Heimische Helden rocken das Zirkuszelt

Sie sind heimische Helden – finden die Fans und die waren zahlreich beim Auftritt von vier Top-Acts im Zirkuszelt auf der Seewiese. Ein Grund, die »Local Heroes« groß herauszubringen.
16. August 2017, 10:00 Uhr
Nico Laska singt seine eigenen Songs unplugged. (Foto: Loni Schuchardt lod)

Viele Facetten der bunten aktuellen Wetterauer Musikszene in eine Veranstaltung zu präsentieren, diese Idee hatte Veranstalter Harry Thyssen von Thyssen Entertainment schon lange. Jetzt konnte er dieses Vorhaben mit Unterstützung der Stadt umsetzen. Unter dem Titel »Local Heroes« (Lokale Helden) präsentierte er im Zirkuszelt auf der Seewiese vier bestens bekannte heimische Top-Acts.

Eigentlich waren es sogar fünf. Im Vorzelt stimmte Nick Ramshaw die Besucher mit unplugged gespielten Songs aus seiner CD »Soulshine« sowie einigen neuen Stücken bestens auf den Abend ein. Eigentlich sollte der Wahl-Wöllstädter seine Eigenkompositionen, die bewusst an die britische Musik aus den 60er bis 90er Jahre erinnert, im Biergarten spielen. Das verhinderte der Dauerregen, der wohl auch Grund dafür war, dass sich an der Abendkasse keine Schlangen bildeten. Doch die Fans der auftretenden Künstler und Bands feierten trotz Nässe und Kälte ihre »Helden«. Yannick Di Mari, der Gewinner des deutschen Rock- und Poppreises 2016 in der Kategorie Singer-/Songwriter, eröffnete das Programm mit seinen meist ruhigen und nachdenklichen Liedern, sowohl in englisch als auch auf deutsch.

 
Fotostrecke: Local Heroes im Zirkuszelt auf der Seewiese in Friedberg

Im Herbst wird seine erste deutschsprachige CD »Nimm’ mit was geht« erscheinen, darunter auch mit dem eingängigen »Hier und jetzt«, einem echten Ohrwurm. Begleitet wurde der »bekennende Wetterauer« vom Friedberger Bassisten Chris Umbach und Benjamin Berthold aus Bad Nauheim am Cajun. »Er ist ein echter Held«, meinte FFH-Moderator Colin Mahnke, der durch den Abend führte.

 

Fans trotzen Regen und Kälte

 

Diese Aussage gilt auch für Nico Laska, der es in der letzten Staffel von »The Voice of Germany« in das Team von Yvonne Catterfeld schaffte. »Das hat mir wirklich viel gebracht«, sagte der Ortenberger im Gespräch mit Mahnke.

Zunächst nur mit Akustikgitarre sang der 22-Jährige ausdrucksstark und mit großer Bühnenpräsenz seine eigenen Stücke, wie »Oceans« oder »Bye Bye«. Immer wieder suchte er den Kontakt zu den Besuchern und animierte die Fans zum Mitsingen.

Als dann sein »In-Ear« ausfiel und er sich auf den Kopfhörern nicht mehr hörte, mischte er sich unter die Zuschauer, sang ohne Anlage. Alle klatschten und machten mit. Eine Session, die an Woodstock erinnerte, glücklicherweise platschte der Regen nur aufs Zeltdach.

Im zweiten Teil von Laskas Auftritt wurde es rockig. Erstmals trat er mit Band auf. Jonas Brehm (Gitarre), Bassist K.D. Wetz und Drummer Nico Rudolf feierten zusammen mit Laska eine tolle Premiere, die mit »Light it up« endete. Jüngste Truppe des Abends war »Shortless« um den charismatischen Sänger und Gitarristen Max Noske aus Ossenheim. Mit ihren eigenen Reggae-Stücken haben sich die sechs Instrumentalisten und die Background-Sängerinnen Charline Gensrich, Lea Höhmann und Paula Nitsch, die zum ersten Mal dabei war, längst einen großen Fankreis erobert. Mit Songs wie »I could be you« brachte die Friedberger Truppe ein Hauch von Sommer ins Zirkuszelt. Die Fans erklatschten sich eine Zugabe und Mahnke staunte nur noch: »Toll, und ihr seid ja alle erst 18 und 19 Jahre alt.

Alte Hasen sind dagegen »The Munitors«, die ihre Karriere einstmals im Friedberger Jugendzentrum begonnen hatten, woran Sänger Julien Mauska erinnerte. Inzwischen wohnen alle vier in Frankfurt-Bornheim, doch der Wetterau fühlen sie sich nach wie vor eng verbunden. Mit ihrem Mix aus Brit- und Indie-Rock überzeugten »The Munitors«, die als fünften Mann mit Si Kao einen exzellenten Gastgitarristen dabei hatten. Es war dies das Finale einer vierstündigen »Helden-Schau«, die sicher etwas mehr Besucher verdient gehabt hätte.

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