27. November 2018, 20:48 Uhr

In der Ziegenkutsche den Markt eröffnet

27. November 2018, 20:48 Uhr

Zum 25. Mal feierte Berstadt seinen reaktivierten »Maad«, dessen zeitlicher Ursprung unklar ist. In den vergangenen Jahrhunderten war er in der von der Landwirtschaft geprägten Region ein Krammarkt für allerlei Bedürfnisse – vermutlich zu jener Zeit, als die Feldarbeiten abgeschlossen und die Bediensteten ihr Jahresgehalt erhalten hatten.

Ohne Markttreiben gingen in jüngerer Zeit die Berstädter am 26. November zum »Maad-Owend« in die Gaststätten. Als auch diese Tradition einzuschlafen drohte, entschloss sich die Wirtin Christel Lang mit der Unterstützung verschiedener Gruppen, den »Maad« wiederzubeleben.

Am Montag um 14 Uhr eröffnete die Wirtin in der Ziegenkutsche der beiden Wohnbacherinnen Silke und Britta mit einer Fahrt über das Gelände den »Berschder Maad 2018«. Die Ziegenkutsche wurde anschließend von den Kindern bis in die Dämmerung bei Touren über Gartenwege genutzt. Die dadurch erhaltenen Spenden bekommt die Wohnbacher Einrichtung »Haus Atemzeit«.

Streichelzoo und Karussell

Am Startpunkt der Fahrten hatten Britta und Silke auch einen kleinen Streichelzoo mit je zwei Schafen und jungen Ziegen aufgebaut. Da streichelten und fütterten die jungen Marktbesucher die Tiere. Ein weiterer Magnet war das benachbarten Kinder-Kettenkarussell.

An den insgesamt elf Ständen boten die beiden Berstädter Kindergärten, »Storchennest« und »Wasserburg«, der Förderverein, die Abiturklasse der Singbergschule in Wölfersheim, der AKD Dorfentwicklung, die Feuerwehr, die Fußballer-Jugend, verschiedene private Stände sowie die Gaststätte Zur Brücke eine breite Palette an Essen, Getränken, Advents- und Weihnachtsschmuck sowie Bastelarbeiten an. Die Feuerwehr hatte sich für das Pfläumchenspiel entschieden, wobei die geknackten Jackpots jeweils für Stimmung sorgten. Der siebenjährige Leon Schick zeigte seinen Bekannten stolz die 15 gewonnenen Überraschungseier, und Oma Annelie Möller schoss den Vogel des Tages mit 36 gewonnenen Pfläumchen ab. Zum Tag gehörte auch die lokale Spezialität »Kuloppe«. Die 350 kleinen Gugelhupfen der Landfrauen waren bereits um 16 Uhr ausverkauft.

Um 18 Uhr traten die »Berschdbacher« am benachbarten Zingelbrunnen in Aktion. Wie alljährlich am 26. November wurde das Wasser des von dem AKD betreuten Brunnens abgestellt. Der zweite Vorsitzende Udo Glockengießer wies gerade in diesem trockenen Jahr auf die Bedeutung des Wassers hin. Karl-Heinz Siefert von den »Berschbachern« erklärte die Auswahl der dargebrachten Lieder: »So möge ›Antje, mein blondes Kind‹ den Wind ermutigen, in 2019 mehr wasserreiche Wolken zu schicken.«

Während des knapp halbstündigen Konzerts stellte der Brunnen den Wasserfluss bis zur Zeitumstellung im Frühjahr ein. Nach weiteren Liedern schunkelten und sangen die Zuhörer bei Liedern wie »Rosamunde« eifrig mit.

Als die »Berschdbacher« verstummten, gingen die Besucher zurück über die Zingelbachbrücke auf das Marktgelände, wo sie musikalisch von den »Waschbachtalern« empfangen wurden, die eine Stunde lang für zusätzliche beste Unterhaltung sorgten. Nach dem Schließen der Stände endete der »Berschder Maad« nach Mitternacht in der Gaststätte Zur Brücke.

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