Babysitter-Diplom

Immer die Windel checken: Kurs für angehende Babysitter

Der Umgang mit kleinen Kindern und Babys ist eine verantwortungsvolle Aufgabe für Babysitter. Was zu tun ist, wenn die Kleinen weinen, erklärte Erzieherin Karola Weis nun vier Jugendlichen.
14. September 2017, 17:00 Uhr
Enspannung für Baby und Babysitter: Im Kurs üben die Jugendlichen den Fliegergriff.

Die ev. Familien-Bildungsstätte bot am Samstag einen Kurs an, bei dem Jugendliche ihr Babysitter-Diplom machen konnten.

Neele, Leonie, Lena und Maurice bekamen von Karola Weis Tipps und Tricks im Umgang mit Babys und Kleinkindern von null bis sechs Jahren. Die Teenager sind zwischen 13 und 15 Jahren alt und haben bereits erste Erfahrungen gesammelt: Maurice hat eine kleine Schwester und wollte wissen, »wie man mit Gefahren umgeht«, auch Leonie hat jüngere Geschwister, Neele und Lena haben bereits Babysitting gemacht, alle wollen sich auch künftig ein bisschen Taschengeld dazuverdienen. Hier erfuhren sie, was kleine Kinder bereits können und welche Bedürfnisse sie haben, wie man sie trösten kann oder mit Trotzverhalten umgeht.

Zuerst lernten sie mit Karola Weis ein Begrüßungslied: »Kleine Kinder mögen es, wenn man mal ganz leise und dann wieder ganz laut singt«, erklärte Weis. Mit einer Puppe, die von Gewicht und Größe einem Säugling entspricht, lernten die Jugendlichen den »Fliegergriff«, dabei liegt das Baby mit dem Bauch nach unten auf dem Unterarm. »Dabei kann sich das Baby prima entspannen«, aber man müsse immer darauf achten, dass das empfindliche Köpfchen gestützt werde, erklärte Weis, das war für die Jugendlichen zunächst gar nicht so einfach. Gefragt, was man bei einem weinenden Baby tun könne, waren sich alle einig: »Zuerst die Windeln checken!«. »Wenn ein so kleines Baby weint, dürft ihr nicht nervös werden«, erklärte Weis, »denn Babys spüren das und weinen dann umso mehr.« Das wiegen, singen oder tragen mindestens zehn Minuten ausprobieren, nicht so schnell wechseln, war ihr Tipp. Das Windelwechseln wurde natürlich auch geübt. Weis erklärte, was Babys und Kinder in den verschiedenen Altersstufen schon können, wie sie ihre Umgebung wahrnehmen. So müsse das Kind etwa ab drei Jahren auch lernen, ein »Nein« zu akzeptieren, da sie Gefahren oft noch nicht abschätzen könnten. »Auch, wenn sie mit Trotzanfällen reagieren, wenn sie etwas nicht bekommen«. Diese dauerten aber meist nicht lange. »Ihr dürft dann nicht nachtragend sein, denn die Kleinen sind es auch nicht«, erklärte Weis.

Ein ganz wichtiger Punkt für Babysitter, aber auch für die Eltern, seien Zuverlässigkeit, Vertrauen und Pünktlichkeit. »Die Eltern müssen sich auf euch verlassen können, Absprachen müssen eingehalten werden, was die Schlafenszeit oder auch Essen betrifft. Aber auch die Eltern müssen sich an Termine halten und dürfen diese nicht einfach absagen. Wenn das öfters passiert, dann dürft ihr das auch ansprechen«.

Die zukünftigen Babysitter müssten auch Gefahrenpunkte wie Steckdosen im Auge haben und wissen, was im Notfall oder bei kleineren Verletzungen zu tun sei. »Ihr müsst euch alle wichtigen Telefonnummern geben lassen, die der Eltern, aber auch die vom Kinderarzt. Die Nummern von Notruf und Giftnotrufzentrale solltet ihr wissen«, so Weis. Die Jugendlichen erhielten Ausdrucke, auf denen alles Wichtige noch einmal stand und die im Kurs noch ergänzt und mit Bildern geschmückt wurden.

Am Ende des Kurses erhielten alle vier ein Babysitter-Diplom von Anna Lehnen. »Mit dem Diplom können sie in unsere Babysitter-Kartei aufgenommen werden, über diese Kartei werden sie auf Anfrage von interessierten Eltern von uns vermittelt«, erklärte die Fachbereichsleiterin. (Fotos: isi)

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