Katzen und Schlechtschwätzer

08. Februar 2018, 19:32 Uhr
Das Helferteam widmet sich der Hygiene im Seniorenheim. Reinhard Schwarz, Reinhold Brucker, Gottfried Haas und Wilfried Schulmeier singen über den unkontrollierten Apfelweinkonsum. (Fotos: udo)

In der Faschingssitzung der Seniorengemeinschaft der katholischen Pfarrei Sankt Peter und Paul lösten Vorträge, Dialoge, Lieder und Tänze einander ab. Im Weißen Saal des Hauses Sankt Gottfried gaben sich Katzen, Schlechtschwätzer, Haar-Designerinnen, zerstrittene Ehepaare, tanzende Polizistinnen und Brezelfrauen ein Stelldichein, und sogar zwei leibhaftige Geistliche fanden den Weg in die Bütt. Es musizierten Jörg Alfons Hutter und Wilfried Schulmeier am E-Piano und dem Saxofon.

Marita Schulmeier begrüßte die Gäste und versprach Unsinn und Narretei. »Grau« reimte sich in ihrer Ansprache stimmig auf »Helau«. Cornelia Schulmeier und Petra Haas führten durch das bunte Programm. Meike Herold tanzte als Katze zu Katzenmusik und berichtete anschaulich aus dem schnurrigen Katzenalltag. Vier Untertanen auf jeweils zwei Beinen stünden unter ihrer Kontrolle. Eindringlich und mit vielen »Miaus« wurden die Vorzüge des Katzendaseins gepriesen, das sich von der Existenzform eines Hundes eminent unterscheide. Kurt Rützel und Reinhard Schwarz wurden vom Publikum lebhaft als ortsbekannte »Schlechtschwätzer« begrüßt und tauschten Erfahrungen und Anschauungen aus. Der häusliche Alltag ließ seine Tücken und Abgründe aufscheinen. Bürgermeister Dr. Bernhard Hertel setzte sich für den Brandschutz ein, präsentierte und erläuterte die passenden Schilder, die eine geordnete Flucht ermöglichen sollten, setzte Zuhörer beherzt als Rauchmelder ein und hatte als Sprungtuchhalter schon viel mitgemacht. Wenn ihm die abstürzenden Brandopfer zu schwer erschienen, ließ er sie gerne einmal auf dem Asphalt mehrfach »uffdoppse«, um das Tuch und sich selber zu schonen.

Der Pfarrer im Ruhestand Josef Kopatsch und Barbara Keindl führten Karl Valentins und Liesl Karlstadts Sketch über den missglückten Theaterbesuch festspielreif auf und entwickelten die umständlichsten Gedanken, um den später eintreffenden Sohn auf das auf dem Herd stehende Essen schriftlich aufmerksam zu machen. Der Vorname des hoffnungsvollen Knaben war ihnen zeitweilig entfallen, aber da konnte ja die Nachbarin gefragt werden, »die immer alles am besten weiß«. Pfarrer Thomas Knedelhans grüßte als »Überraschungsgast«.

Das siebenköpfige Helferteam informierte über »Sparmaßnahmen im Seniorenheim«, die im hygienischen Desaster endeten. Die »Pink Unicorns« des Turnvereins Vorwärts erfreuten mit ihrem Gardetanz. Cornelia Schulmeier, Petra Haas und Andrea Beranek erprobten sich als Haar-Designerinnen, lockten einen arglosen langhaarigen Einheimischen auf die Bühne und gaben ihn erst wieder frei, als die Wolle geschoren und der adrette Frühlingsschnitt perfekt war. Reinhard Schwarz, Reinhold Brucker, Gottfried Haas und Wilfried Schulmeier sangen über lokale Begebenheiten und die Auswirkungen übermäßigen Apfelweinkonsums. Statt eines Ordens bekam jeder der vier eine attraktive Rolle Toilettenpapier überreicht.

Helene Schmitt kam als »Brezelfrau«, hatte aber auch Salzstangen dabei. Anschaulich berichtete sie von der tagelangen Suche nach den Socken, die dann an den eigenen Beinen als Schicht unter den Strümpfen aufgefunden wurden. Die »Basilika-Piraten« tanzten als Polizistinnen zu »Y. M. C. A.«. Der kundige »Freizeitberater« Jörg Alfons Hutter gab einen ansehnlichen Überblick über attraktive Hobbys aller Art und dirigierte gleich darauf die Sängervereinigung Heimatliebe bei ihren Trink-, Rhein- und Faschingsliedern, in die das vergnügte Publikum einstimmte. Zum Finale kamen alle Akteure auf der Bühne zusammen und der Dank galt allen Mitwirkenden und Helfern.

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