24. Oktober 2018, 20:21 Uhr

Harmonisch durch den Herbst

24. Oktober 2018, 20:21 Uhr

Stets anders, auch wenn es immer dieselben sind. So präsentierte sich der gemischte Chor der »Einheit« Echzell in seinem Herbstkonzert in der evangelischen Kirche. Unter Leitung von Jan Frische führte der Chor »Harmonisch durch den Herbst«, dabei wurde es bunt wie im Herbst und war stets harmonisch, wie angekündigt.

Frische schaffte es, dem Chor viele verschiedene Gesichter zu verleihen und das ohne großen Schnickschnack, der Schwerpunkt lag deutlich auf der Musik. So erklangen Disney-Melodien als Medley als behutsamer Einstieg des Chores nach einem eher temperament- und schwungvollen »Italienischen Herbsttanz«, mit dem Dr. Ralf Schäfer an der Orgel das Konzert eröffnet hatte. Mit weiteren Disney-Titeln wie »Can’t you feel the Love tonight« und »You’ll be in my Heart«, mit deutschem Text, präsentierte sich die Einheit weiter als ausgewogener, gefühlvoller Gute-Laune-Chor.

Spannung bis zum Schluss

Im Anschluss an Holger Scharfs Solo-Beitrag »Fields of Gold«, mit dem die wogenden Kornfelder gemeint waren, änderte der Chor seine Klangfarbe hin zu fast kirchlichen Gesängen mit den Stücken »In your arms« und »Shine your light«, um sich sofort danach in einen leichten Gospel-Chor zu verwandeln, der alle Schwere der vorangegangenen Stücke abschüttelte. Mit ihrer Darbietung zeigten die Sänger, dass es nicht genügt, nur andere Noten aufzulegen, man muss auch die Klangfarbe ändern, um mit jedem Lied ein eigenes Stück Musik zu schaffen.

In diesem Zusammenhang fiel auf, dass es Jan Frische gelang, bei jedem Lied einen Bogen zu spannen, zielsicher den Höhepunkt anzusteuern und die Spannung sicher aufzubauen. Ebenso bemerkenswert war es, dass auch der Chor selbst bis zum Schluss die Spannung beibehielt. Kein Absacken in den Akkorden, weil irgendwen die Kraft oder Lust verließ, nach zwei Stunden Konzert.

Ein kleines Experiment wagte die »Junge Einheit«, eine kleine Gruppe von Sängerinnen und Sängern um Jan Frische, die unter anderem ein Medley aus bekannten Pop-Stücken sangen, die jeweils nur aus vier Akkorden bestanden. Damit wollte man die »Einfachheit« der heutigen Musik demonstrieren.

Der ehemalige Pfarrer Heinz Weber trug eine humorvolle aber auch besinnliche Geschichte zum Herbst als Jahreszeit des Dankens und des Feierns bei. Poppig humoristisch wurde es mit Herbert Grönemeyers »Mambo« und klassisch lustig mit Fritz Dietrichs »Der Jäger längs dem Weiher ging«.

Zum Höhepunkt kam das Konzert, als Dr. Schäfer an der Orgel und Anneli Richter am Alt-Saxofon das »Cantilène pastorale« anstimmten. Danach gesellten sich Natalie Stoll, Jana Schubert, Anna Beyster, Claudia Paul, Eva Burghardt und Sabine Schumann dazu und überraschten mit dem Zusammenklang von Orgel, Gesang und Saxofon und Liedern wie »Du bist mein Zufluchtsort« und »Gottes Segen behüte dich nun«. Mit »Cross the Wide Missouri« und »Blue Suede Shoes« fand das Konzert seinen Ausklang.

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