kulturforum Friedberg. Von Anfang an mit dabei ist die Jugendfeuerwehr Friedberg, die mit Popcorn, Chips, Erdnüssen und gekühlten Getränken für das passende Kino-Feeling sorgt. Für den kleinen Hunger gibt es traditionell heiße Würstchen.

Am Freitag und Samstag informierte der Europa-Club über seine Arbeit. Dazu schenkten die Aktiven am mit Fahnen dekorierten Stand französische Weine aus. Auf diese Weise wurde die Wartezeit bis zum Einbruch der Dunkelheit überbrückt. Viele Kinofans waren schon 90 Minuten vor Filmbeginn gekommen, um sich einen Platz an den Tischen zu sichern.

»Ich sitze gerne am Tisch, das ist ein ganz besonderes Ambiente«, sagt Gisela Rausch, die auch am Samstag wieder einen Tischplatz ergattert hatte. Einige Besucher verfolgten das Geschehen auf der Leinwand sogar auf den mitgebrachten Decken vom Boden aus.

Vorstellung für Kinder

Fortgesetzt wurde das Open-Air-Spektakel am Sonntagabend mit »Loving Vincent«, dem letzten Film den das Bildungsforum im inzwischen abgerissenen Kino-Center zeigte. Im Vorprogramm trat hier Liedermacherin Nadine Dannehl auf.

Begonnen hatte das Open-Air-Kino bereits am Donnerstagnachmittag mit einer Premiere. Zur ersten Vorstellung für Kinder waren fast 250 Kinder und Erwachsene gekommen. Gezeigt wurde »Ferdinand geht stierisch ab«. Dafür war eigens eine LED-Projektionswand aufgebaut worden. »Wir hatten im Vorfeld alle Kindertagesstätten in der Stadt angeschrieben. Viele sind gekommen, auch das Kinderhaus Wetterau«, zeigt sich Umsonst über die große Resonanz zufrieden. Und Wunderer war noch am Samstagabend von der Kindervorstellung restlos begeistert: »Das war ganz süß«.

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