Wohnzimmer in Flammen

Haagweg: Implodierter Fernseher löst Brand aus

Eine Leichtverletzte und Sachschaden im fünfstelligen Bereich sind das Resultat eines Wohnungsbrands, der sich am Mittwoch im Bad Nauheimer Haagweg ereignete. Auslöser: ein implodierter Fernseher.
11. Juli 2018, 15:26 Uhr
Vorsichtshalber hat die Feuerwehr-Einsatzleitung auch die Drehleiter in den Haagweg beordert. Um die Flammen im Wohnzimmer zu löschen, ist das Fahrzeug allerdings nicht benötigt worden. (Foto: bk)

Mit rußverschmiertem Gesicht und einer Rauchvergiftung ist eine 81-jährige Frau, die im Haagweg 3 lebt, am Mittwoch ins Friedberger Bürgerhospital eingeliefert worden. »Eine Vorsichtsmaßnahme«, sagt der stellvertretende Stadtbrandinspektor Wolfgang Löffler, nachdem er und seine rund 20 Kollegen von den Bad Nauheimer Feuerwehren den Wohnungsbrand im Mehrfamilienhaus gelöscht haben. Der Ehemann der Leichtverletzten traf erst nach dem Feuer im Haagweg ein.

Für die Wehren war es ein Routineeinsatz. Alarm wurde gegen 11.45 Uhr ausgelöst, nachdem in der Obergeschoss-Wohnung des Mehrfamiliengebäudes ein Fernseher implodiert war. »Die Gardinen fingen Feuer, dann die Möbel«, schildert Löffler den Brandverlauf. Offenbar habe die Frau zunächst versucht, die Flammen selbst zu löschen, ehe sie aus den Räumlichkeiten geflüchtet sei.

Bewohner brauchen neue Bleibe

Den Einsatzkräften gelang es, das Feuer auf das Wohnzimmer zu begrenzen. Trotzdem muss die komplette Maisonette-Wohnung, die über zwei Etagen reicht, renoviert werden. Für die ungewöhnlich starke Rauchentwicklung macht Einsatzleiter Löffler in erster Linie den verbrannten PVC-Boden verantwortlich. Routineeinsatz für die Feuerwehr, schwarzer Tag für die Bewohner: Sie müssen sich für längere Zeit eine neue Bleibe suchen, denn die Sanierung wird einige Zeit dauern. Der Sachschaden beläuft sich nach ersten Schätzungen Löfflers auf einen mittleren fünfstelligen Betrag.

Die übrigen Bewohner des dreistöckigen Gebäudes mussten ihre Wohnungen zunächst vorsichtshalber verlassen, sofern sie um die Mittagszeit überhaupt zu Hause waren. Nach dem Ende des Feuerwehr-Einsatzes konnten sie in ihre Räumlichkeiten zurückkehren.

Drehleiter angefordert

Vorsichtshalber kontrollierte der stellvertretende Stadtbrandinspektor, ob in die weiter unten gelegenen Wohnungen Löschwasser eingedrungen war, es blieb aber alles trocken. Außerdem wurde die ebenfalls angeforderte Drehleiter ausgefahren. Feuerwehrleute schauten nach, ob sich unterm Dach Glutnester gebildet hatten. Das war nicht der Fall.

Die eigentlichen Löscharbeiten dauerten nur wenige Minuten. Deutlich länger zog sich das Aufräumen und Zusammenpacken des Materials hin. Gegen 13 Uhr zogen die Helfer wieder ab. Rettungssanitäter und Polizei hatten den Ort des Geschehens zu diesem Zeitpunkt schon verlassen.

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